Mittwoch, 23. Oktober 2019

Gesunder Boden, köstliches Essen

Ausgabe 2019.10

Ein gesunder Boden ist das Fundament unserer Ernährung. Zudem ist er ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen und Nützlinge.


Bunt blühende Wiesen mit Schmetterlingen, Käfern und Regenwürmern – ein Idyll, das heute immer schwerer zu finden ist. Durch intensive Bewirtschaftungsmethoden, Pestizideinsatz und andere Chemikalien setzen wir die Gesundheit unserer Böden, aber auch den Erhalt der Bestäuberinsekten aufs Spiel. Auch der Anfang Mai veröffentlichte alarmierende Bericht des Weltbiodiversitätsrates warnt: Die Menschheit sei dabei, die Grundlagen von Einkommen, Ernährungssicherheit, Gesundheit und Lebensqualität aufs Spiel zu setzen. Immer mehr Landwirte, aber auch der Handel versuchen, dem mit aller Kraft entgegenzuwirken. Denn: Ein gesunder Boden ist die Grundlage für ein gesundes Leben. Ein Großteil unserer Lebensmittel wächst und gedeiht in oder mithilfe des Bodens. Ein gesunder Boden ist aber noch so viel mehr als das: „Fruchtbare Böden stehen in engem Zusammenhang mit Klima- und Umweltschutz“, betont Martina Hörmer, Geschäftsführerin von Ja! Natürlich, Österreichs größter Bio-Marke. „Zusammengefasst: Was gut für den Boden ist, ist gut für die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren, gut für unsere Lebensmittel und somit gut für uns Menschen.“ Leider hat eine repräsentative Umfrage des Market-Instituts im Auftrag von Ja! Natürlich im Jahr 2018 gezeigt, dass sich nur 40 Prozent der österreichischen Bevölkerung der großen Bedrohung durch die abnehmende Bodenfruchtbarkeit für die Qualität unserer Lebensmittel bewusst ist … 

Frau Hörmer, was macht einen gesunden Boden aus?

Er strotzt vor Leben und Artenvielfalt, ist voll mit „kleinen Helferlein“ – vom Regenwurm über Krabbelkäfer hin zu einer Vielzahl an Bakterien. Für sie alle ist der Boden einerseits Lebensraum und gleichzeitig sorgen sie dafür, dass dieser gesund bleibt. An vorderster Stelle dieser „Herlferlein“ steht der Regenwurm. Viele Regenwürmer in einem Feld sind ein auch für den Laien anschaulicher Indikator für die Bodengesundheit und -fruchtbarkeit.

Wie hängt unsere Ernährung vom Boden ab?

90 Prozent unserer Nahrungsmittel stammen aus dem Boden und er leistet so unerlässliche Dienste für das Sichtbare über der Erde. Für uns und die nachfolgenden Generationen müssen wir unsere Böden fruchtbar erhalten und vor Ausbeutung schützen. Der Boden ist DAS Fundament unserer Ernährung. 

Wie schaffen es Bio-Bauern, ohne Glyphosat und Co auszukommen?

In der biologischen Landwirtschaft gilt: besser Humus mit Regenwürmern als Kunstdünger oder chemisch-synthetische Spritzmittel – denn in der Natur gibt es gegen jeden Schädling einen Nützling! Biologische Landwirtschaft achtet darauf, dem Boden nicht zu viel abzuverlangen. 

Welche Rolle spielt dabei die Artenvielfalt?

Auf den biologisch bewirtschafteten Äckern und Feldern gibt es deutlich mehr Leben und Artenvielfalt. Wird Landwirtschaft zu intensiv und einseitig betrieben, stört sie das Gleichgewicht im Boden und reduziert wertvolle Ressourcen, die die zahlreichen Bodenlebewesen und Bestäuber benötigen, um den Boden gesund zu halten.

Welche Aktionen setzt Ja! Natürlich?

Als verlässlicher Partner der Bio-Bauern übernimmt Ja! Natürlich seit 2018 verstärkt die Rolle des „Botschafters für gesunden Boden“. Ziel ist, Bewusstsein für das Thema zu schaffen und die Leistungen unserer Biobauern für einen gesunden Boden bekannter zu machen. Wir zeigen auf, dass jeder etwas beitragen kann: Bewusster Konsum ist der wesentlichste Beitrag, den jede und jeder Einzelne von uns beisteuern kann. Damit auch die kommenden Generationen noch Regenwürmer entdecken können.

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