Mittwoch, 22. Mai 2019

Senioren: Im Herbst des Lebens

12. Mai 2006
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Better aging. Wann fängt das Altern eigentlich an? Wer ist alt, wer zählt zu den Senioren? So einfach können diese Fragen nicht beantwortet werden. Medizinischer Fortschritt, bessere Ernährung, weniger belastende Arbeitsbedingungen und ein gesünderer Lebensstil tragen dazu bei, dass in den letzten Jahren die Zahl der "jungen" Alten zunimmt. Die "aktiven Senioren" werden zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Durch die bessere medizinische Versorgung steigt aber auch die Zahl der hilfs- und pflegebedürftigen Hochbetagten, bei denen oft gravierende Nährstofflücken festgestellt werden.


Nach dem Lebensalter in Jahren werden Personen in vier verschiedene Gruppen eingeteilt:
Ältere Menschen 65- bis 74-Jährige
Hochbetagte 75- bis 90-Jährige
Höchstbetagte 90- bis 100-Jährige
Langlebige Über 100-Jährige
 

Doch das Alter alleine sagt im Einzelfall noch nicht viel aus. Bedeutender ist der körperliche Zustand der Menschen. Je nach dem, wie viel Hilfe jemand benötigt, werden Ältere eingeteilt in

  • unabhängig lebende,
  • hilfsbedürftige oder
  • pflegebedürftige Senioren.


Energieumsatz: Altersassoziiert, aber nicht altersbedingt!
Der Alterungsprozess setzt im Grunde bereits zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr ein. In dieser Phase wird die maximale körperliche Leistungsfähigkeit erreicht, danach sinkt sie kontinuierlich. Veranlagung und persönlicher Lebensstil entscheiden jedoch die Geschwindigkeit, mit der die Abbauprozesse voranschreiten. Deutlich bemerkbare Veränderungen stellen sich bei Frauen nach der Menopause und bei Männern ab etwa 65 Jahren ein.

Tabelle 1:
Veränderungen im Alter
Verminderter Energieverbrauch

▪ Rückgang des Grundumsatzes

▪ Verminderung der körperlichen Aktivität

▪ Abnahme der aktiven Muskelmasse

▪ Zunahme des Körpergewichtes

Verlangsamte Verdauungstätigkeit

▪ Abnahme der Speichelbildung

▪ Rückgang der Magensekretion

▪ Verminderte Fett- und Ca-Resorption

▪ Reduzierte Kohlenhydrattoleranz

Sinkende Anpassungsfähigkeit

▪ Abnehmender Geruchs- und Geschmackssinn

▪ Vermindertes Durstempfinden

▪ Zunehmende Kauschwierigkeiten

▪ Krankheiten (Gicht, Diabetes, Bluthochdruck)

(Quelle: Elmadfa und Leitzmann, 2004)

 

Besonders dem sinkenden Energieverbrauch kann aktiv entgegengewirkt werden. So sind die Abnahme der Muskelmasse und die Zunahme der Fettmasse zwar altersassoziiert, aber nicht zwingend altersbedingt! Sport und ein insgesamt aktiver Lebensstil können die Muskelmasse – und damit den Grundumsatz – über lange Zeit konstant halten. Damit wird es für ältere Personen leichter, den Nährstoffbedarf zu decken. Denn wenn mehr Energie verbraucht wird, darf mehr gegessen werden und somit ist es auch leichter die benötigte Nährstoffmenge aufzunehmen.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Senioren: Im Herbst des Lebens
Seite 2 Altersbedingte Umstände verschlechtern Nährstoffversorgung


Quelle
forum.ernährung heute
www.forum-ernaehrung.at

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