Dienstag, 01. Dezember 2020

Mmhh, das schmeckt! - Bunt & gesund

Ausgabe 09/2011
Seite 3 von 3

Bunt & gesund
Kinder haben eine Vorliebe für bunte, insbesondere rote oder gelbe Lebensmittel. Deshalb stehen Spagetti mit Paradeissoße oder Pommes mit Ketchup immer ganz oben auf der Hitliste kleiner Genießer. Gesundes, aber unattraktiv braunes wie Getreidelaibchen, Naturreis usw. führt daher vorprogrammiert zu Protest. Kiefers Tipp: Bieten Sie immer buntes Gemüse an, als Beilage oder bei kalten Gerichten geschnitten als Finger-Food.

Geschmäcker „lernen“
Von den Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter, salzig wird der süße Geschmack von den meisten Kindern am angenehmsten empfunden. Diese Vorliebe ist angeboren, andere Geschmäcker müssen erst gelernt werden. Konsumiert Ihr Kind bereits viele süße Lebensmittel wie Süßigkeiten oder Limonaden, so können Sie es nur in kleinen Schritten davon wieder abbringen. Kiefer: „Verdünnen Sie die Getränke nach und nach. Erwachsene brauchen bis zu fünf Wochen, um sich an weniger Zucker oder auch Fett im Essen zu gewöhnen, Kinder sehr oft noch länger.“ Die Vorliebe für Süßes können Sie aber auch ausnützen, um Gesundes unterzujubeln: z.B. süße Bananen, Weintrauben, Zwetschken oder auch Karotten, Erbsen und Mais. Charakteristisch für Kinder ist auch, dass sie ihre Lieblingsspeisen ständig essen möchten. Je größer das Nahrungsmittelangebot aber schon im Vorschulalter ist, desto vielfältiger wird im späteren Leben gegessen, Wenn Ihr Kind schon sehr einseitige Vorlieben hat, rät die Spezialistin: „Führen Sie neue Lebensmittel Schritt für Schritt ein und kombinieren Sie diese mit beliebten Speisen. Vereinbaren Sie, dass bei einem neuen Gericht zumindest alle einen Bissen ausprobieren und erst dann entscheiden, ob sie es essen wollen.“
Süße Kalorienfallen

Achtung: Über Limos und unverdünnte Fruchtsäfte können große Mengen an Zucker aufgenommen werden.

  • 1 Dose Limonade (0,33 l) enthält rund 9 Stück Würfelzucker
  • 1/4 l Orangennektar enthält rund 8 Stück Würfelzucker
  • 1/4 l Fruchtsirup verdünnt mit Wasser 1: 6 enthält 7 Stück Würfelzucker
  • 1/4 l Limo enthält rund 6 Stück Würfelzucker
  • 1/4 l Fruchtmolke enthält rund 4 Stück Würfelzucker
  • 1/4 l Fruchtsaft (Orange) enthält rund 3 Stück Würfelzucker
  • 1/4 l Orangensaft verdünnt mit Wasser 1:3 enthält rund 1 Stück Würfelzucker


5 Mahlzeiten täglich
Auch auf das richtige Timing beim Essen kommt es an, damit sich Ihr Kind so richtig wohl fühlt. Ideal sind fünf kleine Mahlzeiten, die nicht so üppig ausfallen, dass sie belasten. Fehlende Mahlzeiten, besonders am Morgen und am Vormittag, können zu Konzentrationsschwächen und Leistungsabfall führen. Frühstücksverweigerer sollten also keinesfalls ohne ein Getränk und eine größere Schuljause aus dem Haus. „Erforschen Sie aber, warum Ihr Kind nicht frühstückt“, rät die Ernährungswissenschafterin. „Oft sind Schulstress oder einfach Zeitmangel die Ursache. Stehen Sie lieber alle etwas früher auf, dass zumindest fünfzehn Minuten für ein gemeinsames Frühstück bleiben.“


Buchtipp:
"Was Kinder wirklich brauchen", von Dr. Ingrid Kiefer und Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Kneipp Verlag, € 17,99

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Mmhh, das schmeckt!
Seite 2 Essen im Familienkreis
Seite 3 Bunt & gesund

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