Samstag, 30. Mai 2020

Pubertät - Erektion

07. Februar 2012
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Erektion
Schon bei Babys und Kleinkindern wird der Penis manchmal steif, in der Pubertät erfolgt dies noch viel häufiger, oft auch in Situationen, in denen es dir gar nicht recht ist. Erektionen haben nicht immer mit sexueller Lust zu tun, z.B. die Erektion am Morgen nach dem Aufwachen. Die Versteifung erfolgt nicht durch Muskeln, sondern durch drei Schwellkörper im Penis, die sich bei sexueller Erregung mit Blut füllen. Sind die Schwellkörper unterschiedlich groß, steht der erigierte Penis steil nach oben oder biegt sich etwas in eine Richtung. Aber das ist ganz normal, und die Größe und Form der Schwellkörper ist bereits von Geburt an festgelegt.

Samenerguss
Ab der Pubertät werden in den Hoden Samenzellen gebildet. Bei einem Samenerguss werden die Samenzellen von den Nebenhoden durch den Samenleiter transportiert und mit der Flüssigkeit aus der Vorsteherdrüse (Prostata) und den Samenbläschen vermischt. Der Samenleiter mündet bei der Prostata in die Harnröhre, und die Samenflüssigkeit tritt aus der Eichel, als so genanntes Ejakulat (= Samenerguss) aus. In einem Samenerguss befinden sich 100 bis 700 Millionen Samenzellen. Bei der Ejakulation wird automatisch die Blase des Mannes verschlossen, damit kein Urin aus der Harnröhre austreten kann. Die Hoden des Mannes produzieren ab der Pubertät bis ins hohe Alter Samenzellen, ohne eine Begrenzung auf eine bestimmte Anzahl von Samenergüssen.

Sexuelle Lust bei Burschen
Bei sexueller Erregung wird nicht nur der Penis steif, sondern auch die Haut des Hodensacks verdickt und spannt sich an. Auch die Hoden vergrößern sich durch die vermehrte Blutzufuhr. Bevor es zu einem Samenerguss kommt, tritt aus der Eichel eine glasklare Flüssigkeit heraus. Diese Flüssigkeit wird Lusttropfen genannt und dient dazu, die Harnröhre auf den Samenerguss vorzubereiten. Bereits der Lusttropfen kann einige Samenzellen enthalten, dies solltest du beim Thema Verhütung unbedingt im Kopf haben. Aber du kannst sexuelle Lust nicht nur mit den Geschlechtsorganen, sondern am ganzen Körper empfinden.

Wie kommt die Samenzelle zur Eizelle? Und was passiert dort?
Ein Mädchen kann nur dann schwanger werden, wenn Samenflüssigkeit durch Petting oder Geschlechtsverkehr in die Scheide oder direkt zum Scheideneingang gelangt und sie gerade ihre fruchtbaren Tage hat.

An den unfruchtbaren Tagen ist den Samenzellen der Weg von der Scheide durch den Muttermund in die Gebärmutter und zu den beiden Eileitern versperrt. Der fest gewordene Zervixschleim verschließt sozusagen wie ein Korken den Eingang in die Gebärmutter. Deshalb können die Samenzellen nicht weiterwandern und bleiben in der Scheide. Zudem vertragen sie das Milieu in der Scheide nicht und verlieren dort nach kurzer Zeit (4-8 Stunden) ihre Befruchtungsfähigkeit.

Einige Tage vor dem Eisprung wird dieser Zervixschleim aber flüssiger, und der Weg für die Samenzellen ist frei. Das Mädchen ist nun in ihren fruchtbaren Tagen. Der Zervixschleim ernährt gewissermaßen die Samenzellen und stellt das „Transportmittel“ für diese dar. Gelangt während der fruchtbaren Tage Samenflüssigkeit in die Scheide, wandern die Samenzellen durch die Gebärmutter bis zum obersten Drittel einer der beiden Eileiter, wo die Vereinigung von Ei- und Samenzelle stattfinden kann.

Eizellen können nach dem Eisprung 12–18 Stunden befruchtet werden, Samenzellen können 3–6 Tage in der Gebärmutter überleben. Somit kann ein ungeschützter Geschlechtsverkehr bis zu 6 Tage vor und 18 Stunden nach einem Eisprung zu einer Befruchtung und damit zu einer Schwangerschaft führen.

Im Vorhinein kannst du die fruchtbaren Tage nicht berechnen! Daher musst du verhüten, um nicht schwanger zu werden.
Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Pubertät
Seite 2 Pubertät bei Burschen
Seite 3 Jungfernhäutchen
Seite 4 Zyklus
Seite 5 Menstruationsblutung
Seite 6 Erektion
Seite 7 Wann zur Frauenärztin?
Seite 8 Gynäkologischen Untersuchung


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