Mittwoch, 18. September 2019

Silizium

24. November 2011
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Silizium ist ein Spurenelement des menschlichen Körpers. Obwohl es auf der Erde über eintausend Siliziumverbindungen gibt, ist Silizium in aufnehmbarer und verwertbarer Form Mangelware. Es kommt zwar in Gemüsen (Zwiebeln, Kartoffeln, Rote Rüben) und den Randschichten von Getreiden (Gerste, Weizen, Hirse, Mais) vor, dennoch wird es zunehmend schwerer, den täglichen Bedarf allein über die Nahrung zu decken. Denn Gemüse aus der Intensivlandwirtschaft nimmt in der Wachstumsphase nur wenig Silizium auf und durch Kochen und industrielle Nahrungsmittelverarbeitung (Schälen von Getreide reduziert das vorhandene Silizium um 98%) geht das meiste Silizium verloren.


Weitere Probleme bei der Aufnahme von Silizium aus der Nahrung sind die relativ großen Moleküle und die Resorption in Kopplung an die Zellatmung. Dadurch schafft der Organismus nur rund 5 Prozent der zugeführten Kieselsäure auch tatsächlich zu verwerten. Bei optimaler Zellatmung und vegetabiler Nahrung ist das ausreichend. Doch bei verminderter Zellatmung - infolge zunehmenden Alters, Mangelzustände oder Belastungen – sinkt auch die Siliziumaufnahme.

Darum ist wichtig, dass Silizium als Nahrungsergänzung in einer gut aufnehmbaren Form vorliegt – etwa in kolloidaler Lösung. Kolloidal bedeutet „in Schwebe“. Die sehr kleinen Teilchen der kolloidalen Lösung bilden eine sehr große Oberfläche, was entscheidend ist für gute Bioverfügbarkeit und Verwertbarkeit durch den Organismus.

  • Lebensnotwendiges Silizium
Silizium ist in mehrfacher Hinsicht an lebensnotwendigen Prozessen beteiligt. Ohne Silizium würden die Lebensvorgänge mit der Zeit verlangsamt und schließlich ganz erliegen. Es gäbe keinen Eiweißstoffwechsel mehr, dafür aber einen verstärkten Fettstoffwechsel. Die Zellen würden gemästet. Außerdem würde Silizium zur Aktivierung des Immunsystems fehlen. Silizium aktiviert nachweislich den Zellstoffwechsel und den Zellaufbau, hemmt den Alterungsprozess in den Geweben, ist wichtig für die Struktur und die Funktion des gesamten Bindegewebes und erhöht die Festigkeit und Elastizität der Blutgefäße.

Da der Körper selbst kein Silizium produzieren kann, muss es zugeführt werden. Beim täglichen Mindestbedarf geht man von einer Menge von 50 mg aus. Das entspricht dem täglichen Verlust durch Harn und Stuhl, Hauterneuerung, Haarausfall, Haarnachwuchs und Nagelwachstum. Dieses Silizium sollte unbedingt ersetzt werden! Allein die Organe benötigen täglich 20 bis 30 mg Silizium um ihre vielfältigen Funktionen erfüllen zu können. Um die Mindestaufnahme von 50 mg Silizium zu gewährleisten, müssten etwa rund 1,2 g Kieselerde zugeführt werden, bei leichter resorbierbaren Darreichungsformen wie kolloidalen Lösungen kann die Dosierung auch geringer sein. Es sind bisher keine negativen Wirkungen bei Überdosierung bekannt, überschüssige Mengen werden schnell ausgeschieden.

Dafür wird Silizium benötigt
  • Verbesserung der Zellatmung
  • Aktivator des Stoffwechsels
  • Aktivator des Immunsystems
  • Zellverjüngung
  • Stabilisator der Zellwände
  • Sämtliche Organfunktionen
  • Festigkeit des Bindegewebes
  • Festigkeit und Elastizität der Gefäße
  • Festigkeit der Knochen, Knorpeln und Gelenke
  • Polsterung der Haut, Faltenfreiheit
  • gesundes Wachstum von Haut, Haaren, Nägeln

  • Siliziumverlust geht mit Alterung einher
Silizium hat wesentlichen Anteil bei sämtlichen Körperabläufen und an unserem Aussehen –Knochen, Haare, Nägel, Haut und „Hautpolsterung“ (Bindegewebe) benötigen unbedingt Silizium. Die Abnahme dieses wichtigen Spurenelementes im Körper geht vom Babyalter (noch viel Silizium vorhanden) bis zum hohen Alter parallel zur Abnahme des Bindegewebes. Da Silizium eine wichtige Rolle dabei spielt, Wasser zu binden, wird deutlicher, warum Menschen mit zunehmendem Alter auch „optisch austrocknen“. Im Gegensatz zum prallen, elastischen Babykörper wird der Körper des alternden Menschen zunehmend schrumpeliger, der Körper „schrumpft“, die Haut erschlafft, wird faltig, mit dem Bindegewebe wird die „Hautpolsterung“ zurück-gebildet, die Haare werden dünn und schütter. Silizium fehlt aber mit der Zeit auch im „unsichtbaren“ Bereich innerhalb des Körpers – in den Gefäßen (Verkalkung der Arterien), in den Geweben (Schwächung des Bindegewebes), in den Organen, deren Funktion und Elastizität beeinträchtigt werden.

Auch beim Knochenaufbau spielt Silizium eine entscheidende Rolle. Schon anhand der siliziumreichen Zinnkrautpflanze, dem Schachtelhalm, fällt der aufrechte Stand der an sich zarten Pflanzenteile auf. Menschliche Knochen bestehen dagegen hauptsächlich aus Kalzium, Magnesium, Phosphat und nur wenig Silizium. Doch das Silizium schleust die Mineralsalze, vor allem das an sich schwer aufnehmbare Kalzium in die Knochen ein und sorgt so für deren Festigkeit bzw. für ständige Neubildung von Knochengewebe! Das lässt die weit verbreitete Osteoporose-Erkrankung in einem neuen Licht erscheinen und macht auch plausibel, warum Knochenbrüche im Alter nicht nur häufiger sind, sondern auch langsamer und oft schlechter heilen.

Mit der regelmäßigen Einnahme von Silizium lassen sich sämtliche erwähnten Alterungserscheinungen wie Entkalkung der Knochen, Brüchigkeit der Gefäße, Abnahme des Bindegewebes, Faltenbildung, dünnes, schütteres Haar zumindest verzögern. Denn dann muss der Körper nicht auf körpereigene Reserven aus dem Bindegewebe zurückgreifen um das wertvolle Silizium für die lebensnotwendigen Prozesse zu erhalten bzw. kann das überschüssige Silizium wieder zum Körperaufbau verwenden.


Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Silizium
Seite 2 Aktivator des Immunsystems


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