Montag, 22. April 2019

Mahlzeit am Morgen

Ausgabe 04/2010
Ihnen reicht morgens eine Fluchttasse Kaffee? Kein Wunder, wenn Ihre Leistung und Ihre Laune im Keller bleiben. Frühstücksmuffel gehören bekehrt!

Foto: istockphoto.com
Eine bekannte Faustregel lautet: Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Sinngemäß meint das auch die Empfehlung: Frühstücke wie ein Kaiser. Was sich heute allerdings weniger auf die Kalorienmenge als auf den Nährwert bezieht, respektive die Zeit, die man sich dafür nimmt. Weil Letztere ja immer mehr zum Luxus wird. Wer mit leerem Magen ans Tagewerk geht, ist fehleranfälliger, leichter reizbar und ermüdet rascher. Umgekehrt heißt es aber wieder: Ein voller Bauch studiert nicht gern. Wie so oft, liegt auch hier die Wahrheit in der Mitte.

Energieschübe
Woraus man seine Power für den Tag bezieht, hängt von Frühstückstyp und Gusto ab beziehungsweise ob man eher körperlich oder mehr geistig gefordert ist. Wenn es frühmorgens auf eine rasche Reaktion ankommt, zum Beispiel bei einem Sprint ums Haus, tut der Morgensportler gut daran, mit leerem Magen anzutreten. Das Hormon Ghrelin, das wir im Magen produzieren, wenn wir hungrig sind, macht uns nämlich wachsam und schnell wie ein hungriges Tier auf der Jagd. Auf Hirnleistung und Gedächtnis ungemein positiv wirkt sich etwa Vollkornmüsli aus. Beim Kohlehydrate-Typ mit einem tendenziell hochwertigen, eher süßlastigen Frühstück bestehend aus Körnern und Flocken, Brot und Obst oder Gemüse steigt der Blutzuckerspiegel rasant an. Grundsätzlich ist es so, dass die Kohlehydrate vom Körper in die für das Gehirn verwertbare Glukose (Traubenzucker) umgewandelt werden. Für einen Traumstart in den Tag gestärkt, fühlt sich der Kohlehydrate- Typ auch wohlig satt und verzeichnet außerdem eine günstige Kalorienbilanz. Dem Eiweiß-Typ gelüstet es mehr nach Deftigem, wie einem Schinkenomelett, um ein Sättigungsgefühl zu erreichen beziehungsweise um in die Gänge zu kommen. Tierisches Eiweiß ist zweifellos wichtig, Vorsicht jedoch vor seinen unerwünschten Begleitern wie Purinen, Cholesterin und Fett. Deshalb ist pflanzlichen Eiweißlieferanten der Vorzug zu geben.

Speicher auffüllen
Unsere Morgenmahlzeit soll nicht nur dazu dienen, Kräfte zu mobilisieren, sondern natürlich auch unseren Gaumen zu erbauen. Nicht sehr kreativ sind Herr und Frau Österreicher, wenn es um feste Nahrung zur Morgenstund geht. Wochentags wird, wenn überhaupt, ambulant ein Marmeladesemmerl oder ein Kipferl verzehrt, ein weiches Ei ist schon eher die Ausnahme. In vielen Haushalten wird dem Frühstück höchstens an Sonn- und Feiertag angemessene Aufmerksamkeit gewidmet. Auch wenn es schon mal hektisch zugeht – diese Muße sollte man auch wochentags aufbringen. Während wir schlafen, verbrauchen wir nämlich reichlich Energie, um unsere Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Diese Nachtarbeit zehrt an unseren Vorratsspeichern. Ein Frühstück ist in mehrfacher Hinsicht ökonomisch, weil man nicht so viel zu sich nehmen muss, um satt zu werden und weil es nicht so schnell dick macht. Wer hier meint, seinen Körper mit Frühstück-Überspringen überlisten zu können, erkennt bald, dass das nicht funktioniert. Denn man greift im Heißhunger später garantiert zu irgendwelchen Snacks. Dabei lässt sich in 10 bis 20 Minuten sogar etwas Warmes zubereiten, das nicht nur schmeckt, sondern auch richtig gut tut, besonders dem lieben Nachwuchs. Und das Beste ist: Man kann genau nachvollziehen, was drin ist. Als die geeignete Lektüre für alle, die vom Frühstücksmuffel zum Frühstücksfan mutieren wollen, empfiehlt sich wärmstens der Band „Power-Frühstück“ – Energie für den ganzen Tag – von Dr. Claudia Nichterl. Da wird unter anderem erläutert, wie man mit einigen Basiszutaten auf Vorrat und mit Vorkochen täglich ein wertvolles, nahrhaftes Frühstück neu für sich erfinden kann. Der vergleichsweise geringe Aufwand ist ein Klacks im Vergleich dazu, was man gewinnt!

BUCHTIPP:
Power-Frühstück, energie für den ganzen Tag, von Dr. Claudia Nichterl, 96 Seiten, farbige Abbildungen, Verlag av Buch, ca. € 19,90

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