Dienstag, 19. Februar 2019

Urlaub mit den Kleinen

Ausgabe 2014.03

Urlaub mit Kindern ist schön, aber auch eine Herausforderung. Wir haben für Sie zehn Tipps zusammengestellt, wie sowohl Eltern als auch Kinder den gemeinsamen Urlaub genießen.


Foto: Oskarstrand

Es war ein wunderschönes, wenn auch anstrengendes Erlebnis!“, erzählt uns eine zweifache Mutter vom ersten Urlaub mit ihren beiden Kindern, damals vier und zwei Jahre alt. Es ging nach Italien, die Vorfreude war bei allen groß. „Auch wenn meine ältere Tochter schon zuvor einen Urlaub am Meer verbracht hatte, konnte sie die Nächte vor der Abreise vor Aufregung nicht schlafen. Als wir dann am Meer waren, waren beide hellauf begeistert. Für meinen Mann und mich war es das Schönste, die beiden zusammen am Strand herumtollen zu sehen.“ Ja, anstrengend sei es gewesen, gibt die 33-jährige Mama zu. „Kleine Kinder in einer fremden Umgebung – das funktioniert nicht immer problemlos.“ Weshalb wir zehn Tipps haben, wie der Urlaub mit Ihren Kindern zum Traumurlaub wird.

Tipp 1: Nicht zu lange warten! Bereits im Babyalter können die frisch gebackenen Eltern mit ihren Kleinen eine schöne Zeit in einem nahe gelegenen Urlaubsort verbringen. „Ein gemeinsamer Urlaub stärkt die Eltern-Kind-Beziehung enorm“, ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Alexander Brandl-Heckner (www.psychotherapie-heckner.at) überzeugt.

In diesen Hotels fühlen sich Kinder wohl

Gesünder Leben empfiehlt diese besonders kinderfreundlichen Hotels:

Leading Family Hotel & Resort Alpenrose (Tirol)
www.hotelalpenrose.at

Rieser’s Kinderhotel Buchau (Tirol)
www.buchau.com

Der Ponyhof (Steiermark)
www.ponyhof-familienhotel.at

Familienhotel Post (Kärnten)
www.familienhotelpost.com

Kinderhotel Felben (Salzburg)
www.felben.at

Tipp 2: Vorbereitung ist alles. Versuchen Sie, schon einen Tag vor Abfahrt die Koffer gepackt zu haben – das schont die Nerven. Vergessen Sie nicht auf ausreichend Sonnenschutz und eine Reiseapotheke. Brandl-Heckner rät zudem, die Kinder in die Reiseplanung miteinzubeziehen: „Zeigen Sie ihnen Fotos vom Urlaubsort und sprechen Sie darüber, welche Aktivitäten geplant sind. Das Kind fühlt sich so ernst genommen und die Vorfreude steigt erheblich.“

Tipp 3: Keine zu hohen Ansprüche. „Den perfekten Urlaub gibt es nicht“, sagt Brandl-Heckner. Schiefgehen kann immer etwas – aber genau das ist auch das Spannende, meint der Experte: „Sehen Sie den Urlaub als Abenteuer!“ Ein Abenteuer, das wirklich allen Freude bereiten soll: „Zwar soll der Urlaub an die Kinder angepasst werden und nicht umgekehrt“, betont Brandl-Heckner, „die freien Tage sind aber auch dazu da, sich als Paar neu zu entdecken und die Beziehung aufleben zu lassen.“ Damit auch die Eltern Zeit zum Entspannen finden, empfiehlt es sich, zum Beispiel mit den Großeltern auf Urlaub zu fahren. Noch besser ist ein befreundetes Elternpaar, da die Kinder so von Beginn an Spielpartner an ihrer Seite haben.

