Montag, 18. Dezember 2017

Jetzt ist Suppenzeit!

Ausgabe 2017.12/2018.01
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Spürt man die klirrende Kälte bis in die Knochen, reicht es nicht, den Körper mit warmer Kleidung vor Wind, Frost und eisiger Winterluft zu schützen. Da müssen schon kulinarische Geschütze aufgefahren und Suppen so heiß gelöffelt wie gekocht werden.


Foto: iStock-Floortje

Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind wärmende Eintöpfe und Suppen gut geeignet, um uns von innen kräftig einzuheizen. Vor allem lang gekochte Suppen zielen darauf ab, dem Körper Wärme und Energie zuzuführen und gleichzeitig die Verdauung zu schonen. Die Chinesen gehen nämlich davon aus, dass der Magen aus den Speisen und Lebensmitteln zunächst eine Art Nahrungssuppe zubereiten muss. Erst dann können Milz und Bauchspeicheldrüse diese weitertransformieren, damit die Nährstoffe schlussendlich in den Rest des Körpers gelangen. Warum also nicht Energie und Kräfte sparen und gleich mehr oder weniger flüssige Speisen servieren?

Buchtipp

buch4Spoonfood
296 Seiten, € 29,90; Löwenzahn Verlag
Bianca-Rafaéla und Michael Baswald, Gründer des
kleinen Lokals „Spoonfood“ im 1. Wiener Gemeindebezirk, präsentieren in ihrem gleichnamigen Kochbuch 120 Wohlfühlsuppen für das ganze Jahr. Dank saisonaler Zutaten sind die Rezepte vollgepackt mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, wärmend und wohltuend, satt machend und erfrischend. Außerdem kommen nicht nur cremige und klare Suppen in die Schüssel, sondern auch knusprige Toppings, herzhafte Einlagen und sättigende Beilagen.

 

buch3Kraftsuppen & Eintöpfe
144 Seiten, € 19,99; Kneipp Verlag
TCM-Ernährungsberaterin Ulli Zika bietet in ihrem
neuen Kochbuch heiße Rezepte für kalte Tage: wohlschmeckende Kraftsuppen und Eintöpfe, traditionelle sowie bewährte Gerichte und nährstoffreiche Eigenkreationen. Die suppig-saucige Palette reicht von Fleisch, Fisch und Geflügel über vegetarische und vegane Speisen mit „grünem Eiweiß“ wie Hülsenfrüchten, Nüssen und Getreide bis zur süßen Küche mit Frühstücksbreien, süßen Eintöpfen und Kompotten.

Wärme von innen. „Im Winter schwächen Rohkost, Salate und thermisch kalte Speisen wie Joghurt oder Südfrüchte unsere Verdauungskraft besonders leicht“, weiß Ulli Zika, TCM-Ernährungsberaterin und Kochbuchautorin in Loipersbach im Burgenland. Suppen und Eintöpfe indes seien nun perfekt: „Unser Magen mag es suppig, saftig und saucig und ist entsprechend froh und dankbar, wenn er Suppen, Eintöpfe und Saucen bekommt.“ Wir nehmen dem Körper also Arbeit ab, wenn wir ihm gekochte, warme und flüssige Speisen servieren. Schließlich ist es Schwerstarbeit für unser Verdauungssystem, rohe und/oder kalte Lebensmittel erst aufzuwärmen und umzuwandeln, um daraus Energie zu bekommen. „Zu viel Feuchtigkeit und zu wenig Wärme führen leicht zur Verschleimung und Wasseransammlungen. Der Flüssigkeitshaushalt wird gestört, es kann zu Ödemen, Verstopfung, Durchfall oder anderen Beschwerden kommen“, erklärt die Ernährungsexpertin. Apropos: Suppen, Eintöpfe und andere saucige Gerichte sind bestens geeignet, um die Verdauung bei Magen- und Darmproblemen in den Griff zu bekommen und den Körper langsam wieder aufzupäppeln.

Übersicht zu diesem Artikel:
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