Donnerstag, 09. Juli 2020

Auf dem Rad durch unsere Heimat

Ausgabe 2020.06
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Mit dem Fahrrad Österreich entdecken! GESÜNDER LEBEN hat aus den 4.752 österreichweiten Radtouren jene neun – eine für jedes Bundesland – ausgewählt, die nicht nur familientauglich sind, sondern auch Abkühlung in Badeseen bieten. Und die Schönheiten unseres Landes zeigen.


Foto: © schwarz-koenig.at

Viele werden heuer ihren Urlaub im Land verbringen und die Gelegenheit nützen, Österreich mit dem Rad zu erkunden. Das ist auch ganz einfach, sind doch die Radwege im Land sehr gut beschildert, die Navigation mit dem Smartphone ist so gut wie überall möglich, und viele der Touren können mit anderen kombiniert, verlängert, verkürzt sowie in Etappen gefahren werden. Einladende Gastbetriebe auf allen Strecken gibt es sonder Zahl, und wer zu übernachten plant, tut gut daran, vorab zu reservieren, da der Andrang besonders an Wochenenden hoch sein kann. Mitnehmen sollte man nebst einer energiespendenden Jause und ausreichend Wasser auch eine kleine Reiseapotheke (Pflaster, Verbandszeug, Sonnenschutz- und Insektenschutzmittel) sowie ein Multifunktionswerkzeug (gibt es im Fachhandel) für eventuelle Pannen. Gewand zum Wechseln, Regenschutz sowie eine wärmende Jacke gehören auch bei kurzen Touren in den Rucksack.. Ach ja! Das Badezeug nicht vergessen!

Wien: Wiener Wasser vom Weidlingtal in Penzing bis zum Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz in der Inneren Stadt

Wien ist nicht Venedig, aber nah am Wasser gebaut ist sie auch, unsere Hauptstadt. Die Wiener-Wasser-Tour ist sehr abwechslungsreich, ziemlich lang, allerdings nicht schwer zu fahren, da sie nur wenige Steigungen aufweist und man einen Großteil der Strecke recht beschaulich dahinradeln kann. Der Start der Tour ist Weidlingau in Penzing. Sie führt vom Wienfluss vorbei an den Einmündungen der beiden Hochquellwasserleitungen zur Liesing. Die erste Rast kann man zwar schon an einem der zahlreichen Teiche machen, mit Kindern und übermütigen Erwachsenen allerdings wird man bis zum Wasserspielplatz warten. Nach dem erfrischenden Geplantsche fährt man weiter bis zum Amalienbad am Reumannplatz. Weiter geht es zu den Gewässern rund um den Laaer Berg bis zum Zentralfriedhof. Von dort braust man Richtung Donau in die Lobau, vorbei an den Gewässern im Grünen Prater und über den Wienfluss zum Donaukanal. Dann radelt man entlang der Neuen Donau zur Alten Donau bis zum Marchfeldkanal und von dort über eine weite Schleife entlang der Donau und des Donaukanals in die Innere Stadt zum Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz, der 1873 anlässlich der Vollendung der ersten Hochquellwasserleitung errichtet wurde.

Länge: 101 km
Dauer. 8 Stunden
Schwierigkeit: leicht, für alle Altersgruppen

 

Niederösterreich: Ybbstalradweg im Mostviertel, von Ybbs an der Donau bis zum Bergsee in Lunz am See

