Sonntag, 22. September 2019

Sommer ohne Sorgen

Ausgabe 2019.06
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Wenn die Sonne scheint, will keiner das Bett hüten. Aber leider bleiben vielen von uns auch im Sommer gesundheitliche Beschwerden nicht erspart. GESÜNDER LEBEN stellt die häufigsten neun Erkrankungen vor und zeigt, wie man sich vor ihnen schützt. 


Foto: © iStock_ skynesher

Schwimmen im Freibad, der Eiscafé auf der Terrasse und laue Grillabende mit Freunden – sommerliche Temperaturen sorgen für mehr Lebenslust und gute Laune. Am Strand oder auf der Gartenliege schweifen die Gedanken oft auch einmal in die Ferne, aber ans Krankwerden denkt man vermutlich als Letztes. Doch: Auch im Sommer lauern einige gesundheitliche Gefahren. Zu viel Hitze, zu wenig Flüssigkeit, trockene Luft sowie Viren und Bakterien belasten den Körper und führen nicht selten zu unerwünschten Beschwerden. Wir zeigen, wie Sie gesund durch die warme Jahreszeit kommen!


SOMMERGRIPPE
Erkältungen suchen einen nur im Winter heim? Fehlanzeige! Gerade im Sommer fühlen sich Krankheitserreger wohl und vermehren sich schnell. Verbringt man obendrein noch schwitzend viel Zeit in Klimaanlagen-gekühlten Räumen, bedeutet das Strapazen für unser Immunsystem, die für eine höhere Infektanfälligkeit sorgen. Die Folge: Atemwegserkrankungen, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, zuweilen Fieber, Bauchschmerzen und Durchfall.

Was hilft?
Die gute Nachricht: Sommergrippale Symptome sind meist milder und klingen schneller ab – und das meist von ganz allein. Betroffene sollten sich schonen, viel trinken, vitaminreich essen und gegebenenfalls entzündungshemmende Arzneimittel zu sich nehmen. Tritt innerhalb von drei bis vier Tagen keine Besserung ein, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Vorsichtiger sollten hingegen Menschen mit einem ohnehin schon geschwächten Immunsystem (z. B. nach einer Krebstherapie etc.) bzw. Eltern von erkrankten Neugeborenen sein. Sie sollten unmittelbar einen Mediziner kontaktieren und Rat einholen.

So beugen Sie vor
Waschen Sie sich mehrmals täglich die Hände mit Seife und meiden Sie Klimaanlagen, um sich vor einer Virenübertragung durch Tröpfchen zu schützen. Bewegung an der frischen Luft und ausgewogene Ernährung wappnen einen zusätzlich vor unerwünschten Eindringlingen.


VERDAUUNGSPROBLEME
Darmprobleme im Sommer können unterschiedliche Ursachen haben: Sowohl zu kalte als auch zu schwere und fette Speisen können einem auf den Magen schlagen und zu Blähungen, Verstopfung oder Durchfall führen. Zudem besteht gerade im Sommer die Gefahr, dass die Kühlkette von konsumierten Lebensmitteln unterbrochen wird, sie schneller verderben und Keime in den Körper gelangen.

Was hilft?
Trinken Sie bei Durchfall am besten ungesüßten Tee und laues Wasser. Eine Wärmeflasche trägt ein weiteres Scherflein zur Genesung bei. Achten Sie auf leichte Kost wie fettfreie Gemüsebouillon oder Haferschleim; hungern Sie aber nicht. Arzneimittel, welche die Darmflora regulieren, können ebenfalls helfen.

So beugen Sie vor
Achten Sie, so möglich, auf hygienisch zubereitete und auch aufbewahrte Speisen. Verzichten Sie auf schlecht gekühlte Milchprodukte und nehmen Sie sich – gerade im Urlaub – die altbekannte Formel „peel it, boil it, cook it – or leave it“ (schälen, kochen, braten oder verzichten) zu Herzen.


SCHEIDENINFEKTION
Hitze, Schweiß, nasse Badebekleidung und Chlorwasser bringen die Balance der Scheidenflora ins Wanken und begünstigen dadurch die Entstehung von Vaginalinfektionen. Zu den häufigsten Auslösern gehört der Hefepilz Candida albicans, der zu Ausfluss und unangenehmem Juckreiz führt. Im schlimmsten Fall kann eine unbehandelte (und evtl. asymptomatische) Scheideninfektion zu Unterleibsentzündungen (Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke, Blase) führen.

Was hilft?
Von Selbstmedikation ist abzuraten, da die Ursachen der Symptome unterschiedlich sein können. Handelt es sich um eine Pilzinfektion, werden Antimykotika (meist in Form von Salben und Zäpfchen) verschrieben. Sind hingegen auch Bakterien im Spiel, ist die Einnahme von Antibiotika ratsam. Sie sollten gemeinsam mit Scheidenkapseln, die Milchsäurebakterien enthalten, eingenommen werden, um keinen Nährboden für erneute Infektionen entstehen zu lassen.

So beugen Sie vor
Wechseln Sie rasch nasse Badebekleidung und bevorzugen Sie den Sprung in frische Seen und ins Meer. Chlor hingegen greift die Scheidenflora an und schwächt die Abwehr. Übertreiben Sie auch nicht bei der Intimpflege: Normales Wasser und ph-neutrale Seife sind völlig ausreichend. Die Anwendung von Vaginalkapseln mit Milchsäurebakterien und/oder adäquate Schwimmtampons sind vor dem Badbesuch ebenfalls sinnvolle Präventivmaßnahmen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Sommer ohne Sorgen
Seite 2 Infektionen
Seite 3 Wunden

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