Montag, 25. Juni 2018

Palmöl Nicht mit uns!

Ausgabe 2018.03
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Palmöl ist in Hunderten Produkten enthalten. Und das, obwohl es nachweislich den Regenwald und unser Klima zerstört. Laut jüngsten Studien stellt es auch eine große Gefahr für unsere Gesundheit dar. GESÜNDER LEBEN zeigt, wie Sie Palmöl vermeiden können und welche Alternativen es gibt.


Foto: iStock-Brasil2

Wir streichen es uns aufs Brot, waschen uns damit, cremen uns damit ein und fahren damit los. Palmöl ist im Alltagsleben allgegenwärtig. Es fungiert als Grundstoff für Margarine, Schokolade, Fertiggerichte oder Tiernahrung, Seifen und Lotionen und kommt zunehmend bei der Herstellung von Biodiesel und in der Chemieindustrie zum Einsatz. Warum der Alleskönner so beliebt ist? Zum einen handelt es sich weltweit um das billigste Pflanzenöl: Die Ölpalme, aus deren Fruchtfleisch Palmöl gewonnen wird, liefert durch ihre ertragreichen Früchte eine rund fünf Mal größere Ausbeute als Raps, Soja oder Sonnenblumen. Zudem verfügt Palmöl über eine besondere Konsistenz: Es bleibt bei Raumtemperatur fest und oxidiert nicht. Das ist bei vielen Produkten vorteilhaft. So bleibt etwa Schokolade länger haltbar und erhält eine cremige Konsistenz. Auch die Fettsäurezusammensetzung von Palmöl ist für den Siegeszug des Pflanzenöls mitverantwortlich: Diese macht es besonders vorteilhaft für die industrielle Verwendung in Kosmetika, Reinigungsmitteln und Chemieprodukten. Aus diesen Gründen ist es kein Wunder, dass 32 Prozent des globalen Bedarfs an Pflanzenöl mit Palmöl abgedeckt werden.

So vermeiden Sie Palmöl

Frisch kochen: Die leichteste Regel, um die Verwendung von Palmöl zu vermeiden? Sich selbst an den Herd stellen und frische regionale und saisonale Produkte verwenden. Denn: Die meisten Fertigprodukte, Suppenwürfel und Packerlsuppen enthalten Palmöl.

Alternativen nützen: Mittlerweile gibt es viele palmölfreie Alternativen. In Österreich sind das zum Beispiel bestimmte Eigenmarken der Handelsketten oder Produkte mit dem AMA-Gütesiegel.

Nachhaltig angebaut. Sollte es nicht anders gehen, achten Sie darauf, nur Produkte zu verwendet, die zumindest das RSPO-Zertifikat tragen. Eine zusätzliche Bio- oder Rainforest-Alliance-Zertifizierung garantiert höhere Umweltstandards.

Online-Hilfe: Seit 2014 muss der Inhaltsstoff Palmöl auf Lebensmittel-Produkten angegeben sein. Dennoch haben es Verbraucher, die Palmöl vermeiden wollen, nicht leicht. Schließlich hat ein Supermarkt im Schnitt rund 800 Lebensmittel im Angebot. Bestimmte Apps wie „Codecheck“ oder „PoP – Produkte ohne Palmöl“ helfen dabei, nicht den Überblick zu verlieren. Übrigens: Je weiter vorne Palmöl darin gelistet ist, desto mehr davon enthält ein Produkt .

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Palmöl Nicht mit uns!
Seite 2 Verheerende ökologische Auswirkungen

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