Samstag, 25. Mai 2019

Initiativen gegen Gewalt in der Familie

06. Februar 2012
Das Familien- und Jugendministerium setzt sich gegen Gewalt ein und fördert zahlreiche Projekte, die der Vorbeugung von Gewalt und der Unterstützung von Betroffenen dienen.


Plattform gegen die Gewalt in der Familie
So hat das Ministerium bereits 1993 den Zusammenschluss von einschlägigen Beratungseinrichtungen zu einem Netzwerk initiiert und subventioniert seither diese „Plattform gegen die Gewalt in der Familie”. Derzeit arbeiten in der Plattform 45 etablierte Beratungseinrichtungen aus den Bereichen „Gewalt gegen Kinder”, „Gewalt gegen Frauen”, „Gewalt an/unter Jugendlichen”, „Gewalt gegen ältere Menschen” und „Geschlechtsspezifische Burschen- und Männerarbeit” für die Gewaltprävention zusammen.

Ziele der Plattform sind die Reduzierung von Gewalt, die Erhöhung der Aufdeckungs rate und eine Optimierung der Eingriffe bei Fällen von Gewalt; die Plattform fungiert hierfür als Informationsdrehscheibe und ermöglicht den Erfahrungsaustausch unter den Beratern und Beraterinnen.

Die regelmäßig erscheinende Plattform-Zeitung dient als Diskussionsforum für aktuelle Themen in der Gewaltprävention und berichtet über die in der Plattform durchgeführten Projekte. Hier finden von Gewalt Betroffene Adressen von Anlaufstellen und Rat.

Wenn Sie sich über die Arbeit der Plattform informieren oder die Plattform - Zeitung kostenlos bestellen möchten, können Sie dies auf der Website unter www.plattformgegendiegewalt.at tun. Wenn Sie über keinen Internetzugang verfügen, hilft Ihnen das Familienservice kostenlos telefonisch weiter unter 0800 240 262.

Kinderschutzarbeit in Gesundheitsberufen
Kinder, die Gewalt erfahren haben, misshandelt oder missbraucht wurden, verunsichern ihr Umfeld. Betroffenen Kindern die nötige Hilfe zu geben, braucht neben Courage vor allem professionelles Vorgehen. Weil niemand allein „das Problem lösen” kann, ist ein multidisziplinäres Netzwerk wichtig. Deshalb wurden in den letzten zehn Jahren an allen Krankenhäusern mit Kinderabteilungen in ganz Österreich Kinder schutzgruppen eingerichtet. Diese Gruppen, denen Ärzte/Ärztinnen, Psychologen/Psychologinnen, Pfleger/innen und Sozialarbeiter/innen angehören, haben zuerst die Aufgabe, für mögliche Gewaltursachen von Verletzungen und Krankheiten zu sensibilisieren. Dann geht es darum, im multiprofessionellen Team Verdachtsfälle abzuklären und familienzentrierte Hilfe einzuleiten.

Ein „Leitfaden für die Kinderschutzarbeit in Gesundheitsberufen” soll diese anspruchsvolle Arbeit erleichtern. Er enthält eine kurze Beschreibung der verschiedenen Gewaltformen und deren Folgen, die Aufgaben und Ziele von Kinderschutzgruppen. Den Kern der Broschüre bildet das richtige Vorgehen bei Verdacht am Kind, eine genaue Anleitung für eine Dokumentation, die auch in einem späteren Beweisverfahren hält.

Sie finden diesen Leitfaden auf der Website des Familien- und Jugendministeriums unter www.bmwfj.gv.at. Sie können sich ihn aber auch kostenlos vom Familienservice zuschicken lassen, wenn Sie die Gratisnummer 0800 240 262 wählen.



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