Montag, 27. Mai 2019

Wunderobst Apfel

Ausgabe 09/2012
Jeder Österreicher isst im Schnitt 29 Kilo Äpfel pro Jahr, damit sind sie unser Lieblingsobst. Zu Recht: Denn kaum eine andere Obstsorte ist so gesund und vielseitig verwendbar wie der Apfel.


Eva soll Adam mit dem Apfel verführt haben, Schneewittchen wurde mit ihm vergiftet und Königen und Kaisern diente er als Symbol der Macht. Schon seit jeher spielt der Apfel in Märchen und Mythen eine zentrale Rolle. Aber auch gesundheitlich hat der Apfel einiges zu bieten. „An apple a day keeps the doctor away“ (Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern), so lautet ein englisches Sprichwort. Warum das so ist, erklärt Franz Schaden, Marketingleiter von Obst Partner Steiermark (frisch-saftig-steirisch). „Der Apfel ist deshalb so gesund, weil er sehr viele positive Inhaltsstoffe beinhaltet, die der Körper benötigt, und die ausgewogene Vielfalt macht diesen zu einem Nahrungsmittel von unschätzbarem Gesundheitswert. Deshalb: kein Tag ohne Apfel.“ Selbst geschädigte Haut soll durch regelmäßiges Essen von Äpfeln wieder verjüngt werden.

Geballte Kraft. Äpfel stärken das Immun- und Nervensystem, fördern unsere Konzentrationsfähigkeit und halten unser Gedächtnis auf Trab. So fanden Forscher heraus, dass ein Apfel pro Tag Alzheimer vorbeugen kann. Sogar das Wachstum von Krebs-tumoren lässt sich verhindern bzw. verlangsamen, denn in den knackigen Früchten steckt der antioxidative Wirkstoff Quercetin. Dieser hemmt Entzündungen und macht freie Radikale unschädlich. Damit nicht genug: Der Apfel enthält jede Menge Vitamine und Spurenelemente, die die körpereigenen Abwehrkräfte stärken und die Herzgesundheit fördern. Die meisten von ihnen befinden sich übrigens in der Schale oder unmittelbar darunter, deshalb Äpfel immer mit der Schale essen. Im Apfel stecken auch eine Menge Ballaststoffe, die zu einer besseren Sättigung führen, die Verdauung ankurbeln und vor Darmkrebs schützen. Übrigens: Ein Apfel besteht zu rund 85 Prozent aus Wasser und hat nur rund 60 Kalorien. Schaden schwärmt: „Unsere Produzenten achten sehr penibel darauf, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Kriterien erfüllt werden, jeder Apfel, jede Sorte hat seine Spezifika.“ Tipp für den Einkauf: Ein guter Apfel verströmt einen feinen Duft. Verlassen Sie sich eher auf den Geruch als auf das Aussehen, makellose Äpfel sind häufig „Industrieware“ und oft weniger geschmacksintensiv. Greifen Sie nur zu Äpfeln mit einer glatten Schale, die sich fest anfühlt und keine Druckstellen aufweist. Wichtig: Äpfel aus dem Supermarkt vor dem Genuss unter warmem Wasser gründlich waschen. Oder Sie kaufen unbehandelte Äpfel beim Biobauern oder in Bioläden.

Unser CD-Tipp: MINIs ultimative Apfelparty
MINI, der kleine Apfel, ist mittlerweile zum Botschafter für eine neue Bewegung in Sachen Gesundheit geworden. Mit „vitaminreichen“ Liedern und Texten werden unsere Kinder zu einem gesünderen Lebensstil motiviert. Hörprobe und Bestellmöglichkeit: unter www.frisch-saftig-steirisch.at. Preis: per Nachnahme € 14,50, per Vorauskassa € 11,50.

Apfelsorten. „Zu den beliebtesten Äpfeln der Österreicher zählen Golden Delicious, Gala, Jonagold, Estar, Braeburn und Gloster“, so Schaden. Übrigens: Rund 80 Prozent aller in Österreich verkauften Äpfel kommen von den mehr als 1000 frisch-saftig-steirischen Apfelbauern. Und: Jährlich werden rund 70.000 Tonnen weltweit in über 30 Länder exportiert. Ob zum Kochen, zum Backen oder frisch verzehrt: Äpfel sind wahre Allrounder. Und was wäre die österreichische Küche ohne den Apfelstrudel? Tipp: Am besten verwenden Sie würzig-fruchtige Äpfel wie Elstar für die Zubereitung eines Apfelstrudels. Aber auch ein selbst gemachtes Apfelmus, Apfelkompott oder Apfelsaft schmecken hervorragend. Probieren Sie einfach ein Apfelrezept aus, wie z. B. Apfel im Schlafrock, Apfelspalten oder Scheiterhaufen. „Ich finde, der Apfel sollte in keiner Küche fehlen“, ergänzt Schaden.

Warum ist der Apfel rot? Die rote Farbe vieler Äpfel dient diesen als Schutz vor den Sonnenstrahlen. Je intensiver die Sonne scheint, desto mehr roter Farbstoff wird durch den höheren Zuckergehalt in der Apfelschale produziert. Gelbe oder grüne Äpfel sind aufgrund ihres geringen Zuckeranteils widerstandsfähiger gegenüber der UV-Strahlung.

Der Apfel als Haus- und Schönheitsmittel
  • Apfelessig lindert Hals- und Rachenentzündungen. Trinken Sie ein Glas heißes Wasser schluckweise mit einem Esslöffel Honig und einem Teelöffel Apfelessig.
  • Ein Apfel vor dem Zubettgehen verhindert Schlafstörungen, ein Apfel in der Früh hilft beim Munterwerden.
  • Wer unter Nervosität leidet, sollte es mit einem Apfeltee probieren. Ein nicht geschälter Apfel wird in Scheiben geschnitten und mit einem Liter kochendem Wasser übergossen. Anschließend das Getränk zwei Stunden ziehen lassen, dann ist der Tee trinkfertig.
  • Für eine reine und geschmeidige Haut sorgt eine Apfelmaske. Ein geschälter Apfel wird gerieben und mit ein wenig Honig verrührt, die Mischung ca. 20 Minuten auf der Gesichtshaut einwirken lassen und anschließend vorsichtig abwaschen.
  • Ein roher Apfel – gründlich gekaut – hilft gegen Stuhlträgheit.

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