Dienstag, 21. Mai 2019

Süßes aus der Tiefkühltruhe

Ausgabe 06/2012
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Läuft Ihnen beim Anblick eines Topfenstrudels, Erdbeer- oder Marillenknödels das Wasser im Mund zusammen, Sie haben aber keine Muße, diese Köstlichkeiten selber auf den Tisch zu zaubern? GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Sie trotz Zeitmangels nicht auf die süßen Leckereien verzichten müssen.

Foto: iStock - fatihhoca
Warum ist Österreich als Urlaubsland so beliebt? Wohl wegen unserer wunderschönen Landschaft und weil wir uns und unsere Gäste mit einer Vielzahl an süßen Mehlspeisen verwöhnen können. Marillenknödel, Powidltascherln, Germknödel oder Apfelstrudel zählen zu den typisch österreichischen Spezialitäten, die ihren Ursprung in der böhmisch-ungarischen Küche haben. In unserer hektisch durchorganisierten Zeit, die minutiös geplant ist, finden wir aber meist nicht die Muße, solche Köstlichkeiten selber zuzubereiten. Es gibt aber eine Lösung! Das Angebot an tiefgekühlten österreichischen Mehlspeisspezialitäten ist so vielfältig wie nie zuvor. Naschkatzen und Strudelliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Und: Die Zubereitung geht einfach und schnell. Peter Harrer, Marketing- und Verkaufsleiter von Toni Kaiser: „Germknödel, Marillenknödel und Apfelstrudel sind besonders beliebt. Diese Mehlspeisen gibt es in Österreich schon seit sehr langer Zeit und Generationen sind damit aufgewachsen. Aber das Wichtigste ist, dass sie hervorragend schmecken.“ Ganz allgemein: Die Nachfrage nach Tiefkühlprodukten – von Gemüsen über Fisch bis zu Süßspeisen – steigt stetig. Das beweist eine aktuelle Studie: Der Pro-Kopf-Verbrauch der Österreicher beträgt im Schnitt knapp 25 Kilogramm Truhenkost im Jahr.

Wie gesund sind Tiefkühlprodukte? Die Konsumenten legen immer mehr Wert auf gesunde Ernährung. Die Hersteller erfüllen diesen Anspruch, indem sie ausschließlich ausgewählte Lebensmittel und Zutaten verarbeiten, die noch ganz frisch sind. So wird nur einwandfreie Ausgangsware verarbeitet, die Ernte geschieht zum günstigsten Reifezeitpunkt und die Verarbeitung erfolgt innerhalb weniger Stunden. „Bei tiefgefrorenen Produkten wird auf sämtliche Konservierungsstoffe und künstliche Aromen verzichtet. Wir verwenden fast ausschließlich Rohstoffe aus Österreich – fast ausschließlich deshalb, weil etwa Rosinen in so großen Mengen, die wir für die Zubereitung beispielsweise für den Apfelstrudel benötigen, in Österreich nicht erhältlich sind.“ Und wie gesund sind Tiefkühlprodukte? Harrer: „Generell kann man sagen: Tiefkühlprodukte sind genauso gesund oder ungesund wie alle Speisen. Durch das Schockgefrieren bei der Produktion gehen keine Vitamine und Nährstoffe verloren.“ Für Kalorienbewusste: Tiefgefrorene Mehlspeisen wie z. B. der Apfelstrudel oder die Powidltascherln unterscheiden sich in der Kalorienmenge nicht von selbst gemachten Köstlichkeiten.

Tiefkühl-Produkte: Ihr Guide
  • Achten Sie darauf, dass die Truhe – sowohl im Supermarkt als auch jene zu Hause – gut gepflegt und wenig vereist ist.
  • Anhand des Thermometers, das in jeder Truhe gut sichtbar angebracht sein soll, können Sie kontrollieren, ob die vorgeschriebene Temperatur von mindestens minus 18 Grad auch eingehalten wird.
  • Kaufen Sie keine Ware, die über die rote Stapelmarke herausragt. Nur unterhalb dieser Markierung ist die Ware optimal gefroren.
  • Achten Sie auf eine unbeschädigte Verpackung. Andernfalls kann es zu Gefrierbrand und Aromaverlusten kommen.
  • Große Eiskristalle an der Verpackung deuten darauf hin, dass das Produkt schon einmal angetaut war, die Kühlkette also unterbrochen wurde.
  • Ideal ist es, wenn Sie für den Transport nach Hause eine Kühl- oder Isoliertasche verwenden, die es im Supermarkt für wenig Geld zu kaufen gibt. Auf jeden Fall sollte die Tiefkühlkost ganz schnell wieder bei Ihnen im Gefrierfach verstaut werden.


Vorteile tiefgefrorener Mehlspeisen. Neben der bereits erwähnten Zeitersparnis und der problemlosen Zubereitung erfreut vor allem auch die praktische Vorratshaltung jede Hausfrau oder jeden Hausmann. In der Tiefkühltruhe können Mehlspeisen ohne zu verderben über einen langen Zeitraum aufbewahrt werden. Das hat den Vorteil, dass vor allem saisonale Produkte wie Marillen oder Beerenfrüchte völlig unabhängig von der Jahreszeit ganzjährig verarbeitet und genossen werden können.

Auftauen, aber richtig. Das richtige und sanfte Auftauen der tiefgefrorenen Mehlspeisen ist wichtig – allein schon deshalb, damit die Köstlichkeiten auch auf dem Teller optisch und geschmacklich überzeugen. Süße Speisen, die gefroren waren, sollten Sie am besten innerhalb von 24 Stunden verzehren. Vorsicht: „Unbedingt darauf achten, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird, das Produkt darf auf keinen Fall auf- oder angetaut sein“, empfiehlt Harrer. Denn sonst können sich gefährliche Bakterien entwickeln, die für die Gesundheit schädlich sind. Tiefgekühltes am besten im Kühlschrank auftauen und nicht bei Zimmertemperatur. Wer es besonders eilig hat, sollte das Auftrauen lieber der Mikrowelle überlassen.

Übersicht zu diesem Artikel:
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