Mittwoch, 11. Dezember 2019

Kosten – Das liebe Geld

01. August 2011
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Eine große Frage ist, wie viel Geld du monatlich zur Verfügung hast – bekommst du regelmäßige Unterstützung von Eltern oder Großeltern, wird die Familienbeihilfe auf dein Konto überwiesen, hast du Anspruch auf Wohnbeihilfe, wie viel verdienst du durch deinen Ferien- oder Nebenjob, wie hoch ist deine Lehrlingsentschädigung? Deinen Einnahmen stehen die Ausgaben gegenüber, die durch das selbständige Wohnen auf dich zukommen. Die folgende Checkliste soll dir konkret bei deinem Finanzierungsplan und bei der Kalkulation der Kosten helfen.

Foto: flickr.com - rh1n0
Einmalige Kosten
  • Kaution – Üblich ist eine Kaution in der Höhe von drei Bruttomonatsmieten. Du bekommst sie beim Auszug mit Zinsen wieder zurück, außer du hast in der Wohnung Schäden verursacht.
  • Ablöse – Zahlungen, die für zurückgelassene Möbel oder für Investitionen in die Wohnung verlangt werden können. Die Höhe richtet sich nach dem aktuellen Wert der Möbel bzw. der Investitionen.
  • Gebühr – Vergebührung des Mietvertrages beim Finanzamt. Den vergebührten Mietvertrag brauchst du z.B. für den Antrag auf Wohnbeihilfe.
  • Provision bei der Vermittlung durch eine/n ImmobilienmaklerIn – Die Höhe darf bis zu drei Monatsmieten betragen.
  • Mietzinsvorauszahlung – Eine Vorauszahlung auf den Mietzins kann im Mietvertrag vereinbart werden. Damit verringert sich auf eine bestimmte Zeit der Mietzins.

Oft werden die Kosten unterschätzt, die durch einen Umzug entstehen können. Auch wenn du (mit deinen FreundInnen) die Kisten packst und schleppst, können sich „kleinere“ Ausgaben schnell summieren. Hier einige Bespiele für mögliche Kosten: Verpackungsmaterial (Kartons, Klebeband, Schnur, Müllsäcke), Benzingeld, Verpflegung für die UmzugshelferInnen, Kosten für Nachsendeaufträge oder auch Neuanschaffungen für die Wohnung.

Laufende/regelmäßige Kosten
  • Miete – festgelegt im Mietvertrag
  • Betriebskosten – Kosten für die Erhaltung des Wohnhauses (Reinigung und Beleuchtung des Stiegenhauses, Müllabfuhr, Gebühren für Abwasser, RauchfangkehrerIn, Lift usw.).
  • Nebenkosten – Kosten für Strom und Gas.
  • Haushaltsversicherung – verhindert im „Notfall“ größere Ausgaben.
  • Kreditraten – monatliche Raten für die Rückzahlung, falls du für die Wohnungsfinanzierung ein Darlehen aufgenommen hast.

Die Höhe der weiteren Kosten hängt in erster Linie von deinem persönlichen Lebensstil ab: Am besten du setzt dich mal hin und machst eine Liste mit den Dingen, die du monatlich brauchst. So ist es gut möglich, die Ausgaben mit deinen Einnahmen zu vergleichen und bei Bedarf, bei einzelnen Posten zu sparen. Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel, Telefon, Rundfunkgebühren, Internetanschluss usw. summieren sich ziemlich schnell und können das ohnehin meist enge Budget sehr belasten.

Tipp: Auf der Webseite der Schuldnerberatung findest du einen Online-Haushaltsbudgetrechner, der als Orientierung hilfreich sein kann. (www.schuldnerberatung-wien.at).


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