Direkt von Ybbs an der Donau geht es auf asphaltierten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen mit nur wenigen kurzen Steigungen entlang der Ybbs durch das „milde“ Mostviertel gemächlich Richtung Süden, vorbei an Amstetten, Winklarn, Kematen und der monumentalen, barocken Basilika, die auf dem 712 Meter hohen Bergrücken des Sonntagsbergs thront, bis nach Waidhofen an der Ybbs mit seinem historischen Stadtkern und den mittelalterlichen Wehranlagen. Ebendort startet das 55 Kilometer lange Herzstück des 2017 neu errichteten Radwegs, der entlang der ehemaligen Bahntrasse der Ybbstalbahn durch das „wilde“ Mostviertel führt und mit außergewöhnlichen Naturschauspielen aufwartet. Obzwar man durch das alpine Mostviertel fährt, geht der Weg flach dahin und ist ohne große Anstrengung zu bewältigen. Die Beschilderung ist hervorragend und sehr informativ. So etwa wird darauf hingewiesen, wo man auf Schotterinseln gut baden kann, wo die Aussicht besonders schön ist, welche historischen Orte und Gebäude zu sehen sind. Auf der Strecke gibt es eine Reihe von – mit geschmackvollen Bänken und Tischen ausgestatteten – Rastplätzen, und wenn man dann müde, aber voller wunderschöner Eindrücke in Lunz am See ankommt, kann man sich im einzigen natürlichen Badesee Niederösterreichs von den Strapazen erholen.

Länge: 107 km
Dauer: 9 Stunden
Schwierigkeit: leicht, für alle Altersgruppen

 

Burgenland: Festivalradrundweg am Westufer des Nationalparks Neusiedler See, von Eisenstadt nach Mörbisch und retour

Die Tour beginnt bei der einstigen Fürstenresidenz Schloss Esterházy in Eisenstadt, die zu besichtigen sich in jedem Fall lohnt. Der Haydnsaal, benannt nach dem fürstlichen Kapellmeister und Komponisten Joseph Haydn, gilt als einer der schönsten und akustisch besten Konzertsäle der Welt, der Park gehört zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmälern Österreichs. Von Eisenstadt geht es gemütlich durch die pannonische Landschaft entlang von Wiesen, Äckern und Weinanbaugebieten nach Schützen am Gebirge, weiter nach Donnerskirchen, in das pittoreske kleine Städtchen Rust bis nach Mörbisch, wo auf einer einzigartigen Seebühne seit 1957 die Seefestspiele stattfinden. Der Rückweg führt über St. Margarethen, wo die Gedenkstätte „Tor zur Freiheit“ an die Ostöffnung 1989 erinnert. Über Trausdorf radelt man zurück nach Eisenstadt, wo man zu guter Letzt noch das Haydn-Haus sowie das HaydnMausoleum besichtigen kann.

Länge: 61 km
Dauer: 4,5 Stunden
Schwierigkeit: zwar leicht, aber aufgrund des oftmals permanenten Gegenwindes relativ anstrengend, für alle Altersgruppen geeignet

 

Steiermark: Raabtal-Radwanderweg von der Passailer Alm bis Szentgotthárd (Ungarn) 

Dort wo die Raab entspringt, am Fuße des Ossers in der Marktgemeinde Passail (rund 30 km nordöstlich von Graz), befindet man sich mitten im Almenland, einem der größten zusammenhängenden Almgebiete der Alpen. Und ebendort startet einer der schönsten Radwege des Landes, der Raabtal-Radwanderweg. Gleich zu Beginn hat man eine nicht unerhebliche Steigung zu bewältigen, aber hernach geht es nur mehr leicht bergab. Zu bestaunen und zu besichtigen gibt es allerlei. So etwa die Grasslhöhle sowie Österreichs tropfsteinreichste Höhle, das Katerloch. Der Weg führt durch das bezaubernde Städtchen Weiz, im Nachbarort St. Ruprecht an der Raab kann man sich im ältesten Fluss- und Familienerlebnisbad der Steiermark abkühlen. Weiter geht es immer entlang von Kürbisund Maisfeldern, vorbei an großen Apfelbaumfeldern und schmucken Weingärten, bis man schließlich zum Naturpark Dreiländereck gelangt und – sofern die Grenze nach Ungarn passierbar ist – am Ziel der Tour in Szentgotthárd eintrifft.

Länge:111,8 km
Dauer: 10 Stunden
Schwierigkeit: leicht, für alle Altersgruppen geeignet

 

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