Mittwoch, 20. Februar 2019

So schmeckt der Sommer

Ausgabe 2015.07-08
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Wenn die Temperaturen steigen, ist es wichtig, die Ernährung auf leichte Sommerküche umzustellen – so kann der Körper die Hitze besser verkraften. Tipps und Rezepte finden Sie hier.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - Kolpakova

Die warme Mahlzeit sollten Sie eher auf die kühleren Abendstunden verschieben und dafür tagsüber kleinere Gerichte genießen“, empfiehlt Ernährungswissenschafterin Mag. Angela Mörixbauer. Dann ist es nicht mehr so heiß, der Körper schwitze weniger. Mittags genügt durchaus ein Salat oder Topfen mit Obst. Auf dem Speiseplan sollte vor allem Sommerobst stehen – allein wegen der großen Auswahl. „Essen Sie vermehrt Obst- und Gemüsesorten mit einem hohen Wasseranteil, zum Beispiel Gurken, Paradeiser, Zucchini, Radieschen, Beeren, Pfirsiche, Äpfel, Birnen oder Kirschen“, rät Mörixbauer. Um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten, sollte auf fettreiches Essen zur Gänze verzichtet werden. Das Essen sollte gut verdaulich sein, dabei viele Vitamine und Nährstoffe enthalten. Das Wichtigste ist aber, dass Sie auf das Trinken nicht vergessen.

Essen gegen Hitze. Im Sommer ist vor allem unsere Verdauung mit zu schwerem Essen überfordert. Die Hitze im Sommer verlangt von unserem Körper viel Energie, der jetzt mit der „Kühlung“ unserer Körpertemperatur beschäftigt ist. Unsere Verdauung wünscht sich deshalb leichte Kost wie Getreide, kurz gedünstetes, knackiges Gemüse, gut verdauliches Eiweiß in Form von hellem Fleisch und frischem heimischem Fisch. Achten wir bei Hitze nicht genügend auf gesundes Essen, ist es nicht verwunderlich, wenn wir stark schwitzen und uns nach einer ausgiebigen Mahlzeit nicht wohlfühlen. Durch die hohen Temperaturen verliert unser Körper beim Schwitzen nicht nur Wasser, sondern auch Spurenelemente und Mineralstoffe, welche für unser Wohlbefinden wichtig sind. Um dem entgegenzuwirken, gilt es, den Organismus ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Die Hitze macht uns alle zu schaffen. Denn: „An heißen Sommertagen ist man oft nicht so leistungsfähig wie gewohnt und fühlt sich rasch müde. Ideal sind leichte, fettarme Gerichte, die viel Flüssigkeit liefern und nicht schwer im Magen liegen“, erklärt Mörixbauer. Etwa Salate (Blattsalate, Getreidesalate, Obstsalate, Griechischer Salat, Nudelsalat, Sprossensalate), Kaltschalen (beispielsweise Gazpacho, gekühlte Paradeisersuppe, Kräuterschaumsuppe), Joghurt und Joghurtgerichte, Fischgerichte, Grillspeisen, Speisen mit viel frischen Kräutern (ideal sind zum Beispiel alle Minzearten).

Trinken! Durst ist kein guter Indikator, da sich dieser erst bemerkbar macht, wenn man bereits zu wenig getrunken hat und somit schon die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist. Daher gilt: Regelmäßig, über den Tag verteilt trinken, bevor der Durst kommt. „Grundsätzlich benötigt unser Körper rund eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit in Form von Getränken pro Tag. Bei Sport und besonders heißen Temperaturen, wenn man also viel schwitzt, sollte es mehr sein – pro Stunde schweißtreibender Bewegung rund einen Liter zusätzlich“, meint Mörixbauer. Denn schon ein Flüssigkeitsdefizit von zwei Prozent des Körpergewichts führt zu messbaren Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Leistungsabfall, Übelkeit und Kopfschmerzen. Vor allem magnesium- und kalziumreiches Mineralwasser eignet sich gut, die mit dem Schweiß verloren gegangenen Mineralstoffe zu ersetzen. Wer nur viel Leitungswasser oder mineralstoffarmes Wasser trinkt, ruft eine weitere Verminderung der Natriumkonzentration in den Körperflüssigkeiten außerhalb der Zellen hervor, beispielsweise im Blut. Dies kann zu einer Wasserverschiebung in die Zelle führen, woraus zelluläre Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen) entstehen können. Daher gilt: Achten Sie besonders bei starker Hitze und großem Schweißverlust darauf, dass das Mineralwasser genug Mineralstoffgehalt aufweist.

Lebensmittelhygiene. Damit muss man es im Sommer ganz genau nehmen, ansonsten drohen schnell Infektionen. Denn die Mikroorganismen vermehren sich bei hohen Temperaturen sehr schnell. Zu den gefährlichsten Krankheitserregern, die über Nahrungsmittel übertragen werden, gehören Salmonellen. Sie lösen Durchfall und Erbrechen aus, was besonders bei älteren Personen, Kindern und Schwangeren zu einem lebensbedrohlichen Flüssigkeitsverlust führen kann. Salmonellen finden sich besonders oft in Eiern und Geflügelfleisch und werden erst bei Temperaturen von über 70 Grad abgetötet. Im Sommer sollte man Fleisch auf jeden Fall durchgaren und auf Speisen mit rohen Eiern (etwa Tiramisu) möglichst verzichten.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 So schmeckt der Sommer
Seite 2 Sommer, Sonne, Picknick

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