Montag, 13. Juli 2020

Winterzeit ist Suppenzeit - Hühnersuppe

Ausgabe 2019.12/2020.01
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Hühnersuppe – bewährtes Hausmittel bei grippalen Infekten
Auch eine weitere Tradition hat durchaus noch heute Sinn: Denn kratzte früher der Hals oder lief die Nase – dann gab es eine heiße Hühnersuppe. Sie wird schon seit Jahrhunderten als bewährtes Hausmittel bei grippalen Erkrankungen eingesetzt. Dass das nicht nur Aberglaube ist, konnten Forscher der Universität von Nebraska nun wissenschaftlich belegen. Die Forscher kochten eine Hühnersuppe aus Huhn und Gemüse, Zwiebeln, Erdäpfeln, Karotten, Sellerie und Petersilie. Und fanden heraus, dass im Körper ganz bestimmte weiße Blutkörperchen, die sogenannten Neutrophilen, die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind, in ihrer Bewegung blockiert werden. Sie werden bei Virusinfektionen, also auch beim grippalen Infekt, in großen Mengen freigesetzt und lösen Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute in den oberen Atemwegen aus. Weitere Studien deuten darauf hin, dass sich das in der Hühnerbrust enthaltene Carnosin positiv auf die Immunabwehr auswirkt. Dadurch können Krankheitserreger besser abgewehrt und bekämpft werden. Außerdem hilft die Hitze der Hühnersuppe, die Viren zu bekämpfen. Sie sind nämlich temperaturempfindlich und werden so in ihrer Vermehrung gehemmt. „Wer die entzündungshemmende und wärmende Wirkung der Hühnersuppe noch steigern will, kann ein Stück Ingwerwurzel, etwas Chili und eine Handvoll schwarze Bohnen mitkochen“, weiß TCM-Ärztin Dr. Cecilia Deri. „Das ist besonders zu empfehlen für Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion, die ständig frieren.“ Gleichzeitig befeuchtet der heiße Dampf die Schleimhäute, was den Abfluss des Sekretes in den Atemwegen fördert.

Fischsuppen
Suppen aus Fischen sind eine besondere Delikatesse und geben uns auch im Winter ein Gefühl von Sonne, Sand und Meer. Sie werden aus Fischen mit oder ohne Meeresfrüchte hergestellt und können klar, gebunden oder cremig sein, mit oder ohne Einlagen. Die meisten Fischsuppen werden aus Salzwasserfischen zubereitet – die bekanntesten Rezepte wie beispielsweise die französische Bouillabaisse stammen daher vor allem aus Küstenregionen, besonders am Mittelmeer. Aber auch die österreichische Küche hat Fischsuppen zu bieten, wie etwa die Fischbeuschelsuppe, die aus den verschiedenen Teilen des Karpfens besteht.
Aber egal ob Suppen aus Gemüse, mit Fleisch oder Fisch: Gönnen Sie sich im Winter diesen wärmenden Muntermacher. Mahlzeit!

Löffel für Löffel zu mehr Gesundheit

GESÜNDER LEBEN nennt 7 gute Gründe, mehr Suppen zu essen.

1. Suppen sind reich an Nährstoffen
Durch das lange und langsame Kochen lösen sich Nährstoffe z. B. aus mitgekochtem Fleisch oder Knochen. Vitamine und Mineralien im Gemüse bleiben in der Suppe, weil man das Kochwasser mitisst.

2. Suppen sind gut für die Verdauung
Gekochte und pürierte Nahrung ist besser verdaulich als Rohkost. Suppe hat durch das längere Kochen auch eine wärmende Wirkung und so wird unser Verdauungsfeuer warm gehalten. Aber auch eine Suppe sollte man kauen, damit die Nahrung sich mit Speichel durchmischt, wo sich die ersten Verdauungsenzyme befinden.

3. Suppen können gut vorbereitet und mitgenommen werden
Gesund zu essen, ist manchmal schwierig. Besonders wenn man viel unterwegs ist, kann man Suppe in der Thermosflasche mitnehmen. Übrigens: Um Zeit zu sparen, kann man größere Mengen kochen und einen Teil davon einfrieren.

4. Suppen helfen, den Gemüseanteil in der Ernährung zu erhöhen
Suppen helfen, fast unbemerkt mehr Gemüse zu essen. Der Gemüsegeschmack ist in einer cremigen Suppe auch weniger auffällig. Gemüsesuppen enthalten wichtige Nährstoffe für unsere Mitbewohner, die Darmbakterien. Außerdem enthält Gemüse hochwertiges Wasser, sättigt durch seine Ballaststoffe und fördert die Verdauung.

5. Suppen helfen, Stress zu reduzieren 
Suppen kann man meistens problemlos auch eine halbe Stunde länger auf dem Herd lassen als vorgesehen. Wenn alle Zutaten drin sind, kann man sich außerdem um andere Dinge kümmern und braucht nicht am Herd zu stehen. Auch beim Essen helfen Suppen, Stress zu reduzieren: Eine warme Suppe wird normalerweise langsam gelöffelt.

6. Suppen entgiften und unterstützen beim Abnehmen
Suppen belasten die Verdauung weniger und können den Körper dabei unterstützen, Giftstoffe schneller aus dem Körper zu transportieren. Zum Entgiften eignen sich vor allem reine Gemüsesuppen und Suppen ohne Milchprodukte. Suppen sind auch ein guter Weg, um mehr grünes Blattgemüse in die Ernährung einzubauen. Denn die haben durch das Chlorophyll eine entgiftende Wirkung. Suppen liefern viele wertvolle Ballaststoffe und sind meist gute Basenlieferanten. Das Abnehmen mit Suppen fällt leichter, weil man durch das langsame Essen einer heißen Suppe besser und schneller satt wird. Falls Sie abnehmen wollen, sollten Sie aber stärkereiche Zutaten wie Erdäpfel, Reis oder Nudeln als Suppeneinlage weglassen.

7. Suppen stärken das Immunsystem
Insbesondere Fleisch- oder Fischsuppen aus Hühnerknochen, Rindersknochen oder auch Fischgräten enthalten viel L-Glutamin. Diese Aminosäure hilft, Entzündungen an der Darmschleimhaut zu lindern, und begünstigt die Körperabwehrkräfte. Außerdem enthalten Suppen meistens Kräuter, die ebenfalls unsere Immunabwehr stärken.

Übersicht zu diesem Artikel:
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