Samstag, 24. August 2019

Sommer ohne Sorgen - Wunden

Ausgabe 2019.06
Seite 3 von 3


WUNDEN
Wer im Sommer sportlich unterwegs ist, muss mitunter mit der einen oder anderen Verletzung rechnen. Sie können entweder von oberflächlicher Natur sein (Schürfwunden, Kratz- und Platzwunden) oder tiefer gelegene Sehnen und Nerven betreffen (Schnitt- und Stichwunden).

Was hilft?
Sorgen Sie möglichst rasch mithilfe eines leichten Druckverbandes für eine etwaig notwendige Blutstillung und reinigen Sie die Wunde vorsichtig mit fließendem Leitungswasser. Desinfizieren Sie diese anschließend mit einem Wundspray, um vor Infektionen zu schützen und das Gewebe zu schonen. Entscheiden Sie sich anschließend für sterile Pflaster oder Kompressen, die mit selbsthaftenden Bandagen fixiert werden und nicht mit der Wunde verkleben. Wichtig: Bei übermäßigen bzw. nicht stillbaren Blutungen und einer stark verunreinigten Wunde sollte aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr ein Arzt aufgesucht werden. Das Gleiche gilt für Schnittwunden, die länger als 2 cm und tiefer als ein halber Zentimeter sind, da das sensible Netzwerk aus Nerven, Sehnen und Muskeln beschädigt sein könnte.

So beugen Sie vor
Achten Sie auf die richtige Ausrüstung beim Sport, wärmen Sie sich vor sportlicher Betätigung auf und dehnen Sie vorab wichtige Muskelpartien. Plus: Überschätzen Sie sich selbst nicht und achten Sie sensibel auf Signale Ihres Körpers. 

Experten Interview

Allgemeinmediziner Dr. Yörük Emre Uyar aus Wien zum Thema Sommerkrankheiten.

Was macht der Gesundheit im Sommer besonders zu schaffen?
Zweifelsohne die Hitze. Vor allem ältere Menschen und Kinder, die oft einmal zu wenig trinken, haben mit ihren Folgen zu kämpfen. Dehydrierung führt zu einem gestörten Elektrolythaushalt und dieser wiederum zu massiven Kreislaufproblemen. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr – etwa zwei bis drei Liter Wasser – lautet daher das oberste Gebot bei sommerlichen Temperaturen. Wer sich ohne Kopfbedeckung und ohne geeignete Sonnencreme lange Zeit der Sonne aussetzt, riskiert zudem Sonnenstich und Sonnenbrand.

Welche weiteren Beschwerden können im Sommer auftreten?
Sommerzeit ist Urlaubszeit. Daher lauern auch einige Reisekrankheiten wie Übelkeit, Verdauungsprobleme oder Infektionen. Bei Fernreisen drohen im schlimmsten Fall Malaria oder Cholera. Vor Reiseantritt – vor allem in exotische Länder – empfiehlt es sich daher, sich reisemedizinisch beraten zu lassen und eine adäquate Reiseapotheke im Gepäck zu haben.

Was enthält eine gute Reiseapotheke?
Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen, entzündungshemmende Präparate bei grippalen Infekten, Kohletabletten bei Durchfall, Fieberthermometer, ein Erste-Hilfe-Set mit Wunddesinfektion, Mullbinden, Wundkompressen, Heftpflaster, Pinzette und Schere, Insektenschutz- und Sonnenschutzmittel. Auch pflanzliche Arzneimittel können bei Beschwerden helfen.

Welche wären das beispielsweise?
Es gibt Wund- und Brandgele auf Basis von Arnica montana, Ringelblume oder Brennnessel. Außerdem können Enzianwurz-Präparate bei Blähungen, Magendruck, Völlegefühl und Übelkeit helfen. Bei Reiseübelkeit ist wiederum Echter Baldrian empfehlenswert. Augentrost-Augentropfen sind bei geröteten, gereizten und tränenden Augen ratsam.

Welche vorbeugenden Maßnahmen kann man treffen?
Leitungswasser sollte man in vielen Ländern meiden und lieber zu abgepacktem Mineralwasser greifen. Warme Getränke, vorzugsweise Tee, sind zudem darmfreundlicher und kühlen den Körper. Vitaminreiche, leichte Kost trägt ebenfalls zu mehr Wohlbefinden bei. Obst sollte man in fernen Ländern schälen und lieber gekochtes Gemüse anstatt rohen Salat essen. Wer zu Harnwegsinfekten neigt, ist zudem gut beraten, nasse Badebekleidung rasch zu wechseln und Vaginalkapseln mit Milchsäurebakterien – als Präventivmaßnahme – zu verwenden. Auch lange Aufenthalte in klimatisierten Räumen sind zu meiden, da sie Infektionen unterschiedlicher Art auslösen können.

Wie sieht es mit sportlicher Betätigung im Sommer aus?
Grundsätzlich kann und sollte auch im Sommer Sport betrieben werden. Bewegung an der frischen Luft tut besonders gut; in der heißen Jahreszeit sollte man aber vor allem die Mittagssonne zwischen 12 und 15 Uhr meiden und seine Joggingrunde besser gleich in der Früh oder erst am Abend “ absolvieren.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Sommer ohne Sorgen
Seite 2 Infektionen
Seite 3 Wunden

Aktuelle Ausgabe & E-Paper


cover 2019-07 130x173

Aktuelles Heft 07-08/2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 6. September

 

Unsere Ausgabe 06/2019 als E-Paper Lesen!

Aktuelle Online Umfrage

Mit welchem Sport halten Sie sich (überwiegend) fit und gesund?

Kontakt

  • Gesünder Leben Verlags GmbH
  • Johann Strauss Gasse 7/2/5
  • 1040 Wien, Österreich

Information