Samstag, 16. Februar 2019

So wird Ostern zum Fest!

Ausgabe 03.2015

Schinken, Eier und viele Süßigkeiten –  das Osterfest ist ein kulinarischer Höhepunkt des Jahres. GESÜNDER LEBEN gibt Tipps, wie diese Feiertage zu wahren Festtagen werden.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - Julietart

Haben Sie auch 40 Tage lang auf Alkohol, Süßes sowie Fleisch verzichtet und die Zeit genutzt, um ein wenig abzunehmen? Dann ist die Freude nun doppelt groß: denn mit Ostern kommt das Ende der Fastenzeit! Frischer, selbst gemachter Schinken, bunt bemalte Ostereier und ein selbst gebackenes Osterlamm – schon beim Gedanken an die Osterjause läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Freunde und Verwandte werden besucht. Tagelanges Schlemmen macht sich dann aber oft auf den Hüften und am Bauch bemerkbar. Doch das muss nicht sein, weiß Buchautorin Elisabeth Auersperg-Breunner. Denn: „Im Frühling gibt es so viele frische Kräuter, wenn man sie richtig anwendet, helfen sie der Gesundheit und beim Abnehmen. So z. B. Brennnessel, Bärlauch oder Spargel. Diese Kräuter wirken blutreinigend, entwässernd und entschlackend.“ Außerdem ist Auersperg-Breunner der Meinung, „dass man die Zeit vor Ostern als Fastenzeit nützen sollte. Nicht nur, dass ich meiner Figur etwas Gutes tue, ich kann auch ein bisschen zur Ruhe kommen und viel Bewegung im Freien machen.“

Buchtipp

ostern-buchElisabeth Auersperg-Breunner
Ostern – Tradition, Dekorationsideen, Rezepte
Brandstätter Verlag, 192 Seiten, 26,90 Euro

Der Frühling kommt, die Tage werden wieder länger und wir feiern das höchste Fest des Kirchenjahres: Ostern. Elisabeth Auersperg-Breunner erzählt von den Ursprüngen uralter kirchlicher Riten und von Traditionen rund um das Osterfest. Von Starkoch Adi Nairz gibt es sechs kunstvoll zubereitete Ostermenüs.

Gesundes Ostermenü. Der Osterschmaus muss nicht immer aus einem deftigen Braten oder Kuchen bestehen. Blättern Sie in Ihrem Kochbuch und stellen Sie ein ausgewogenes Festmahl zusammen, das gesunde Fette und komplexe Kohlenhydrate beinhaltet. Achten Sie zum Beispiel beim Osterschinken auf den Fettgehalt. Kaufen Sie ein mageres Stück Fleisch und schneiden Sie das Fett weg. Dazu schmeckt sehr gut ein knuspriges Vollkornbort mit Kren. Kren stärkt das Immunsystem und schützt vor Erkältungen. Denn: Kren enthält mehr Vitamin C als Orangen. Sie können aber auch gänzlich auf den traditionellen Braten verzichten. Greifen Sie zu gedünstetem Lachs oder kalorienarmer Pute. Essen Sie viel Gemüse und vermeiden Sie kalorienreiche Beilagen wie zum Beispiel Pommes frites. Frisches Gemüse wie Radieschen, Paradeiser, Paprika, Gurken oder Frühlingszwiebel gibt es jetzt zu kaufen. Sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und sind reich an Ballaststoffen. Da Gemüse prinzipiell wenige Kalorien hat, ist es ideal, um sich satt zu essen. Bei Kräutern gilt dasselbe wie bei Obst und Gemüse. Saisonale und regionale Produkte aus der Umgebung sind anderen vorzuziehen. Besonders zu empfehlen ist Bärlauch. Bärlauch ist reich an Magnesium, Vitamin C und Eisen und stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern kräftigt das Haar und macht die Haut glatt und geschmeidig. Damit das Aroma und der hohe Vitamin-C-Gehalt auch erhalten bleiben, sollte er roh oder nur kurz erhitzt gegessen werden. Naschen ist erlaubt! Natürlich muss man zu Ostern nicht ganz auf Schokolade verzichten. Tipp: Bevorzugen Sie eher dunkle Schokolade anstelle heller. Denn der Anteil an Kakao ist höher. Die im Kakao enthaltenen Flavanoide verbessern den Stoffwechsel. Dunkle Schokolade hat zwar mehr Fett, aber weniger Zucker als Milchschokolade.

