Freitag, 20. September 2019

Heiße Maroni

Ausgabe 2013.12/2014.01

Kochexpertin Anna Walcher präsentiert wieder ein köstliches Rezept, das schnell und einfach zuzubereiten ist. Unser spezielles Extra: Mit den Gutscheinen bekommen Sie viele Zutaten bei Zielpunkt besonders günstig!


Foto: ©Can Stock Photo Inc. - grafvision

Heiße Maroni!“, hört man die Maronibrater in der kalten Jahreszeit auf Märkten und in Fußgängerzonen rufen. Der Duft nach frisch gerösteten Edelkastanien steigt uns in die Nase. Die köstliche Maroni sorgt nicht nur für harmonische und vorweihnachtliche Stimmung. Der Wintersnack ist ein idealer Energiespender für zwischendurch, der auch gute Laune macht.

Maroni – gut zu wissen. Schon in der Steinzeit gab es Maroni zu essen. In Südeuropa waren sie in den Bergregionen für die Landbevölkerung eine wichtige Nahrungsquelle. Die Maroni wurden überall dort angebaut, wo Getreide nicht mehr ertragreich wuchs. Einst galten sie als das süße Brot der Armen. Heutzutage stimmt dieser Beiname keinesfalls mehr. Im Gegenteil: Die Beliebtheit der Edelkastanie wuchs in den letzten Jahren stetig. Esskastanien zählen zu den Nussfrüchten. Das gelbweißliche Kastanienfleisch ist von einer Samenhaut und einer holzig-ledrigen Schale umgeben. Vor dem Genuss muss beides entfernt werden. Dafür schneidet man die Schale kreuzweise an der Spitze ein und kocht die Maroni ein paar Minuten im Salzwasser oder röstet sie im 250 Grad heißen Ofen, bis die Hülle aufspringt. Wichtig: Die Schale muss beim Rösten unbedingt eingeschnitten werden, da die Kastanien sonst „explodieren“.

Gesunde Maroni. Die Maroni mag zwar sehr klein sein, sie steht aber anderen Früchten auf gesundheitlicher Ebene in keinster Weise nach. Dass Esskastanien dick machen, stimmt nicht. Richtig ist, dass sie über 40 Prozent Kohlenhydrate und knapp 200 Kilokalorien pro 100 Gramm enthalten. Im Gegensatz zu anderen Nüssen sind sie sehr fettarm und reich an Ballaststoffen. Maroni machen uns sehr rasch und vor allem langfristig satt.

Maroni machen glücklich. Greifen Sie zu Maroni, wenn Sie schlechte Stimmung haben. Denn: Durch den hohen Kohlenhydratanteil wird der Serotoninspiegel, der die Ausschüttung von „Glückshormonen“ bewirkt, erhöht. Der Genuss von Maroni hat somit den gleichen Effekt wie Schokolade, sie haben aber den Vorteil, wesentlich fett- und kalorienärmer zu sein.

Gut zu wissen – Qualität erkennen

Schalotte
Wie vielen anderen Gewürzen auch, sprach man der Schalotte seit jeher eine aphrodisierende Wirkung zu. Sie erinnert im Aussehen, Geschmack und bezüglich der Inhaltsstoffe an die gewöhnliche Küchenzwiebel. Aber: Sie ist um einiges kleiner und ihre Knolle oval bis länglich. Die Schale ist meistens dunkler, es gibt aber auch Schalotten mit gelber oder roter Färbung. Im Gegensatz zur Haushaltszwiebel besteht sie aus der Mutterzwiebel und einer oder mehreren Tochterzwiebeln. Geschmacklich ist die Schalotte nicht so scharf, eher süßlich, aber trotzdem würzig. Schalotten passen sehr gut zu Gemüse-, Fisch- und Fleischgerichten. Schalotten gelten als natürliches Antibiotikum. Sie können den Blutdruck senken, helfen bei Durchblutungsstörungen und wirken entzündungshemmend.

Zimt
Der in den Tropen beheimatete immergrüne Zimtbaum gehört zu den wenigen Bäumen, bei denen das Aroma in der Rinde steckt. Zimt ist die getrocknete Innenrinde. Man unterscheidet zwischen dem Ceylonzimt und dem Cassiazimt. Ceylonzimt schmeckt süßlich mild. Cassiazimt hat anfänglich einen intensiv süßen Geschmack, später wird er immer schärfer. Cassiazimt hat insofern einen schlechten Ruf, weil er Cumarin enthält. Cumarin kann in größeren Mengen verzehrt Leberschäden hervorrufen. Als unbedenklich gilt 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Bei Kleinkindern wären das nicht mehr als drei Zimtsterne, für Erwachsene gerade einmal acht. Zimt ist ein altes Heilmittel. So wirkt Zimt appetitanregend und antibakteriell.

Sonnenblumenöl
Sonnenblumenöl wird aus den Kernen der Sonnenblume gewonnen. Wenn man die Kerne ungeschält presst, wird das Öl würziger und hat eine dunkelgelbe Farbe. Aus geschälten Kernen gepresstes Öl hingegen ist heller und milder im Geschmack. Zu kaufen gibt es das Sonnenblumenöl nativ (kaltgepresst) oder raffiniert. Letzteres ist hitzebeständig, hat eine hellgelbe Farbe und ein neutrales Aroma. Kalt gepresstes Sonnenblumenöl kommt vor allem in der kalten Küche zur Anwendung. Gerne wird es zum Zubereiten von Marinaden oder Salatdressings verwendet. Man kann es auch zum Frittieren oder zum Braten einsetzen. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Temperatur nicht über 160 Grad erreicht. Sonnenblumenöl kann den Cholesterinspiegel senken. Die raffinierte Variante kommt zum Einsatz, wenn gekocht werden soll. Der Vorteil: Das

Getränkeempfehlung
Wir empfehlen zum Maronischaumsüppchen einen halbtrockenen Servus Gold 0,75 l aus der Weinkellerei Lenz Moser im Burgenland.

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