Montag, 18. Februar 2019

Süß und gesund – geht das?

Ausgabe 10/2011
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Auch Zucker – egal in welcher Form – sollte bewusst genossen werden. Denn im Schnitt essen wir viel zu viel davon – weil Zucker in Limonaden, aber auch Fertiggerichten in Übermaß  enthalten ist!

Foto: Miriam Höhne
Ein Leben ohne Zucker – unvorstellbar! Der schnelle Energielieferant ist  das Genussmittel schlechthin. GESÜNDER LEBEN  untersucht Mythen rund um die süßen Seiten des Lebens und stellt  Alternativen zum weißen Zucker vor.

Wir haben einen Narren an ihm gefressen. Weil er in Zuckerln, Schokoladen, Mehlspeisen oder im Kaffee unseren Geschmacksnerven schmeichelt, als Seelentröster dient und uns auf Trab bringt. Die beliebteste Sorte, weißer, raffinierter Haushaltszucker, hat zwar mit rund 400 Kalorien pro 100 g weit weniger Brennwert als etwa Fette mit bis zu 900 Kalorien. Ernährungswissenschaftler verweisen allerdings auf seinen geringen Nährwert – was ihn von seiner wertvolleren Konkurrenz unterscheidet. Dazu kommt, dass wir über den Umweg Fertignahrung und Limos meist unbewusst Unmengen an Zucker zu uns nehmen – mehr, als unserem Organismus und unserer Linie lieb ist. Fazit: Wir konsumieren unterm Strich einfach zu viel davon. GESÜNDER LEBEN hat sich deshalb nach süßen Alternativen umgesehen.

Süße Power. Nie war die Auswahl an Süßungsmitteln vielfältiger als heute. Das bei weitem gebräuchlichste – der Haushaltszucker (Saccharose) – zählt wie fast alle Zuckerarten zu den Kohlenhydraten. In unseren Breiten zumeist aus Zuckerrüben, ist er ein unentbehrlicher Geschmacksträger, wirkt stimmungsaufhellend, da er die Bildung des Glücksbotenstoffes Serotonin anregt, stärkt unsere Nerven und verhilft uns zu einem schnellen Energieschub. Er wird nämlich sehr rasch von der Darmwand aufgenommen, fährt direkt in die Blutbahn, um so den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Die Kehrseite: Dieser positive Effekt währt nur kurz, da er auch flugs wieder abgebaut wird. Und: In raffiniertem, weißem Zucker sind kaum Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente enthalten – anders als etwa in Honig, braunem Vollrohrzucker oder Roh-Rohrzucker.   

Zucker- und Schattenseiten. Leider wahr: Süßes kann zur Übersäuerung des Körpers führen, Karies verursachen und sogar richtig süchtig machen. Mittlerweile ist sattsam bekannt, dass Softdrinks oder Milchgetränke oft stark überzuckert sind. Wer ist sich aber bei Tiefkühlpizza, Ketchup oder Salatdressing bewusst, dass er bereits in eine süße Falle getappt ist? In industriell erzeugter Fertignahrung verstecken sich zahlreiche Zucker(Austausch)arten – auf den Packungen unter diversen E-Nummern zu entlarven. Diese machen sukzessive dick, manche stehen im Ruf, sogar gesundheitsschädlich zu sein.

Während etwa die natürliche Fruktose aus Frischobst einer der wertvollsten Süßstoffe überhaupt ist, geriet der Nahrungsmittelbestandteil „künstlicher Fruchtzucker“ zuletzt ins Visier von Medizinern. Er soll gemäß einer aktuellen, schwedischen Studie u. a. das Herzinfarktrisiko, böses Cholesterin und Übergewicht erhöhen bzw. begünstigen. In Summe raten Experten, nicht mehr als 100 g Zucker täglich zu verzehren. Die Weltgesundheitsorganisation WHO legt die Latte gar noch tiefer: Sie empfiehlt Erwachsenen eine Tagesration von 50 bis
60 g. GESÜNDER LEBEN rät daher: Versuchen Sie Ihren Zuckerkonsum (bewusst) zu reduzieren; und vor allem: Folgende Alternativen können Ihnen das Leben gesund versüßen!


Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Süß und gesund – geht das?
Seite 2 Zucker von A bis Z

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