Montag, 16. September 2019

Spinat

31. August 2011

Spinat - lebenswichtig für ungeborene Kinder
Spinat ist ein Jungmacher, er wirkt im Dreier-Vitaminpaket gegen freie Radikale, und ist als excellenter Folsäurelieferant besonders wichtig für werdende Mütter. Die Mär von riesigen Mengen Eisen, die Generationen von Kindern den Spinat verhasst machte, beruhte auf einem Kommafehler. Für Kinder ist Spinat gar nicht so wichtig. Im Gegenteil, die im Spinat vorkommenden Pflanzensäuren sind häufig Ursache für Alergien bei den Kleinen. In der Erwachsenenernährung kommt ihm allerdings eine bedeutende Rolle zu.



Im Kampf gegen freie Radikale
wirken die drei Vitamine Beta-Carotin, Vitamin E und C gemeinsam sehr viel effektiver als einzeln. Spinat enthält alle drei Radikalenfänger und gilt neben Tomaten und Karotten als wichtigstes Gemüse, den durch freie Radikale hervorgerufenen Zellzerstörungen (u.a. Alterungsprozess, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) vorzubeugen.

Spinat ist eine ausgezeichnete Folsäurequelle. In Deutschland nehmen 60% der Frauen zuwenig Folsäure zu sich und riskieren damit - im Falle einer Schwangerschaft - sogar einen Abortus oder die Gesundheit des ungeborenen Kindes. Folsäure spielt eine entscheidende Rolle in der normalen Entwicklung des Fötus, besonders bei der Formung des Zentralnervensystems.

Ein Spinatsalat mit 50 Gramm Spinat kann bereits ein Viertel des Tagesbedarfs von etwa 0,4 mg (Männer kommen laut Deutsche Gesellschaft für Ernährung mit 0,15 mg aus) decken. Schwangere brauchen allerdings doppelt soviel! Eine Studie der Harward University in Boston hat darüber hinaus die wichtige Rolle des Spinats für unsere Augen bewiesen. Durch seine Reichen Mengen an Vitamin A und dem Provitamin Beta-Carotin wirkt er auf die Bildung des Sehpurpurs im Auge.

Außerdem hat man im Pflanzenfarbstoff die sogenannten Karotinoide in großen Mengen nachgewiesen, eine Substanz, die die Augen schützt. Übrigens, Japaner haben Spinat für so gesund befunden, dass sie erfolgreich Spinatgene in Schweine einpflanzten. Den Gesundheitswert des "Spinatfleisches" sollen zukünftige Studien beweisen.

100 g Spinat haben 15 Kalorien und enthalten (nur die wichtigsten Inhaltsstoffe genannt, er enthält u.a. auch Kalium, Magnesium, Jod, Eisen, Phosphor...):

  • 2,6 g Ballaststoffe
  • 126 mg Kalzium
  • 0,6 mg Vitamin A
  • 1,4 mg Vitamin E
  • 51 mg Vitamin C
  • 145 µg Folsäure
  • 3,6 mg Beta Carotin
  • 17,3 mg Carotinoide

Nitrat das Böse im Spinat?
Spinat gehört zu den nitratreichen Lebensmitteln. Nitrat ist selbst nicht schädlich, es kann aber durch falsche Behandlung zu Nitrit umgewandelt werden, das den Sauerstofftransport im Blut behindert und als Nitrosamin (entsteht u.a. aus einer Reaktion zwischen Nitrit und sogenannten sekundären Aminen unter den sauren Bedingungen des Magensaftes) im Verdacht steht, krebsfördernt zu sein.

Achten Sie daher bei der Behandlung und dem Verzehr von Spinat auf folgendes:
  • Kaufen Sie Freilandware, denn Sonnenlicht fördert den Umbau von Nitrat zu pflanzeneigenem Eiweiß.
  • Entfernen Sie die dicken Stengel und großen Blätter, sie enthalten die größte Nitratmenge. Für Rohkostsalat nur die jungen Blätter verwenden.
  • Durch Garen kann der Nitratgehalt um bis zu 70% gesenkt werden. Kochwasser daher nicht weiterverwenden!
  • Spinat sofort nach dem Kochen servieren! Durch Aufbewahren bei Zimmertemperatur und langes Warmhalten entsteht besonders viel Nitrit.
  • Wollen Sie Spinat aufbewahren, blanchieren Sie ihn kurz, schrecken ihn in Eiswasser ab und drücken Sie das Restwasser heraus. Das erhält nicht nur die sattgrüne Farbe sondern beugt Nitritbildung vor. Zur Verhinderung von Oxidationsvorgängen können sie den Spinat mit einer Schicht Olivenöl abdecken, bevor sie ihn in den Kühlschrank stellen.
  • Servieren Sie reichlich Vitamin C zum Spinat, also Orangensaft, eine Paprika im Spinat-Salat oder essen Sie eine Kiwi zum Dessert, auch Erdäpfeln als Beilage sind geeignet. Vitamin C schützt vor der toxischen Wirkung des Nitrits und kann die Bildung von Nitrosamin hemmen.
  • Handelsübliche Tiefkühlkost ist schonend verarbeitet und garantiert so, dass alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten bleiben und die Nitritbildung verhindert wird.

Spinat - nichts für Nierenstein-Patienten!
Spinat enthält sehr viel Oxalsäure, die sich an die im Spinat reichlich enthaltenen Mineralstoffe bindet. Gebundene Mineralstoffe, vor allem Kalzium, werden schwerer ausgeschieden und fördern die Bildung von Nierensteinen (Oxalsäuresteinen).

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