Dienstag, 19. Februar 2019

Kirschen – die süßen Früchtchen

Ausgabe 07-08.2014

Gesünder Leben stellt Monat für Monat ein Gemüse, Obst oder Fleisch vor. Unser Tipp: Setzen Sie auf Bioqualität. Die tut unserer Gesundheit und unserer Umwelt gut!


Foto: Torsten Rempt - pixelio.de

Sommerzeit ist Kirschenzeit! Wer liebt sie nicht, die süßen runden Früchtchen? Und das zu Recht. Sie enthalten viel Vitamin C und andere wertvolle Inhaltsstoffe, die unserer Gesundheit guttun. Außerdem sind Kirschen eine köstliche Nascherei für zwischendurch. Egal ob als Sauce, Dessert oder als Kuchenbelag – Kirschen sind ein süßer Gaumenschmaus.

Allgemeines. Die Kirsche gehört zum Steinobst und stammt ursprünglich von der Vogelkirsche ab. Es gibt sowohl Süß- als auch Sauerkirschen, die sich durch ihr Aussehen und ihren Geschmack unterscheiden. Kirschen gibt es in den Farben Dunkelrot bis Schwarz, sie können aber auch einen gelblichen Farbton annehmen. Die Form ist rund oder herzförmig. Kirschen niemals frühzeitig ernten, denn sie reifen nicht nach. Unreife Kirschen schmecken nicht gut. Egal ob Sie die Kirschen selbst ernten oder im Supermarkt kaufen: Lassen Sie auf jeden Fall die Stiele an den Kirschen. Wenn man die Stiele entfernt, „bluten“ die Früchte aus und verderben schnell. Kirschen wurden erstmals in Kleinasien angebaut. Nach Europa gelangten die Kirschen vor rund 2.000 Jahren, wo sie vor allem in den gemäßigten Zonen angebaut werden. Ungefähr drei Viertel der Weltproduktion kommen aus Europa. Die wichtigsten Anbaugebiete sind Italien, Frankreich und Deutschland. Die meisten Kirschen werden im Juli reif. Mittlerweile gibt es Kirschen das ganze Jahr über zu kaufen. In den Wintermonaten kommen sie vorwiegend von außerhalb Europas. GESÜNDER LEBEN-Tipp: Greifen Sie zu einheimischen Kirschen, die schmecken garantiert besser und Sie schonen dabei die Umwelt!

Einkauf. Wenn Sie Kirschen kaufen, dann sollten Sie diese gut kontrollieren. Die Haut soll keine Flecken aufweisen oder erkennbare Löcher zeigen. Haben Kirschen Löcher oder Flecken, kann dies ein Hinweis sein, dass sich bereits Würmer in der Frucht eingenistet haben. Tipp: Kaufen Sie Biokirschen. Denn: Diese enthalten keine Pestizide. Ungeziefer wird von den Biobauern mit natürlichen Feinden bekämpft.

Lagerung. Kirschen halten nicht lange. Sie sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen verzehrt werden, da sie ansonsten   anfangen zu gären oder zu schimmeln. Die süßen Kirschen sind sehr druckempfindlich, daher unbedingt in einem flachen Gefäß mit Deckel luftdicht lagern. Sie können Kirschen aber auch einfrieren oder einkochen. Wenn Sie Angst vor Würmern im Fruchtfleisch haben, so legen Sie die Kirschen in laufwarmes Wasser, die Maden kriechen dann heraus. Trocknen Sie die Kirschen vor dem Verarbeiten gut ab.

Küchentipp. Kirschen schmecken am besten frisch vom Baum. Sie können aber auch zu Marmeladen, Gelees, in Kuchen oder als Kuchenbelag, als Strudel oder als Zugabe zu Joghurt beziehungsweise als Kompott verwendet werden. Auch kandiert sind Kirschen äußerst beliebt. Hierfür werden sie entkernt und halbiert. Kirschen werden auch zu Süßmost oder Dessertwein verarbeitet. Als Aperitif eignet sich beispielsweise Cherry Brandy, Kirsch mit Rum oder Kirsch mit Whisky, hervorragend. Süßkirschen werden gerne für frisch gepresste Säfte verwendet. Die Sauerkirsche findet bei pikanten Speisen oder als Beilage zu Geflügel oder Fleisch Verwendung. Übrigens: Kirschkerne können Sie waschen, im Backrohr trocknen und in ein Kirschkernkissen einnähen. Dieses kann dann im Backrohr oder in der Mikrowelle erwärmt werden. Kirschkerne geben ihre Wärme langsam ab und sind daher gut zur Wärmetherapie geeignet. Gerne werden sie auch als Wärmeflaschenersatz verwendet.

Körper und Gesundheit. Kirschen sind reich an Vitamin C. Wenn Sie einen halben Liter Kirschensaft trinken, so haben Sie den Tagesbedarf bereits gedeckt. Außerdem enthalten Kirschen viel Kalium und Eisen sowie Kalzium. Kirschen sind entzündungshemmend und können das Bindegewebe stärken. Süßkirschen haben ein wenig mehr Kilokalorien, da sie mehr Fruchtzucker enthalten als ihre sauren Schwestern: 100 Gramm Süßkirschen haben rund 60 Kilokalorien, Sauerkirschen hingegen nur etwa 50 Kilokalorien. Kirschen wirken harntreibend und werden daher in der Naturmedizin bei Nieren- und Blasenentzündungen eingesetzt. Der Volksmund sagt: Wer zu viele Kirschen isst und dazu Wasser trinkt, der bekommt Bauchweh. Das stimmt nicht. Die Wassermenge ist egal, die Magenschmerzen rühren allenfalls daher, dass zu viel der köstlichen Frucht verzehrt wurde.

Kirschen (roh)

Inhaltsstoffe pro 100 g

  • Energie 60,0 kcal
  • Eiweiß 0,9 g
  • Ballaststoffe 1,9 g
  • Fett 0,3 g
  • Vitamin C 15,0 mg
  • Wasser 82,2 g

 

Quelle: www.nutritional-software.at

 

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