Samstag, 23. Februar 2019

Kalorienbomben entschärfen

Ausgabe 05/2009
Sie verstecken sich gekonnt in unserem Essen: Die heimlichen Kalorienbomben, die ganz harmlos aussehen, es aber ganz schön in sich haben. Wie man diese „Bömbchen“ entschärft und kalorienärmer macht, zeigt Ihnen Gesünder Leben.

Foto: Dash - Fotolia.com
Wenn wir mehr an Kalorien zu uns nehmen, als unser Körper verbraucht, nehmen wir zu. Da der Mensch von seinem inneren Schweinehund getrieben wird, und es vielen von uns wahnsinnig schwerfällt, diesen regelmäßig mit Sport zu überlisten, gibt es Auswege, den kleinen Monstern ein Schnippchen zu schlagen. Einer lautet: auf die Ernährung achten. Denn zu viel aufgenommene Kalorien werden in Form von Fett an Hüften, Bauch, etc. gespeichert. Die Kalorien verstecken sich in den Nährstoffen, die wir täglich zu uns nehmen. Man unterscheidet sie grob in Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett. Während Eiweiß und Kohlenhydrate pro Gramm ca. vier Kalorien liefern, bringt es Fett auf stolze neun Kalorien.

Fett schmeckt
Und hier haben wir das Dilemma: Fett lockt nämlich nicht nur die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K heraus, sondern auch die Aromastoffe. Kurz: Fett macht den Braten knusprig, den Salat würzig und den Kuchen saftig. Die meisten Aromen sind fettlöslich und werden mit Fett transportiert. Und: Fette bestehen aus Fettsäuren, von denen einige von unserem Körper gar nicht aufgebaut werden können. Deshalb ist es wichtig, diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie sie Sojaöl, pflanzliche Öle, Oliven- oder Maiskeimöl liefern, regelmäßig über die Nahrung zuzuführen. Jedoch sollten es nicht mehr als 60 bis 80 g pro Tag sein.

Die leichte Nummer
Die Fastenzeit ist gerade vorbei und die Gartensaison steht vor der Tür – mal ehrlich, verzichten wollen wir jetzt alle nicht. Also, machen wir es uns möglichst einfach und wählen einfach die „Light“-Variante. Und das geht so: Bei sichtbaren Fetten: Weniger nehmen, also statt Butter Halbfettbutter, vom Schinken den Fettrand abschneiden, bei Fleisch zu mageren Stücke wie Filet, Roastbeef oder Geflügel greifen. Bei versteckten Fetten wie im Aufschnitt auf kalorienreduzierte Wurst oder Käseprodukte greifen. Für Saucen eignen sich ebenfalls kalorienreduzierte Produkte. Diese Koch-, Schlag- und Verfeinerungscremes haben eine feine, sahnige Konsistenz bei nur 7,5 bis 19 Prozent Fett.

Sparen ist in
Wer bei Fett sparen möchte, sollte möglichst abwechslungsreich essen. Und zwar Vollkornbrot, Obst, Gemüse, Kräuter, Salate, Fisch und weniger Fleisch, Wurst und tierische Fette wie Sahne und Butter (Kuchen nur an Feiertagen). Neben der Auswahl an Produkten kann man auch mit speziellen Kochtechniken, verbunden mit einigen Tricks, kalorienentschärft kochen. Wer auf die Frische von Produkten achtet, wird bestätigen, dass diese immer mehr Eigengeschmack haben. Das spart wiederum die Beigabe von Fett beim Anbraten. Apropos anbraten: Beim Kochen mit einer Pfanne mit Antihaftschicht oder mit Römertopf braucht man nur ein paar wenige Tropfen Öl zum Anbraten. Auch der Fettpinsel zum Verteilen von Fett in der Auflaufpfanne spart Fett. Fast fettfrei kochen lässt es sich im Wok. Ebenso geeignet: Grillen. Marinieren Sie Fleisch oder Fisch einige Stunden vorher mit Knoblauch und frischen Kräutern und lassen Sie es in Alufolie gewickelt gut durchziehen. Sie werden begeistert sein!
Köstliche Rezepte in Heavy- und Light- Varianten stellt auch Diätassistentin Karin Iden in ihrem Buch vor, probieren Sie sie aus und kosten Sie, wie gut kalorienbewusste Küche schmecken kann.


BUCHTIPP:
"Kalorienbomben entschärfen" von Karin Iden, Knaur Verlag, € 10,30

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