Tipp 4: Spielzeug mit Maß und Ziel. Kinder wollen auch im Urlaub unterhalten werden. Packen Sie trotzdem nicht zu viel Spielzeug ein, da es zu viel Platz im Koffer wegnimmt und die Kinder im Urlaub auch Neues entdecken sollen. Brandl-Heckner empfiehlt Kreativmaterialien wie einen Farbkasten, Buntstifte oder ein Kinderbuch. „Das Lieblingskuscheltier oder die Lieblingspuppe sollte auch immer dabei sein.“

Tipp 5: Eine gelungene Anreise. Prinzipiell gilt: Je jünger die Kinder sind, desto eher empfiehlt es sich, mit dem Auto anzureisen und einen Ort zu wählen, der nicht allzu weit weg von zu Hause ist. „Weil man unabhängiger ist und schnell wieder heimfahren kann“, so Walter Krahl, Reiseexperte von Ruefa. Tagsüber fahren ist sicherer als in der Nacht, zudem sollten regelmäßig Pausen eingelegt werden. Während der Pause sollten sich die Kinder an der frischen Luft bewegen. Und wie die stundenlange Fahrt im Auto überstehen? „Hier helfen Hörbücher, DVDs oder auch Wahrnehmungsspiele, wie zum Beispiel: Wer sieht als erstes fünf gelbe Autos?“, rät Brandl-Heckner.

Tipp 6: Hotel muss kinderfreundlich sein. Im Urlaub mit Kindern sollte man ein familienfreundliches Hotel wählen. Was aber macht ein kinderfreundliches Hotel aus? „Eine Kinderbetreuung, jede Menge Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie ein Kinderpool sind Voraussetzung“, betont Krahl. Deutschsprachige Betreuer und kindgerechte Mahlzeiten sind ein Muss. Verreisen Sie mit Babys, achten Sie darauf, dass Wickeleinrichtungen und eine Babystation für die Zubereitung der Nahrung angeboten werden. Zudem ist es von großem Vorteil, eine Apotheke und einen Supermarkt mit Babynahrung in der Nähe zu haben. „Vergessen Sie nicht, bei einem Meeresurlaub auf die Strandbeschaffenheit zu achten!“, so Krahl. „Ein Sandstrand eignet sich für Kinder besser. Der Strand sollte zudem ebenmäßig ins Meer führen und nicht steil abfallend sein.“ Ob man sich für ein Apartment oder ein Hotelzimmer entscheidet, sei zwar Geschmackssache, sowohl Krahl als auch Brandl-Heckner tendieren aber zum Apartment, da man hier unabhängiger ist und die Kinder mehr Platz zum Spiel haben.

Tipp 7: Kreative und persönliche Kinderbetreuung. „Eine gute Kinderbetreuung muss viel Kreatives bieten, den Kontakt der Kinder untereinander fördern und vor allem abwechslungsreich sein – Sportangebote allein sind zu wenig“, betont Brandl-Heckner. Bei kleinen Kindern ist es ratsam, dass die Betreuer so wenig wie möglich wechseln, damit sich eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen kann. Und: Eine alters-gestaffelte Betreuung ist empfehlenswerter als altersgemischte Kindergruppen. Brandl-Heckner: „So können die Betreuer besser auf die Bedürfnisse und die Interessen der Kinder eingehen.“

Tipp 8: Kindgerechtes Essen. Ein Buffet – wenn möglich sogar ein eigenes Kinderbuffet – ist dem Essen à la carte vorzuziehen. So haben die Kinder mehr Auswahl, lernen mehrere Speisen kennen und können sich nachnehmen, so oft sie wollen.

Tipp 9: Spiel und Spaß, aber auch Kultur. Die Interessen von Kindern sind individuell – auch ein Kultur- oder Städteurlaub kann sie begeistern. Prinzipiell aber sollten Spiel und Spaß im Mittelpunkt stehen, mit genug Möglichkeiten zum Austoben und neue Freundschaften zu schließen. Auch Camping-Urlaube sind eine nette Abwechslung, jedoch nur für ältere Kinder geeignet. Besonders beliebt für Familienurlaube: Bauernhöfe.

Tipp 10: Rituale auch im Urlaub. Die fremde Kultur und das veränderte Klima bedeuten auch für Kinder eine Umstellung. Bekannte Rituale wie fixe Essens- und Schlafenszeiten oder das gemeinsame Kuscheln am Nachmittag können dabei Sicherheit vermitteln. Allerdings können diese im Urlaub durchaus aufgelockert werden, beruhigt Brandl-Heckner. „Sehen Sie den Urlaub nicht zu starr. Sind die Kinder zufrieden, sind auch die Eltern zufrieden!“

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