Dienstag, 07. Juli 2020

Richtig essen bei Gastritis - Speisen zubereiten

Ausgabe 2018.05
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9. Wie soll ich Speisen zubereiten?
Auf Frittiertes und in Fett Herausgebackenes sollten Betroffene verzichten. Besser ist es, die Lebensmittel zu kochen, zu dünsten, zu garen oder mit wenig Fett im Rrohr zu backen. „Ein klein wenig Fett und Öl sind aber okay!“, wirft Moor ein. Der sonntägliche Schweinsbraten darf durchaus auch mal sein, jedoch sollte er sehr mager sein.

10. Wie sieht es mit Getränken aus?
Wasser und ungesüßte Tees sind die beste Wahl. Alkohol hingegen ist, neben Nikotin, eines der wenigen absoluten No-Gos, wenn es um die Ernährung bei Gastritis geht. „Alkohol ist ein Zellgift, das die Schleimhäute reizt“, erklärt Moor. Softdrinks sollten aufgrund ihres hohen Zuckergehalts ebenso vermieden werden, auch Kohlensäure wird in den meisten Fällen schlecht vertragen. Der morgendliche Kaffee könnte aufgrund der Röstung und der Bitterstoffe Probleme machen. Dazu die Autoren von „Ernährung bei Gastritis“: „Je länger das Kaffeepulver Kontakt mit dem Wasser hat, umso mehr Bitterstoffe werden in den Kaffee abgegeben.“ Espresso wird deshalb besser vertragen als Filterkaffee.

Volkskrankheit Gastritis

Schätzungen zufolge sind in den westlichen Industrieländern rund 50 Prozent der Erwachsenen über 50 Jahre mindestens einmal im Leben von einer Gastritis betroffen, also einer Entzündung der Magenschleimhaut. Diese kleidet den Magen von innen aus und schützt die Magenwand vor dem aggressiven Magensaft. In 80 Prozent der Fälle handelt es sich um eine bakterielle Gastritis, ausgelöst durch das Bakterium Helicobacter Pylori. Eine weitere häufige Ursache stellt die übertriebene Einnahme von starken Schmerzmitteln dar, nur bei maximal vier Prozent der Gastritiden liegt eine Autoimmunerkrankung zugrunde. Zu den Symptomen zählen starke Magenschmerzen, eine Druckempfindlichkeit des Magens, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Völle­gefühl, Blähungen und saures Aufstoßen. Eine Gastritis kann auch beschwerdefrei verlaufen. Man unterscheidet zwischen einer akuten und einer chronischen Form. Die Therapie der Magenschleimhautentzündung richtet sich nach den Ursachen. Eine richtige Ernährung hilft in der Regel, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.


11. Wie oft soll ich essen?
Magenschonender als zwei große Portionen täglich sind mehrere kleine, und zwar über den Tag verteilt. „Dauerhaft sollten es nicht weniger als drei Mahlzeiten täglich sein, optimal wären vier bis fünf.“ Bei vielen Betroffenen ist ein leerer Magen unangenehm, es kommt zum sogenannten „Nüchternschmerz“. Zudem bringt man in mehreren Mahlzeiten auch mehr unterschiedliche Nährstoffe unter.

12. Wie soll ich essen?
„Nehmen Sie sich bewusst Zeit fürs Essen und stopfen Sie nicht!“, rät Moor. Schlingt man das Essen, wird viel Luft mitgeschluckt, was zu einem aufgeblähten Magen führt. „Schenkt man dem Essen keine besondere Bedeutung, bekommt man gar nicht mit, was einem eigentlich schmeckt oder nicht schmeckt und wie der Körper darauf reagiert.“ Isst man langsam und bewusst, erkennt man das Einsetzen des Sättigungsgefühls rechtzeitig.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Richtig essen bei Gastritis
Seite 2 Selten tritt eine Gastritis akut
Seite 3 Speisen zubereiten

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