Das Osterei. „Ostereier sind ein Zeichen der Fruchtbarkeit“, weiß Auersperg-Breunner. Äußerlich sieht ein Ei leblos aus, fast so hart wie ein Stein. Aber innen drinnen wächst etwas heran. Ab einem gewissen Zeitpunkt sprengt es die harte Schale. Heraus kommt ein kleines, süßes Küken. Das symbolisiert, dass im Frühling die Natur wieder erwacht und frisch erblüht. „Die Symbolik des Ostereis wirft viele Fragen auf“, weiß Ernährungswissenschafterin Mag. Angela Mörixbauer aus Waidhofen an der Ybbs. Denn: „Eier haben sehr viel Cholesterin.“ Wissenschafter vertraten jahrelang die Meinung: Wenn ein Nahrungsmittel viel Cholesterin enthält, heißt das gleichzeitig, dass unser Cholesterinspiegel angehoben wird. Beim Ei stimmt das nicht. Mittlerweile weiß man auch, warum das so ist: Es ist richtig, dass das Eigelb viel Cholesterin enthält, aber es verfügt auch über eine große Menge Lecithin. Wie Studien belegen, verhindert dieser fettähnliche Stoff, dass das Cholesterin aus dem Eigelb von der Darmwand aufgenommen wird. Also: Essen Sie Ihr Osterei mit gutem Gewissen: Denn: Das Ei gehört zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung dazu. Es enthält viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Deshalb ist das Eigelb auch so würzig und geschmackvoll. Eier sind gut verdaulich und daher für Kinder, für Personen, die viel Stress haben, und für Senioren ein guter Vitalstofflieferant.

Die Osterdekoration. Mit einer schönen Osterdekoration kann man eine heimelige und festliche Atmosphäre in den eigenen vier Wänden schaffen. Frische Frühlingsblumen oder Zweige, die ihre Knospen bald öffnen, gehören zur Osterdekoration einfach dazu. Damit die Zweige lange halten, schneiden Sie die Enden schräg ab und stellen sie in lauwarmes Wasser. Die Blüten sollten nach ein paar Tagen aufgehen und Sie können ihre Schönheit länger genießen. Der Ostertisch sollte nicht zu bunt sein. Optimal sind ein oder zwei Farben, die als Grundlage dienen. „Ich werde, da ich fünf Kinder habe, den Ostertisch klassisch dekorieren. Klassisch heißt für mich zum Beispiel selbst gefärbte Eier mit Naturfarben. Ich färbe die Ostereier mit rotem Zwiebel, roten Rüben oder Spinat. Auf meinem Ostertisch ist alles selbst gemacht. Und die Kinder unterstützen mich dabei“, freut sich Auersperg-Breunner.

 

Gesundes Festessen

Fit zu Ostern

GESÜNDER LEBEN hat fünf Tipps, wie Sie gesund und fit durch die Feiertage kommen.

  1. Bereiten Sie die Speisen möglichst fettarm zu. Greifen Sie zu hochwertigen pflanzlichen Ölen wie zum Beispiel Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Leinöl. Kochen Sie fettarm und bevorzugen Sie Garmethoden wie Dämpfen, Dünsten oder Braten im Backrohr.
  2. Verwenden Sie zum Würzen nur wenig Salz. Ein besonderes Geschmackserlebnis bekommen Sie mit frischen Garten- und Wildkräutern. Die ätherischen Öle regen die Ver­dauung an und helfen gegen Magen­schmerzen.
  3. Lassen Sie sich Zeit beim Essen. Machen Sie Pausen zwischen den einzelnen Gängen. Das Sättigungsgefühl tritt erst 15 bis 20 Minuten nach Beginn der Mahlzeit ein. Wer schnell hinunterschlingt, merkt nicht, dass er schon satt ist. Genießer spüren dagegen rechtzeitig, dass sie genug gegessen haben.
  4. Naschen Sie in Maßen. Süßigkeiten sind nicht zum Sattwerden gedacht. Torten und Desserts enthalten sehr viel Fett. Mehlspeisen aus Biskuitteig oder Vollkorn sind eine gute Alternative.
  5. Machen Sie regelmäßig Bewegung. Nehmen Sie die Stiegen statt den Lift. Ein Spaziergang bringt den Kreislauf in Schwung.

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