Dienstag, 19. Februar 2019

Rhodiola, Cordyceps, Jiaogulan

24. November 2011
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Adaptogene sind Natursubstanzen, die dem Körper dabei helfen, sich an Stresssituationen anzupassen und einen positiven Effekt bei stressinduzierten Krankheiten zu schaffen. Einige sind ganz besonders wirksam. Zu diesen Superadaptogenen zählen Rhodiola, Cordyceps und Jiaogulan.


Stress und die Folgen

Umfragen zufolge leiden in modernen Industriegesellschaften vier von fünf Menschen unter Stress. Inzwischen stufen sogar die Gesundheits- und Sicherheitsbehörden der EU Stress als eines der  größten Risiken der Zukunft ein. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Krankheiten heute mit Stress in Verbindung gebracht werden. Auch wenn es in der Medizin immer noch Unstimmigkeiten darüber gibt, inwieweit bestimmte gesundheitliche Schäden kausal auf Stress zurückzuführen sind, ist klar, dass Stress nicht spurlos an unserer Gesundheit vorbeigeht. So leben wir ja ohnehin heute bereits sehr ungesund, nehmen uns wenig Zeit für Bewegung, Entspannung und Erholung, und sollen uns möglichst angepasst verhalten.

Einem Teufelskreis ähnlich, verfallen die meisten Menschen in stressigen Zeiten zusätzlich in eine verstärkt ungesunde Lebensweise, tendieren dazu, Erleichterung bei Drogen, Alkohol, Tabak oder abnormalen Essgewohnheiten zu suchen, anstatt ihren Körper zu entlasten. Krank macht nicht kurzfristiger Stress, sondern Dauerstress. Er begünstigt Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen Arterienverkalkungen, Migräne, Kopfschmerzen, Magen-Darmprobleme, Verstärkung von Muskel- und Gelenkschmerzen, Schlafstörungen, Herabsetzung der Immunabwehr, Nachlassen der Denk- und Konzentrationsfähigkeit, Östrogenmangel, Libido- und Potenzprobleme, Depression, Hautprobleme, Haarausfall und vieles mehr.

Besonders effektiv ist die Kombination der drei Anti-Stress-Pflanzen. Die spürbaren Effekte: gelassenes, ruhiges und kraftvolles Vorgehen bei guter Stimmung. Die wirkungsvolle Mischung dient nicht nur dem Stressabbau, der Förderung von geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit, der Steigerung von Potenz und Libido sowie als Naturmittel gegen Müdigkeit und Depression. Bemerkenswert ist auch noch die Herz schützende und Cholesterin senkende Wirkung, die sowohl von Jiaogulan als auch von Cordyceps ausgeht.

Antistresspflanze Rhodiola

Rhodiola rosea ist ein wirkliches Naturwunder, weil diese Pflanze all das bietet, was sich der Mensch heute wünscht: Viel leisten können, sich alles merken, gut drauf sein und dabei nicht so anfällig für Stress und seine negativen Folgen. Tatsächlich vermag das Rhodiola!

In seiner Wirkung gegen Stress und Depressionen bei gleichzeitiger Leistungssteigerung in körperlicher und geistiger Hinsicht ist Rhodiola selbst so wirksamen Kräutern wie Johanneskraut, Gingko Biloba und Panax Ginseng weit überlegen und dabei fünfmal besser verträglich als Panax Ginseng.

Ein wesentlicher Grund dafür ist die durch Rhodiola verstärkte Ausschüttung und erhöhte Wirksamkeit der Botenstoffe des Gehirns Serotonin, Dopamin und Norepinephrin. Dadurch steigen Wohlgefühl und Antrieb, die gesteigerte Gehirnaktivität macht lebendiger und führt zu besserer Konzentration. Auch der Endorphinspiegel (Glücksgefühle) wird erhöht.

