Dienstag, 10. Dezember 2019

Leistungen, die über den Steuerausgleich beantragt werden

06. Februar 2012
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Im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung können Eltern verschiedene finanzielle Leistungen geltend machen.


Mehrkindzuschlag
Der Mehrkindzuschlag beträgt ab 1.1.2011 monatlich 20 Euro und steht für jedes dritte und weitere Kind zu, für das Familienbeihilfe gewährt wird. Allerdings darf das steuerpflichtige Familieneinkommen 55.000 Euro jährlich nicht überschreiten. Herangezogen wird dafür das Einkommen des Kalenderjahres, das vor dem Jahr liegt, für das der Mehrkindzuschlag beantragt werden soll. Wird also der Mehr kindzuschlag für das Jahr 2010 beantragt, ist das Einkommen des Jahres 2009 zugrunde zu legen, und dieses durfte den Betrag von 55.000 Euro nicht übersteigen.

Der Mehrkindzuschlag ist für jedes Kalenderjahr gesondert im Zuge der (Arbeitnehmer-)Veranlagung oder direkt beim Wohnsitzfinanzamt geltend zu machen. Zur Beantragung steht das Formular E 4 zur Verfügung.

Sie können zum Mehrkindzuschlag eine eigene detaillierte Fachbroschüre anfordern: „Familienbeihilfe, Mehrkindzuschlag” – entweder über die Website unter www.bmwfj.gv.at oder kostenlos telefonisch beim Familienservice unter 0800 240 262.

Alleinverdienerabsetzbetrag
Für Alleinverdiener, das sind Steuerpflichtige mit mindestens einem Kind, die mehr als sechs Monate im Kalenderjahr mit einem/einer (Ehe-)Partner/in in einer Ehe bzw. eheähnlichen Gemeinschaft leben, wobei einer der beiden den Kinderabsetzbetrag bezieht, steht der steuerliche Alleinverdienerabsetzbetrag zu.

Der Absetzbetrag macht mit einem Kind 494 Euro jährlich, mit zwei Kindern 669 Euro jährlich aus und erhöht sich für das dritte und jedes weitere Kind um jeweils 220 Euro jährlich.

Das steuerpflichtige Einkommen des (Ehe-)Partners/der (Ehe-)Partnerin darf 6.000 Euro im Kalender jahr nicht überschreiten, wobei das steuerfreie Wochengeld mit einzuberechnen ist.

Der Alleinverdienerabsetzbetrag kann beim Gehalt durch den Arbeitgeber berücksichtigt werden (Formular E30 vom Finanzamt) oder ist im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung für das abgelaufene Kalenderjahr beim Finanzamt geltend zu machen.

Alleinverdienende, deren berechnete Einkommensteuer im Kalenderjahr negativ ist, bekommen den Alleinverdienerabsetzbetrag auf Antrag mit dem Formular E5 vom Finanzamt bar ausbezahlt.

Alleinerzieherabsetzbetrag
Für Alleinerziehende, das sind Steuerpflichtige mit mindestens einem Kind, die mehr als sechs Monate im Kalenderjahr nicht in einer ehelichen oder eheähnlichen Gemeinschaft leben und den Kinderabsetzbetrag beziehen, steht der Alleinerzieherabsetzbetrag zu. Der Absetzbetrag macht mit einem Kind 494 Euro jährlich, mit zwei Kindern 669 Euro jährlich aus und erhöht sich für das dritte und jedes weitere Kind um jeweils 220 Euro jährlich.

Der Alleinerzieherabsetzbetrag kann beim Gehalt durch den Arbeitgeber berücksichtigt werden (Formular E30 vom Finanzamt) oder ist im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. der Einkommensteuererklärung für das abgelaufene Kalenderjahr beim Finanzamt geltend zu machen.

Alleinerziehende (z. B. in Karenz), deren berechnete Einkommensteuer im Kalenderjahr negativ ist, bekommen den Alleinerzieherabsetzbetrag auf Antrag mit dem Formular E5 vom Finanzamt bar ausbezahlt.

Unterhaltsabsetzbetrag
Wer für ein nicht haushaltszugehöriges Kind nachweislich gesetzlichen Unterhalt (Alimente) leistet und dafür keine Familienbeihilfe bezieht, hat Anspruch auf einen Unterhaltsabsetzbetrag von monatlich
  • 29,20 Euro für das erste Kind (25,50 Euro bis 31. Dezember 2008),
  • 43,80 Euro für das zweite Kind (38,20 Euro bis 31. Dezember 2008),
  • 58,40 Euro für jedes weitere Kind (50,90 Euro bis 31. Dezember 2008).

Berücksichtigt werden Unterhaltsabsetzbeträge nur im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung.

Ihre Steuererklärung können Sie online über die Website des Finanzministeriums erledigen: https://finanzonline.bmf.gv.at

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Leistungen, die über den Steuerausgleich beantragt werden
Seite 2 Kinderfreibetrag
Seite 3 Pädagogisch qualifizierte Personen


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