Samstag, 23. Februar 2019

Grüne Weihnachten? Ja!

Ausgabe 2012/12-2013/01
Schön feiern und der Umwelt Gutes tun – mit umweltfreundlichen Verpackungen, Bio-Christbaum und ökologischem Festschmaus von heimischen Produzenten geht´s!

Foto: Can Stock Photo Inc. - 4774344sea
Endlich Weihnachten! Und damit das Fest der Feste auch ein bisschen grüner und umweltfreundlicher wird, haben wir hier einige Tipps für Sie!

Der Christbaum
Die Fakten
Mit dem Kauf eines heimischen Christbaums werden Arbeitsplätze in der Region ermöglicht und lange Transportwege vermieden. Einen regionalen Baum erkennt man an seiner Herkunftsschleife.
Die grüne Alternative
Bio-Christbäume werden nach EU-Verordnung produziert: Damit die Jungbäume nicht mit hohen Gräsern um Licht und Wasser kämpfen müssen, weiden Shropshire-Schafe zwischen den Bäumen bzw. wird das Gras regelmäßig ausgemäht. Eine Liste ökologischer Christbaum-Produzenten ist erhältlich unter: www.umweltberatung.at.
Zusatzidee
Lebende Bäume holt man am besten aus der Baumschule und nicht aus Monokulturen. Sie werden regelmäßig umgepflanzt und können dadurch rund um den Ballen besser Haarwurzeln bilden. Lebende Christbäume sollten nicht länger als zehn Tage in beheizten Räumen stehen, danach kühl überwintern und erst im März im Freien eingepflanzt werden.
Auch das macht Sinn: Hat man nicht die Möglichkeit, den Baum nach den Festtagen im eigenen Garten zu kompostieren oder zu Brennholz zu verarbeiten, sollte man ihn bei Christbaumsammelstellen (Wien: www.abfall.wien.at., www.abfallverband.at) entsorgen. Schmuck, Lametta und Metallhaken unbedingt abnehmen, wieder verwenden oder getrennt entsorgen. Mit Kunstschnee besprühte Zweige sind nicht mehr kompostierbar. Plastikweihnachtsbäume sollte man generell meiden, ihre Herstellung als auch die Entsorgung belasten die Umwelt.

Das Festessen
Die Fakten
Kurze Transportwege, artgerechte Haltung bzw. Öko-Aufzucht sind wichtige Qualitätskriterien für Karpfen, Gans, Lamm und Co. Der Genuss von saisonalem Gemüse trägt ebenfalls zum Umweltschutz bei.
Die grüne Alternative
Den Bio-Festbraten unbedingt rechtzeitig vorbestellen, damit man dann nicht doch mit herkömmlichen Produkten kochen muss. Bio-Weidegänse kann man – je nach Größe der Tafelrunde – in mehreren Gewichtsklassen bestellen. Bezugsquellen findet man z. B. unter: www.biobauern-austria.at und www.bewusstkaufen.at. Dort gibt es auch schmackhafte regionale Beilagen wie Kürbis, Rotkraut oder Erdäpfel per Zustellung.
Zusatzidee
Auch Fischliebhaber können ökologisch schlemmen: Sie kaufen Fisch aus gesunden Beständen, der mit schonenden Fangmethoden gefangen wurde (wie z. B. mit der Angel gefangener Thunfisch) oder aus nachhaltiger Aquakultur stammt. Ein gesunder Leckerbissen aus Österreich ist der Alpenlachs aus umweltfreundlicher Züchtung. Ein aktueller Fisch-Ratgeber bietet eine Übersicht, welche Fischarten empfehlenswert sind: www.greenpeace.at.

Die Geschenke
Die Fakten
Sinnvoll sind nur Weihnachtsgaben, die nicht als Staubfänger enden oder wahllos weitergegeben werden, weil man keine Verwendung dafür hat. Ideen dafür gibt es genug: Regionale Delikatessen (www.genuss-region-shop.at) und (selbst geschriebene) Gutscheine für Freizeitaktivitäten oder einen Wellnessaufenthalt machen zumeist mehr Freude als Luxusgüter.
Die grüne Alternative
Präsente, deren Herstellung unnötig viele Ressourcen verbraucht, kann man gerade zu Weihnachten bewusst vermeiden. Beim Einkauf sollte man daher auf nachhaltige Produktion, fairen Handel, natürliche Materialien (Holz statt Plastik) oder bei Elektrogeräten auch auf den Stromverbrauch achten.
Zusatzidee
Was schenkt man jemandem, der schon alles hat? Eine Spende für Natur-, Tier- oder Umweltschutz kann in vielen Fällen sogar steuerlich abgesetzt werden. Viele Umweltorganisationen bieten über Online-Shops zudem ausgefallene Geschenksartikel und Spielzeug mit Gütesiegel an.
Transparente Folien, Geschenksbänder aus Plastik oder alubeschichtetes Papier landen nach dem Fest auf dem Müll und belasten die Umwelt. Recyceltes Geschenkspapier, wiederverwendbare Schmucktaschen aus Papier oder zweckentfremdete Zeitschriften punkten als umweltfreundlichere Verpackungsideen.

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