Zahlreiche Studien zeigten eine deutliche Verbesserung von Lernkapazität, Denkleistung, Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Rhodiola scheint überhaupt die Lernpflanze schlechthin zu sein, denn positiv gestimmt, lernt man auf jeden Fall leichter. Die antidepressive Wirkung wurde in einer Studie mit 150 Personen nachgewiesen, die unter klar diagnostizierten Depressionen litten. Nach einem Monat waren bei zwei Dritteln der Teilnehmer keine Symptome mehr feststellbar. Gleichzeitig nahmen ihre Aktivitäten zu und sie waren geselliger als bei Studienbeginn. Sowohl tageszeitliche als auch allgemeine Erschöpfung waren verschwunden.

Aber auch Sportler und alle, die körperlich viel leisten müssen, sind mit Rhodiola gut beraten. In den siebziger Jahren war Rhodiola die „Geheimwaffe“ russischer Sportler und Kosmonauten, die damit ihre mentale und psychische Energie stärkten.

Dabei schützt Rhodiola den Körper vor den Folgen des Stress: es kommt zu einer Anpassung der natürlichen Stressreaktion, Gehirn und Herz profitieren von der Reduktion der körpereigenen Stresshormonausschüttung (Corticotrophin Releasing Factor). Bestimmte Inhaltsstoffe haben sogar herzschützende, krebsvorbeugende, gewichtsreduzierende und aufgrund der Verbesserung der Reparaturmechanismen in der DNA auch noch verjüngende Wirkung.

Kraftspender Cordyceps

Der Pilz Cordyceps sinensis ist verwandt mit dem Reishi und dem Shiitake, doch erst seit etwa 10 Jahren wirklich verfügbar. Zuvor war er eine absolute Rarität, wuchs der echte Cordyceps sinensis doch ausschließlich in unzugänglichen Gebieten Tibets auf einer dort in 4000 m Höhe lebenden Raupe. Erst einer in Amerika ansässigen chinesischen Forschergruppe gelang die Kultivierung und Fermentation des wertvollen Pilzes. Seitdem ist er in den USA millionenfach erprobt, bewährt und endlich auch erschwinglich. Noch zu Zeiten chinesischer Kaiser bezahlte man ein paar Tagesrationen des als lebensverlängernden und Altersvorgänge verlangsamenden Heilpilzes mit einer Unze Gold!

Cordyceps sinensis wirkt:
  • Stress mindernd, beruhigend auf das zentrale Nervensystem (guter Schlaf!)
  • Energie steigernd
  • Cholesterin, Triglyceride, LDL, Bluthochdruck senkend, hebt HDL
  • Verbessert den Blutfluss, die Blutversorgung von Herz und Gehirn und wirkt Blutverklebung entgegen
  • Erhöht die Sauerstoffaufnahme
  • Äußerst hilfreich bei Lungenproblemen (Asthma, Bronchitis, Empyhsem)
  • Entzündungshemmend
  • Erhöht die ATP-Produktion in den Mitochondrien
  • Unterstützt bei Diabetes, bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • Unterstützt das Immunsystem bei Krebs (Lunge, Leber, Brust, Magen, Pankreas, Prostata, Lymphe)
  • Fördert Potenz, Libido und wirkt Alterungsprozessen entgegen

Cordyceps ist auch für Sportler sehr geeignet. Chinesischen Athleten gelang es vor ein paar Jahren unter einer mit Cordyceps angereicherten Diät Weltrekorde aufzustellen. Die maximale Sauerstoffaufnahme nimmt zu, die anaerobe Schwelle steigt deutlich an, Ermüdung tritt erst später ein, die Erholungszeit nach körperlicher Belastung wird verkürzt.

Aber auch, wer weniger spektakulär, nur einfach „weniger müde“ sein will, wird Cordyceps schätzen. Denn auch dabei spielen dieselben Wirkungen eine Rolle. Eine chinesische Studie mit älteren Patienten, die an Müdigkeitssyndrom litten, bestätigte die signifikante Verbesserung im Wachheitsgrad mit 80- 90%. Sie konnten Kälte besser ertragen, ihr Gedächtnis war besser und sie waren sexuell aktiver.


Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Rhodiola, Cordyceps, Jiaogulan
Seite 2 Jiaogulan, Kraut der Unsterblichkeit


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