Freitag, 29. Mai 2020

Mein Körper

01. September 2011
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Bei der Frauenärztin / beim Frauenarzt:

Die Untersuchung ist eine sehr persönliche Sache, daher ist es sehr wichtig, dass die Frauenärztin / der Frauenarzt gut gewählt wird. Überlege dir, ob du lieber zu einem Arzt oder zu einer Ärztin gehen möchtest. Vielleicht können deine Mutter oder deine Freundinnen jemanden empfehlen.

Wann ist ein Besuch angebracht:
  • Wenn du Beschwerden (z.B. Regelschmerzen, Ausfluss, Juckreiz an der Scheide, Schmerzen im Unterleib, Brennen beim Urinieren …) hast
  • Wenn Fragen zu Verhütung, Sexualität und körperliche Veränderungen auftauchen
  • Wenn du dir ein Verhütungsmittel verschreiben lassen möchtest (z.B. Pille)
  • Wenn du glaubst, schwanger zu sein

Sarah: Für viele Mädchen ist die Vorstellung, zu einer Frauenärztin/zu einem Frauenarzt zu gehen, sehr unangenehm. Sie wissen nicht genau, was auf sie zukommt und wie die gynäkologische Untersuchung abläuft . Deshalb kann es sehr hilfreich sein, sich vorher schlau zu machen. Es ist möglich, beim ersten Mal nur einen Gesprächstermin zu vereinbaren, ohne dich untersuchen zu lassen. Zu Hause kannst du dir in Ruhe überlegen, ob die Frauenärztin/der Frauenarzt für dich gepasst hat und du wieder hingehen möchtest. Vertrauen ist ganz wichtig!
Du kannst dich für eine andere/einen anderen entscheiden. Aber du musst unbedingt vorher absagen, sonst kann es sein, dass du den vereinbarten Termin bezahlen musst!

Was du noch wissen solltest:
  • Prinzipiell brauchst du die e-Card
  • Du kannst alles fragen, was du möchtest. Es ist die Aufgabe einer Frauenärztin/eines Frauenarztes aufzuklären und zu beraten
  • Ärztinnen und Ärzte haben grundsätzlich Schweigepflicht, auch gegenüber den Eltern
  • Ab dem 14. Lebensjahr brauchst du für die Untersuchung nicht die Zustimmung der Eltern
  • Eine Untersuchung sollte nicht wehtun. Wenn dir irgendetwas unangenehm ist, dann sag es.

Sarah: Du kannst dir vor dem Besuch all deine Fragen aufschreiben, damit du in der Aufregung nichts vergisst. Du brauchst keine Fragen zu deinem Sexualleben oder zu deiner Freundin/zu deinem Freund beantworten. Das ist deine Privatsache. Um die Aufregung zu mildern, kannst du eine Freundin/einen Freund oder eine andere Vertrauensperson mitnehmen.



Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Mein Körper
Seite 2 Beim Männerarzt
Seite 3 Was sind sexuell übertragbare Krankheiten?


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