Sonntag, 23. Juli 2017

Snacken ohne Reue

Ausgabe 2017.07-08

Zu fett, zu süß, zu salzig: So mancher Genuss für zwischendurch belastet leider unser Ernährungskonto. Wir zeigen, mit welchen gesunden Snacks Sie in Balance bleiben.


Foto: iStock-Maria_Lapina

Wer kennt es nicht, dieses nachmittägliche Tief, das uns zwischen 14 und 16 Uhr heimsucht, schlapp macht und die Konzentrationsfähigkeit verringert. Gab es zum Mittagessen vielleicht auch noch Pasta, Pizza oder Pommes, zieht es uns noch weiter in den Abgrund, denn die darin enthaltenen einfachen Kohlenhydrate mit dem sogenannten hohen glykämischen Index sorgen für eine körperliche Achterbahnfahrt: Das Insulin steigt zunächst rapide an, um anschließend den Blutzucker in den Keller rasseln zu lassen. Die Folge: Das heiße Verlangen nach einer süßen oder pikanten Mahlzeit steigt. Anstatt aber nun in eine Topfengolatsche, Leberkäs-Semmel oder Tafel Milchschokolade zu beißen und damit den Teufelskreislauf zu verstärken, können Sie Ihren Appetit mit Snacks, die weit gesünder und somit sinnvoller sind, stillen. „Diese sollten viele Vitamine, Mineralstoffe sowie Spurenelemente enthalten, den Blutzuckerspiegel nicht zu sehr belasten und langfristig Energie spenden“, so Ernährungswissenschafterin und „Kelly’s“-Marketingleiterin Mag. Maria Bauernfried. „Aktuelle Studien belegen, dass die Österreicher sich für gesundheitsbewusste Snacks interessieren und nicht zuletzt dank ihrer Reiselust auch offen für neue Snacks sind.“ Der Handel greift zweifelsohne diesen Trend auf: Wer in die Regale heimischer Supermarkt-Ketten und Bioläden blickt, aber auch im Internet nach gesunden Angeboten stöbert, findet immer mehr Alternativen zu klassischen Snacks. „Diese enthalten im Idealfall natürliche Zutaten und werden schonender zubereitet“, betont Bauernfried.

Gesunde Snacks für zwischendurch

• Im Ofen gebackene Süßkartoffel-Scheiben
• Granatapfelkerne
• geröstete Kürbiskerne
• Obst- und Gemüse-Smoothies
• Knäckebrot mit Hummus- oder Avocadocreme
• Nüsse/Studentenfutter
• Trockenobst
• Gemüse-Sticks mit Frischkäse
• zuckerfreie Müsliriegel
• 2 Stück Bitterschokolade

Gemüse knuspern. Neben den klassischen frittierten Erdäpfel-Chips, die sich leider mit bis zu 33 Prozent Fett auf die Hüften schlagen können, erfreuen sich salzliebende Gaumen auf der nächsten Sommerparty sicherlich auch an gesünderen „Knabbersachen“. „Dazu gehören Popcorn, die nur 16 Prozent Fett enthalten und dank des vollen Maiskorns sehr ballaststoffreich sind, Salzstangerln mit lediglich zwei bis drei Prozent Fett oder Mais- und Hirsestangen, die vor allem bei Kindern heiß begehrt sind“, erklärt Bauernfried, die im Jahr 2016 übrigens auch Marketerin des Jahres 2015 wurde. „Darüber hinaus hat beispielsweise Kelly’s das sogenannte ,Knusprige Gemüse’ neu im Sortiment. Diese Chips werden gebacken und bestehen aus glutenfreiem Mehl sowie getrocknetem Gemüsepulver. Sie kommen gänzlich ohne künstliche Zutaten aus.“ Erhältlich ist der Knusper-Genuss in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen: Rote Rübe – Kren, Karotte – Ingwer und Spinat.

Joghurt schlecken. Wer bei heißen Temperaturen hingegen nach einer erfrischenden kulinarischen Abkühlung sucht, ist mit einem „Frozen Yogurt“ bestens bedient. Das leicht gesüßte gefrorene (Magermilch-)Joghurt, das mit Früchten aufgepeppt wird, ist eine gesunde und kalorienärmere Variante zum klassischen Speiseeis. Aber Achtung: Bei fertig verpackten Produkten aus dem Supermarkt sollte man die Zutatenliste genau studieren, da sie leider oft viel Fett und Zucker enthält. Auch Toppings wie Karamell- oder Schokosauce können den Nährstoffgehalt ungünstig beeinflussen. Auf Nummer sicher geht, wer Frozen Yogurt selbst zubereitet: Dazu süßt man Magermilch-Joghurt, fügt pürierte Früchte hinzu, friert den Mix ein und rührt ihn etwa alle zwei Stunden um, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Ballaststoffe schlemmen. Schnell und einfach zubereitet sind auch schmackhafte Puddings mit Chia- oder (geschroteten) Leinsamen, die einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren besitzen. Sie eignen sich zum Beispiel als ballaststoffreiches und sättigendes Sommer-Frühstück: Die Samenkörner werden mit einer beliebigen Milch (z. B. Mandelmilch) verrührt und über Nacht kalt gestellt. Am Morgen wird der Pudding nochmals umgerührt und kann je nach Geschmack mit Früchten, Nüssen etc. verfeinert werden – einem gelungen Start in den Tag steht somit nichts mehr im Weg!

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