Mittwoch, 18. September 2019

Gut gegrillt!

Ausgabe 2015.06
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Sommerzeit ist Grillzeit: Ob saftiges Kotelett, knuspriger Steckerlfisch oder gegrilltes Gemüse, ob Kohle oder Gas, ob stundenlanges Smoken oder kurzes Anbraten –  gesundes Grillen liegt voll im Trend.


Foto: © Can Stock Photo Inc. - Subbotina

Mann bindet sich die Schürze um und schreitet – Grillzange in der einen, Bierflasche in der anderen Hand – zur Tat, während Frau für die niedrigen „Grilldienste“ zuständig ist und Salate, Saucen sowie Kuchen oder Eis fürs Dessert zubereitet, wobei selbst Süßes immer öfter auf dem Grill landet. So weit die Klischees. Inwieweit diese zutreffen, sei dahingestellt. Fakt ist: „Laut einer Motivanalyse der GfK im Auftrag der AMA gibt es in Österreich knapp 3 Millionen Haushalte mit Grill. Und neun von zehn Österreichern grillen in der warmen Jahreszeit zumindest einmal pro Monat für die Familie und Freunde“, weiß Mario Zenaty, Direktor Marketing & Innovation des österreichischen Gewürzhändlers Kotányi. Ja, Grillen macht Spaß, hat einen hohen Sozialfaktor, ist (meist) preiswert, geht schnell und – seien wir ehrlich: Frisch vom Grill schmeckt’s einfach richtig gut – vorausgesetzt, man hat qualitativ hochwertige Zutaten, entsprechendes Equipment und zumindest Grundkenntnisse, was das Grillen anbelangt. Letztere bietet das Buch „Die hohe Schule des Grillens“. Darin präsentiert der international anerkannte Grillexperte Andreas Rummel nicht nur köstliche Rezepte, sondern zusammen mit Physiker Thomas A. Vilgis auch zahlreiche Tipps und interessante Informationen rund um das, wie Rummel sagt, „ursprünglichste Verfahren,
um Speisen für den Menschen besser verzehrbar
und bekömmlich zu machen“.


Mehr Geschmack beim Grillen

Beim Grillen wird reichlich gewürzt, mariniert und nicht selten mit Bier abgelöscht, wobei Letzteres dem Grillgut mehr schadet, als Geschmack verleiht. „Wer mit Bier ablöscht, ‚wäscht’ nicht nur Marinade oder Gewürze vom Fleisch, es entsteht auch Aschestaub, der die Grillflamme ersticken kann. Vom Biergeschmack bleibt damit nicht viel zurück und die Garzeit des Grillguts verlängert sich wesentlich“, weiß Kotányi-Marketing-Direktor Mario Zenaty, der privat selbst gerne am Grill steht. Der österreichische Gewürzhändler hat daher erstmals Biergewürze entwickelt. „Die besondere Herausforderung bestand darin, die richtige Zusammenstellung der Malz- und Hopfensorten zu finden“, wie Michael Drechsler, Koch und Teamleiter Kotányi-Produktentwicklung, erklärt.
Generell geht der Trend in Richtung „gesunde Ernährung – gesunde Zutaten“. Daher greifen viele heutzutage nicht mehr zu Fertigprodukten, sondern stellen Grillsaucen selbst her. Hierfür eignen sich Gewürzmischungen, die je nach Vorliebe mit Joghurt, Sauerrahm oder Mayonnaise in wenigen Sekunden zu einer Sauce angerührt werden.

Zum Schluss ein Tipp fürs richtige Marinieren:

  • Das Fleisch immer gründlich waschen und abtupfen.
  • Danach das Fleisch mit der Marinade in einen Gefrierbeutel geben – und in den Kühlschrank legen (Steaks mind. 3 Stunden, Fisch und Huhn ca. 2 Stunden).
  • Idealerweise das Fleisch 1 bis 2 Stunden bei Zimmertemperatur „nachziehen“ lassen und vor dem Grillen das Fleisch abtupfen!

BBQ oder Grillen? Unter Grillen wird heute das Garen auf großer Hitze in Form von glühender Holzkohle oder Gas verstanden. Hingegen steht Barbecue bzw. BBQ für das Garen bei niedriger Temperatur oder indirekter Hitze im Smoker oder Kugelgrill. Smoken? Hierbei handelt es sich um die, wenn man so will, Kunst, mit Feuer, heißem Rauch (engl. smoke) und sehr viel Geduld ein Stück Fleisch zu einem zarten Hochgenuss zu garen. „Traditionell diente Räuchern in erster Linie zur Konservierung. Heutzutage wird eher aus geschmacklichen Gründen geräuchert“, erklärt Physiker Vilgis. Freilich hat nicht jeder einen Smoker im Garten stehen, doch viele Hersteller bieten sogenannte Smoking Pipes oder Smoking Boxes an, mit denen man auch auf einem Holzkohle- oder Gasgrill räuchern kann. Laut Rummel ist die einfachste Möglichkeit allerdings, sich selbst einen Räucherbeutel aus Alufolie zu basteln und zum Gargut passende Räucherchips zu besorgen (erhältlich im Fachhandel bzw. beim Grillhersteller).

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Gut gegrillt!
Seite 2 Kohle oder Gas?

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