Montag, 20. Mai 2019

Johanniskraut gegen Gelenksschmerzen

Ausgabe 2016.7/8

Kräuter sind ein Segen.


Foto: Adolf Blaim

Das dürfen wir stets neu feststellen, wenn wir uns der Natur nähern und versuchen, eine direkte Beziehung zu so mancher Pflanze einzugehen und zu gestalten. Viele tun dies, indem sie sich im Garten ein Beet anlegen oder in einer städtischen Wohnung Blumentöpfe platzieren.
Vieles wächst aber auch ohne das Zutun des Menschen. Dazu zählt das Johanniskraut (Hypericum perforatum). Es liebt so manche Randbereiche unserer Kulturwelt wie Wegränder, Böschungen oder Feldraine, um sich dort der Sonne auszusetzen. Das Adjektiv seines wissenschaftlichen Namens hat seinen Grund in einem Phänomen, das man sehr einfach überprüfen kann. Wenn man die Blätter gegen das Licht hält, sehen sie tatsächlich durchlöchert (perforiert) aus. Diese „Löcher“ sind kleine durchscheinende Hohlräume, die ätherisches Öl beinhalten. Das unterscheidet das Echte Johanniskraut auch von seinen Verwandten innerhalb der Hartheu- oder Johanniskrautgewächse.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal stellt der aufrechte, zweikantige kahle Stängel dar. Das Gewächs erreicht eine Höhe von 30 bis 70 cm und ist oben verästelt. Die goldgelben, fünfstrahligen Blüten wiederum stehen in endständigen Scheindolden. Sie verfärben sich nach dem Abblühen rostbraun. Das Johanniskraut blüht übrigens von Juni bis September. Sowohl die Kelch- als auch die Kronblätter weisen am Rand winzige schwarze Tupfen auf. Diese kleinen Drüsen enthalten den roten Farbstoff Hypericin. Die Blüten haben einen schwachen balsamischen Geruch.

Um eine praktische Anwendung mit dem Johanniskraut anzustreben, kann man einen Ölauszug ansetzen. Dazu nimmt man frisch abgezupfte Blüten des Krauts, bis man eine Menge von ca. 100 g beisammen hat. Diese übergießt man dann in einem weithalsigen Glasgefäß mit 1/2 Liter kalt gepresstem Olivenöl und stellt beides zusammen 2 Monate lang an einen sonnigen Platz am Fenster. Das Glas verschließt man in dieser Zeit, damit nicht Insekten oder Schmutz das Öl verunreinigen. Zum Abschluss abseihen und die ölgetränkten Blüten zusätzlich auspressen. Den fertigen Auszug dann in Fläschchen mit braunem Glas abfüllen und kühl im Dunkeln lagern.
Bei schmerzvollen Zuständen im Zusammenhang mit Nerven, Gelenken oder der Wirbelsäule empfiehlt es sich, das Johanniskraut-Öl als Einreibung zu verwenden. Es hilft mit, die Beschwerden zu lindern und im Gemüt mehr Ausgewogenheit zu erlangen. Solange man aber Produkte mit dem Johanniskraut verwendet, sollte man aufgrund einer erhöhten Lichtempfindlichkeit den Aufenthalt in der Sonne so gering als möglich halten.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
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www.kraeuterpfarrer.at

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