Sonntag, 22. September 2019

Ihr gesunder Start in den Tag!

Ausgabe 09.2014
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Knapp 40 Prozent der Öster reicher nehmen täglich ein Frühstück zu sich. Zu wenige: Denn wer auf das Frühstück verzichtet, hat ein dreifach höheres Risiko, über gewichtig zu werden.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - klenova

Ernährungsexperten und Ärzte sind sich einig, dass ein tägliches Frühstück gesund und stressresistent macht. „Zudem zeigt sich in der Statistik, dass Nichtfrühstücker im Erwachsenenalter mehr Gewicht auf die Waage bringen als Frühstücker“, weiß Buchautorin Angelika Kirchmaier (www.angelika-kirchmaier.at). Wer der Meinung ist, seiner Figur etwas Gutes zu tun, indem auf das Frühstück verzichtet wird, der irrt. Aktuelle Studien beweisen, dass wer kein Frühstück isst nicht nur Gefahr läuft, übergewichtig zu werden, sondern auch ein erhöhtes Risiko hat, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu erkranken. Wer kein Frühstück zu sich nimmt, kann im Laufe des Vormittags Heißhungerattacken bekommen. Denn dann fühlen wir uns kraftlos, können uns nicht konzentrieren, benötigen dringend einen Energieschub. Da greift man dann schnell in die Naschlade oder zu fettigen Snacks für zwischendurch. So werden die in der Früh vermeintlich eingesparten Kalorien im Laufe des Tages oft doppelt zugeführt. Als Faustregel gilt: Nicht mehr als ein Drittel des Tagesbedarfs an Kalorien sollte das Frühstück ausmachen. Das sind ungefähr 600 bis 700 Kilokalorien. Wenn die Kalorien aus den richtigen Nahrungsmitteln kommen, brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben. Wer gerne in der Früh ab und zu etwas Süßes mag, muss darauf nicht verzichten. Nur alles mit Maß und Ziel eben …

Die Konzentration fördern. Ein fettiges Croissant im Vorbeigehen? Oder doch eher süße Cornflakes oder Schoko Pops aus dem Supermarkt? All das schmeckt zwar sehr gut und wird morgens gerne gegessen, ist aber kein gesundes Frühstück. Vor allem kann es Ihr Gehirn nicht munter machen: Sie kommen nur schwer in Schwung. Am wichtigsten ist in der Früh der Zucker fürs Gehirn. Und zwar jener, der nicht zu rasch ins Blut geht. Wir geben unserem Gehirn morgens jedoch meist etwas anderes: Es handelt sich zwar um Zucker – aber um den falschen. Denn das vermeintlich gesunde Marmeladebrot und die heftig im TV beworbenen Cornflakes enthalten in der Regel Unmengen an weißem Industriezucker. Die Folgen eines solchen Frühstücks sind gravierend: „Die Konzentrationsfähigkeit lässt am Vormittg nach, man wird rasch fahrig, müde, antriebslos und es können Heißhungergefühle auftreten“, meint Ernährungswissenschafterin Mag. Angela Mörixbauer. Spätestens um 11 Uhr kommt dann das echte Tief – Ihrem Gehirn ist der schnelle Zucker ausgegangen. Jetzt hängen Sie im Konzentrationsloch und benötigen rasch Zuckernachschub. Wieder greifen Sie zu Coca-Cola und Schokoriegel statt zu Obst und ungesüßten Vollkornriegeln. Auch diese neuerliche Zuckerdosis hält nur zwei Stunden, dann verlangt Ihr Gehirn nach mehr – es entsteht ein Teufelskreis. Aus diesem können Sie leicht entkommen. Sie müssen nur richtig frühstücken oder jausnen.

Der richtige Zeitpunkt. „Bis spätestens 9 Uhr sollte man gefrühstückt haben“, so Kirchmaier. Wer partout in der Früh nichts „hinunterbekommt“, sollte aber, bevor er das Haus verlässt, wenigstens ein heißes Getränk zu sich nehmen. „Ich empfehle entweder einen Kakao, einen Tee mit Honig oder einen Milchshake. Diese Getränke enthalten Kohlenhydratquellen, die den Blutzuckerspiegel einmal fürs Erste anheben. Allerdings müssen Frühstücksmuffel innerhalb von zwei Stunden etwas kräftiger zulangen“, erklärt Mörixbauer. Das gesunde Frühstück soll auf jeden Fall in Ruhe gegessen werden und in etwa 15 Minuten dauern. Ganz ohne Hektik. Wer das nicht schafft und noch zu müde ist, kann einmal ausprobieren, etwas früher aufzustehen, um so mehr Zeit für das Frühstück zu haben. Wer hingegen schnell im Vorbeigehen eine Tasse Kaffee trinkt und ein Weckerl nachschiebt, tut seinem Körper nichts Gutes. Der Körper merkt dann nicht, dass er satt ist und verlangt Nachschub. Die Mahlzeit hat quasi nicht stattgefunden und man wird weiter hungrig sein.

Das ideale Frühstück oder die erste Jause. Das Frühstück soll abwechslungsreich sein und muss nicht immer nur aus Müsli bestehen. „Ideal für ein Frühstück oder die Jause ist folgende Kombination: Getreideprodukte plus Milchprodukte plus Obst oder Gemüse. Das Getreide zum Beispiel in Form von Vollkornbrot, Weckerl oder Müsliflocken. Getreide ist deshalb so wichtig, weil dies die Kohlenhydrate sind, die dann am Ende als Zucker im Blut landen“, so Mörixbauer. Auch die klassische österreichische Semmel mit Honig ist natürlich erlaubt. Der Honig ist deshalb gut, weil er das Immunsystem stärkt und außerdem liefert Honig jede Menge kostbare Anti-Stress-Substanzen. Mörixbauer empfiehlt außerdem „ein Milchprodukt wie zum Beispiel Milch, Joghurt, Buttermilch oder Käse. Diese liefern das hochwertige Eiweiß, das der Körper für die Produktion von Botenstoffen im Gehirn benötigt. Und zu guter Letzt noch Obst beziehungsweise Gemüse. Denn sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.“

Trinken, trinken, trinken. Schon morgens vergessen die meisten Menschen aufs Trinken. Der Körper trocknet aus. Schlecht für Ihr Gehirn – immerhin besteht es zu 75 Prozent aus Wasser. Nur wenn Sie reichlich trinken, versorgen Sie es mit ausreichend Sauerstoff und Vitalstoffen. Mörixbauer: „Am besten eignet sich Wasser. Falls Ihnen oder Ihrem Kind das Wasser zu fad schmeckt, mischen Sie etwas Fruchtsaft dazu. Aber auch ein Früchtetee oder ein selbst gemachter Eistee bietet sich hervorragend als Durstlöscher an.“ Der Kaffeegenuss sollte allerdings auf zwei bis drei Tassen pro Tag beschränkt sein. Beginnen Sie schon morgens mit ausreichend Flüssigkeit. Über den Tag verteilt sollten Sie mindestens zwei Liter trinken, raten Ernährungsexperten. Nur wenn der Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist, stimmt auch die Durchblutung im Gehirn. Erst dann können die Nervenzellen gut miteinander kommunizieren. Flüssigkeitsmangel lässt auf Dauer Nervenzellen absterben.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Ihr gesunder Start in den Tag!
Seite 2 Ihr perfektes Frühstück

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