Mittwoch, 23. Oktober 2019

Majoran – gut für Nerven und Verdauung

Ausgabe 2019.10

Zutaten sind für das Gelingen einer wohlschmeckenden Mahlzeit von hoher Bedeutung.


Foto: Adolf Blaim

Ab dem ersten Bissen bzw. Löffel wird von unserem Gaumen alles beurteilt und bewertet, was in den Magen gelangen soll. Ich selbst bewundere die Meister der Kochkunst und wurde dahingehend schon reich beschenkt. Kräuter spielen dabei eine große Rolle. Daher mag es nicht verwundern, wenn ich diesmal den Majoran (Origanum majorana) auf das thematische Tablett lege.
Ursprünglich stammt er aus dem kleinasiatischen und mediterranen Raum. Pflanzt man ihn in den Garten, so kann es nur von Vorteil sein, wenn er ein mildes Klima mit viel Sonne erleben darf. Forscht man in den antiken Quellen nach, so findet man auch Zeugnisse über den aromatischen Lippenblütler. Die naturkundigen Griechen und Römer hatten einen Ehrentitel für den Majoran: Freund der menschlichen Nerven. Und so wurde er verwendet, wenn man Herzklopfen und Schlaflosigkeit zu beklagen hatte. Im späten Mittelalter wiederum war es der gelehrte Dominikaner und Bischof Albertus Magnus, der bei allen Fällen von „Trägheit der inneren Organe“ wie etwa Leber und Milz auf das Gewürzkraut zurückgriff.

Praktisch kann man sich heutzutage mit dem Majoran folgendermaßen weiterhelfen. Das Einfachste ist es wohl, sich einen Tee damit aufzugießen. Dazu nimmt man 2 Teelöffel voll getrocknetes und zerkleinertes Majorankraut, übergießt es mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lässt beides zusammen 15 Minuten lang zugedeckt ziehen. Dann abseihen und ungesüßt schluckweise trinken. Gewiss besitzt der Tee ein ganz eigenes Aroma, an das man sich gewöhnen muss. Er bringt jedoch eine verdauungs- und nervenstärkende Wirkung mit sich und hilft mit, das Gedächtnis fit zu halten. Pro Tag jedoch nicht mehr als 2 Tassen davon trinken.

Zudem ist es möglich, sich ein Öl mit dem Gewürz zuzubereiten. Dazu benötigt man 35 g von der getrockneten und zerkleinerten Kräuterdroge. In 1/2 Liter kaltgepresstem Olivenöl setzt man diese Menge in einem verschlossenen Glasgefäß an und lässt es in einem warmen, hellen Raum 14 Tage lang stehen. Danach abseihen und den Rückstand zusätzlich auspressen. In kleine Fläschchen abfüllen, kühl und dunkel lagern. Dieses Majoran-Öl eignet sich bestens für die Körperpflege. Vor allem bei Nervenschwäche und bei trockener Haut ist es günstig, die ganze Leibesoberfläche damit einzureiben. Ganz günstig ist es, dies nach dem Duschen durchzuführen. 

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