Mittwoch, 23. Oktober 2019

Gesundes Essen – so geht`s!

Ausgabe 2019.10
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Jahrelang hat Autor Bas Kast Tausende wissenschaftliche Ernährungsstudien analysiert. Seine Erkenntnisse bilden nicht nur die Basis für einen wirklich gesunden Speiseplan, sie wurden zu absoluten Buch-Bestsellern.


Foto: iStock: filadendron

Essen soll schmecken, klar! Aber Ernährung hat längst einen viel größeren Stellenwert als den des Sattmachens auf möglichst köstliche Weise. Schließlich kann man durch die Wahl des richtigen oder falschen Essens maßgeblich auf seine Gesundheit einwirken. Sprich, mit bestimmten Lebensmitteln und bestimmten Arten der Zubereitung kann man viel Positives für seinen Körper tun. Zu viel von dem Falschen hingegen schadet nachweislich. Kein Wunder also, dass Bücher über Ernährung boomen und jeder neue Ansatz gehypt wird. Von Low Carb über Paleo bis Intervallfasten gibt es Bestseller, und irgendwie hofft man immer, jetzt den Schlüssel zur gesunden Essweise gefunden zu haben. Doch kann man sich tatsächlich auf die so verbreiteten Informationen verlassen? Und welche Erkenntnisse sind wissenschaftlich belegt?

Die Lebensmittel Ampel

Um sich schnell orientieren zu können, welche Lebensmittel auch gesund sind, hat Bas Kast ein Ampelsystem erstellt. Bei den grünen Lebensmitteln kann man sich nach Lust und Laune bedienen. Bei den gelben sollte man sich zurückhalten und diese nur hin und wieder konsumieren, und die roten, schlägt er vor, zu meiden.

Grüne Lebensmittel
Gemüse, Hülsenfrüchte, Speisepilze, Obst, Nüsse, Samen, Getreideprodukte, wie Bulgur, Vollkorn-Couscous, Quinoa oder Kamut, Milchprodukte wie Joghurt, Kefir, Schaf-und Ziegenkäse, Fisch, Öle, frische Kräuter, dunkle Schokolade (90 %) und Tofu.

Gelbe Lebensmittel
Erdäpfel, Getreideprodukte wie weißer Reis, Weißbrot und Mais, einige Fischsorten wie Thunfisch und Seezunge, Fleisch aus artgerechter Haltung, Süßes wie Honig, Xylit und Stevia, Milchprodukte wie Butter, Molke, Schlagobers sowie Eier und Salz.

Rote Lebensmittel
Wurst und Industriefleisch, frittierter Fisch, Süßigkeiten und Industriekuchen, Pommes, Chips und Croissants, sämtliche Softdrinks und Schnaps.

Tausende Studien analysiert
Mit diesen Fragen setzte sich der deutsche Wissenschaftsjournalist Bas Kast auseinander, als er 40-jährig mit Schmerzen in der Brust zusammenbrach und daraufhin beschloss, sich möglichst gesund zu ernähren. Eine jahrelange Recherche der aktuellen Erkenntnisse in der Alters- und Ernährungsforschung begann, und Kast filterte aus Tausenden sich zum Teil widersprechenden Studien die wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse über eine wirklich gesunde Ernährung heraus. „Ich sammelte die Untersuchungen rund um die Thematik wie ein Besessener. Die Studien stapelten sich in meinem Arbeitszimmer, im Wohnzimmer, in der Küche. Dutzende, Hunderte, irgendwann waren es weit mehr als tausend.“ Sein Ziel: „Ich wollte mich durch die ganzen Mythen hindurchkämpfen, vordringen zu den Fakten. Ich dachte mir: Wenn du nur lange genug recherchierst, gelingt es dir hoffentlich irgendwann, das Chaos zu ordnen und die entscheidenden Zutaten der ultimativ gesunden Ernährungsweise zu identifizieren, auf wissenschaftlich solider Basis.“ Herausgekommen ist nicht nur eine Ernährungsumstellung des Autors selbst, sondern auch das „Wissensbuch des Jahres 2018“ – „Der Ernährungskompass“.

Superstar Pflanzen
Als erste Orientierung hat Kast sich jene Regionen der Welt angesehen, in denen die Menschen ein ungewöhnlich hohes Alter erreichen – die sogenannten Blauen Zonen. „Die Menschen dort essen allesamt echtes, naturbelassenes Essen.“ Und vor allem Pflanzen. Seine Konsequenz: „Der eigentliche Star im Alltagsleben sind bei mir die Pflanzen geworden, in all ihrer Vielfalt, mit ihren prächtigen Farben und ihren äußert heilsamen Substanzen. Pflanzenbasierte Lebensmittel – Gemüse, Salate, Nüsse und Obst – bilden den Kern einer gesunden Ernährung.“ Das heißt aber nicht automatisch, dass nun jeder zum Vegetarier oder Veganer werden muss. „Die Dosis macht das Gift. Fleisch sollte eher die Beilage eines Gerichts bilden.“ Dazu noch regelmäßig fettreichen Fisch – wobei „Wild ist besser als Zucht“ gilt – wegen der Omega-3-Fettsäuren genießen, und die grobe Skizze für gesunde Ernährung steht. Umgekehrt gilt: „Jegliches Junkfood und sämtliche Fertigprodukte, die mehr als vier, fünf Zutaten enthalten, meiden. Das heißt in der Praxis: Bereiten Sie Ihr Essen selber zu, am besten mit weitgehend frischen Zutaten. Kochen Sie!“, animiert der Bestseller-Autor.

Übersicht zu diesem Artikel:
Seite 1 Gesundes Essen – so geht`s!
Seite 2 So essen Sie garantiert gesund

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