Freitag, 20. September 2019

Köstliche Weihnacht - Die besten Bäckereien – mit allen Sinnen genießen!

Ausgabe 12/2011-01/2012
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GESÜNDER LEBEN lädt zu einem Streifzug durch die handwerkliche Backkunst ein und zeigt traditionelle Keksrezepte aus Österreich.

Foto: Clipedealer
Die Advent- und Weihnachtszeit ist die schönste Zeit des Jahres. Jeder genießt die Dezembertage auf seine Art und Weise. Ob ein entspannter Spaziergang, eine ausgelassene Weihnachtsfeier oder ein Besuch des Christkindlmarkts mit Freunden – wichtig ist doch, dass wir die Vorweihnachtszeit bewusst gestalten, dann hat auch die Vorfreude Platz im Herzen.

Tradition und Ursprung des Weihnachtsgebäcks. Weihnachten ist auch die Zeit des Keksebackens.  Jedes Jahr genießen wir unsere selbst gebackenen Köstlichkeiten – doch haben wir uns schon einmal überlegt, warum wir gerade zu Weihnachten Kekse essen? Diese Tradition lässt sich bis zu den Kelten zurückverfolgen. Und zwar bis zu deren Alban-Arthuran-Wintersonnwendfest (21./22. Dezember). Damals wurden kleine flache Fladen, die aus zermahlenen Getreidekörnern und Honig bestanden, hergestellt. Das Gemisch wurde auf heißen Steinen gebacken und hauptsächlich aus spirituellen Gründen serviert. Den größten Teil der Getreidekekse verspeisten die Lebenden, den kleineren überließen sie den Verstorbenen. Grundsätzlich sollte der Verzehr vor bösen Dämonen schützen und Heilung bringen. Die Opfergabe für die Toten diente dem Schutz ihrer Seelen.

Als die christlichen Glaubensgemeinschaften größeren Einfluss erlangten, übernahmen Nonnen und Mönche dieses heidnische Ritual, wandelten das Rezept jedoch ein wenig ab. Anstelle grober Körner verarbeiteten sie nun feineres Mehl, mischten es mit Honig, diversen exotischen Gewürzen und Wasser. Aus diesen Zutaten entstand, nach einigen Backexperimenten, der beliebte Lebkuchen, dessen gewinnbringender Verkauf häufig das Überleben der Klöster sicherte.

Lebkuchen – so vielfältig, so gut! Doch der Lebkuchen oder Honigkuchen. wie er ursprünglich genannt wurde, hat eine noch längere Tradition. Er wurde bei den Ägyptern als Grabbeigabe und bei den Griechen und Römern als Opfergabe bei zeremoniellen Handlungen und Riten im Tempel verwendet. Das Besondere am Lebkuchen ist die Vielfalt seiner Ingredienzien und Gewürze. Ein standardisiertes Lebkuchengewürz gibt es nicht. So kann der Lebkuchen mit einer eigenen Gewürzkomposition verfeinert werden und dadurch eine ganz persönliche Note erhalten. Prinzipiell gilt: Ein ideales Lebkuchengewürz sollte aus süßlichen, scharf-würzigen, frischen und warmen Aromen bestehen und möglichst frisch vermahlen werden.

gilr, backen, mädchenFoto: fotolia.com - Gina SandersDie Lieblingskekse der Österreicher. Obwohl wir wissen, dass Kekse nicht gerade zu den gesündesten Lebensmitteln gehören, können wir uns Weihnachten ohne sie nicht vorstellen. Eine Meinungsumfrage hat erhoben, welche Kekse die Österreicher gerne essen. Der überragende Sieger: das Vanillekipferl mit 62 Prozent der Nennungen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Linzer Augen mit 37 Prozent und Lebkuchen mit 30 Prozent. Interessant: Weniger beliebt sind die Ischler Krapferl mit 13 Prozent und Hauskekse mit zwölf Prozent. Nussecken und Husarenkrapfen sowie Kokosbusserl folgen mit je neun Prozent. Abgeschlagen: Florentiner (sechs Prozent) und Rumkugeln (fünf Prozent).

Gesunde Zutaten für Kekse – mit weniger Kalorien! Ein Tipp: Bei Glutenunverträglichkeit verwenden Sie Buchweizen- oder Hirsemehl. Als gesunde Alternative zum herkömmlichen Weizenmehl eignet sich besonders das Vollkornmehl. Das Backen mit Vollkornmehl ist eigentlich ganz einfach – überzeugen Sie sich selbst und probieren Sie einmal die gesunde Variante. Außerdem sind im Vollkornmehl alle wichtigen Bestandteile des Korns enthalten.

Durch die Zugabe von Fett im Teig werden die Kekse schön saftig. Butter wird in den meisten Rezepten verwendet, aber auch Margarine und Öle. Beim Kauf von Margarine sollte beachtet werden, dass diese frei von gehärteten Fetten ist, denn diese enthalten die bedenklichen Transfettsäuren.
Probieren Sie zum Süßen anstelle von Zucker einfach einmal Honig. Dieser verfeinert das Weihnachtsgebäck auf seine typische Art und Weise. Weitere empfehlenswerte Alternativen sind  Vollzucker, Ursüße, Agaven- oder Apfeldicksaft.

Wer auf Eier verzichten möchte, kann z. B. Sojamehl verwenden oder man ersetzt das Ei durch zwei Esslöffel Wasser, einen Esslöffel Pflanzenöl und einen halben Esslöffel Backpulver.

Die leckeren Naschereien haben es oft in sich –  zum Vergleich: Ein Stück Vanillekipferl enthält 40 Kalorien, ein Stück Elisenlebkuchen hat 165 Kalorien und ein Stück Christstollen gar 400 Kalorien. Aber egal: Zu Weihnachten dürfen wir alle ein klein wenig sündigen …


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