Der Rhythmus, der Müde macht

Ausgabe 03/2010
Alle, die mit Kleinkindern zu tun haben, wissen, dass es seine Wirkung nicht verfehlt, zumindest meistens – das Schlaflied.

Kaum hat das Sandmännchen ein paar takte gesungen, schon fallen den Knirpsen die Augen zu. Warum aber ist das so? Hirnforscher Martin Spitzer ist dem Phänomen auf den Grund gegangen und hat herausgefunden, dass der Rhythmus von Wiegenliedern praktisch auf der ganzen Welt identisch ist. Deren takt ahmt nämlich die Eigenfrequenz des Körpers nach und das Lullt ein. Bei der Liedauswahl ist allerdings höchste Umsicht angebracht. Die ersten musikalischen eindrücke, die ein neuer Erdenbürger sammelt, können seine seelische und geistige Entwicklung nämlich nachhaltig beeinflussen.
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