Freitag, 24. Mai 2019

Glühende Leidenschaft

Ausgabe 06/2009
Grillen wie noch nie! Es geht um mehr, als nur Steaks oder Bratwürstl auf den heißen Rost zu werfen. Mit dem richtigen Know how und den passenden Rezepten kann der Bratrost auch den Herd ersetzen.

Foto: Blueorange Studio - fotolia.com
Der Sommer ist eine gerechte Jahreszeit. Denn während es ansonsten meist heißt „Frauen an den Herd“, so lautet jetzt die Devise „Männer an den Grill“. Eine heiße Angelegenheit! Denn Hobby-Griller drehen leidenschaftlich gerne und stundenlang Fleischteile, Würste und Gemüse von einer Seite auf die andere. Wir werden mit köstlichsten Leckereien verwöhnt und das Schönste dabei: Grillen ist gesund – wenn’s richtig gemacht wird.

Grillen oder Barbecue?
Aber Grillen ist weit mehr als nur ein schneller Sommerspaß. Dazu muss man allerdings wissen, welche Grillmethoden es gibt und welche sich wofür eignet:

  • Direktes Grillen ist das, was wir alle kennen: Die Kohle liegt unten, das Fleisch brutzelt oben. Bei dieser Methode erreicht die Temperatur 400 bis 800 Grad Celsius. Die Hitze wird dabei direkt zugeführt, was für Steak oder Bratwurst durchaus gut ist. Aber hier enden auch schon die Möglichkeiten dieser Art zu grillen. Denn der wertvolle Fleischsaft explodiert förmlich bei so hohen Temperaturen und schießt aus dem Fleisch. Und die hohen Temperaturen lassen dem Fett zu wenig Zeit, vollständig aus zutreten, und was doch austritt, fließt in die Glut – die dabei entstehenden Stoffe sind für uns schädlich.
  • Beim indirekten Grillen sind Glut und Grillgut nicht unmittelbar miteinander verbunden. Die Temperatur beträgt zwischen 120 und 200 Grad C und man braucht viel Zeit. Schon sind wir bei der klassischen Form des Barbecues angekommen – das ist indirektes Grillen bei 100 bis 150 Grad Celsius – und braucht noch mehr Zeit.

Fleisch – zart wie nie

Barbecue-Grills haben einen Deckel oder eine Haube, durch die eine wertvolle Oberhitze entsteht. Diese ist wichtig beim Grillen von größeren Fleischstücken, Gemüse, Pizza oder Brot. Auch beim indirekten Grillen wird das Fett nach unten abtropfen, daher ist es empfehlenswert, stets ein mit Wasser gefülltes Schälchen unter den Rost zu stellen.

Das Wichtigste bei dieser Art des Grillens ist, dass dem Fett ausreichend Zeit bleibt, um am Ende weitgehend auszutreten. Die Kerntemperatur (das ist die Temperatur im Inneren des Fleisches an seiner dicksten Stelle) steigt beim Barbecue nur ganz langsam. Genau das führt dazu, dass der Fleischsaft fast vollständig im Fleisch bleibt und sich die Gewebestruktur des Fleisches in ein absolut zartes, fasernfreies, butterweiches und unwiderstehliches Fleisch verwandelt. Zahnstocher ade!

Was wird gegrillt?
Für den Rost eignen sich sämtliche Sorten Fleisch von Schwein, Rind, Lamm, ebenso Innereien, Hackfleisch, natürlich Bratwurst sowie Geflügel, Wild und Fisch.

Auch Beilagen kommen auf die Feuerstelle. Es gibt kaum eine Gemüseart, die sich hierfür nicht eignet, von Auberginen, Fenchel, Frühlingszwiebeln über Kartoffeln, Kohl, Kürbis, den klassischen Maiskolben, Okraschoten bis hin zu Paprika, Spargel, Tomaten, Zucchini, Champignons und Zwiebeln. Womit wir schon beim Nachtisch sind. Probieren Sie doch mal Ananas oder Bananen – mit Honig beträufelt – schmeckt paradiesisch!

Für viele ist Grillen eine Philosophie, ein Event mit Sozialcharakter, verbunden mit Zeit für Vergnügen, Gespräche & Spaß für alle Beteiligten. Mit unserem Buchtipp und den Rezepten gelingt auch Ihnen ein unvergessliches Grillfest!


BUCHTIPP:
"Grillen, Techniken, Tricks & Rezepte" vom Profi - Grillmeister Sven Dörge, Südwest Verlag, € 13,40

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