Samstag, 07. Dezember 2019

Frühling am Teller

Ausgabe 03/2013

Die Natur erwacht wieder zum Leben. Dementsprechend blüht auch die heimische Küche auf. Kochen Sie mit uns mit!


Foto: Can Stock Photo Inc. - stanjoman

Der Winter ist vorbei und damit auch die Zeit der deftigen Eintöpfe. Stattdessen kommen jetzt im Frühling frisches Obst und Gemüse auf den Teller. Ernährungswissenschaftlerin Mag. Angela Mörixbauer weiß: „Viele Menschen haben im Frühjahr das Bedürfnis nach leichter Kost oder sogar Lust auf einige Fastentage. Besonders, wenn man über den Winter etwas an Hüftspeck zugelegt hat.“

Gesunde Frühlingsküche. Die vitaminarme und deftige Kost in den Wintermonaten ist für das Verdauungssystem eine große Belastung. Für einen beschwingten Frühlingsbeginn sollten jetzt kalorienarme Speisen auf den Tisch kommen. „Reichlich Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte wie zum Beispiel Erbsen, Linsen oder Bohnen dürfen in einer gesunden Küche nicht fehlen. Essen Sie fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag“, rät Mörixbauer. Egal, ob Sie es gedünstet, als Beilage, roh oder als Salat genießen! Gemüse enthält viel Wasser und Ballaststoffe und trägt dazu bei, dass das Sättigungsgefühl lange anhält. Außerdem hat es sehr wenig Kalorien, dafür aber reichlich Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Tipp: Tiefgekühltes Obst und Gemüse ist ebenso gesund wie frisches, in Dosenware stecken allerdings weniger Vitamine. Essen Sie zwei- bis dreimal pro Woche Fisch. „Fleisch sollte nicht täglich auf dem Speiseplan stehen, dafür aber gute Qualität wie zum Beispiel Biofleisch“, empfiehlt Mörixbauer.


Leichte Rezepte. Die gesunde Küche lockt mit fettarmen und figurfreundlichen Rezepten. Auf Genuss müssen Sie dabei aber nicht verzichten. Für leichte Rezepte gilt die Grundregel, so Mörixbauer: „Mit Fett sparsam umgehen.“ Das heißt: Bevorzugen Sie Zubereitungsarten wie Kochen und Dünsten, da die Panier bei frittierten Speisen viel Fett aufsaugt. Denken Sie bei Hauptspeisen auch an Salate, der Klassiker ist zum Beispiel Blattsalat mit Putenstreifen bzw. mit Schinken- oder Käsestreifen. Versuchen Sie öfter mal Gemüsegerichte, wie Gemüselasagne, Gemüse-Getreide-Auflauf, Rote-Rüben-Suppe oder Couscous-Salat mit geraspelten Karotten und Porree. Bei Mehlspeisen kann man oft bis zu einem Drittel des Zuckers, der in Rezepten empfohlen wird, einsparen, ohne dass der Geschmack darunter leidet. Falls Sie zwischendurch Hunger verspüren, greifen Sie lieber zu einem Butterbrot mit Radieschenscheiben als zu Chips oder Schokolade. Nicht zuletzt sollten Sie auch darauf achten, dass Sie ausreichend trinken, wie zum Beispiel Wasser, Tee oder kalorienarme Getränke.

Frühjahrsputz. Jetzt ist die beste Zeit, um mit alten Ernährungsgewohnheiten zu brechen. Denn unser Körper beginnt wieder aufzuatmen und versucht viel Sonne und frische Vitamine zu tanken. Vermeiden Sie zu große Portionen, Süßigkeiten und zu viel Alkohol. Ab und zu ein Stück Schokolade ist erlaubt, denn Schokolade macht glücklich. Die Menge macht’s! Wenn Sie sich sechs Tage in der Woche gesund ernähren, können Sie sich einen Schlemmertag erlauben.
 
Vitamine im Frühling. Vitamine und Mineralstoffe sind unerlässlich für ein optimales physiologisches Funktionieren des Körpers (z. B. Immunsystem, Energiestoffwechsel). „Bei ausgewogener Ernährung ist die zusätzliche Einnahme von Vitaminpräparaten nicht erforderlich. Bei Bedarf kann man nun vermehrt Betacarotin-reiche Obst- und Gemüsesorten – etwa Karotten – verzehren. So wird der körpereigene Sonnenschutz von ‚innen‘ aufgebaut.“

Frühlingskräuter. Es gibt kaum etwas Schöneres, als sich die Zutaten für ein feines Mahl aus der Natur zu besorgen. Wer einen Garten mit einer Wiese hat, kann hier bereits aus dem Vollen schöpfen und sich über Gänseblümchen, Brennnesseln und Löwenzahn freuen. Auch die Küche eignet sich hervorragend als kleiner Kräutergarten: Oregano, Basilikum, Dill und Schnittlauch machen sich in einem Blumentopf auf dem Fensterbrett sehr gut. „Kräuter sind gesund und reich an Vitaminen, Mineral- und Pflanzenstoffen. So enthält zum Beispiel Petersilie sehr viel Kalzium. Löwenzahnblätter mit ihrem leicht bitteren Geschmack wirken verdauungsfördernd und entwässernd“, schwärmt Mörixbauer.

 

Buchtipp 

1. Frische Frühlingsküche
Frühling, das ist die Zeit des Erwachens, des Neuanfangs nach den langen, kalten Wintermonaten. Augen und Magen sind hungrig auf frische, saftige und farbenfrohe Speisen. Dieses Buch zaubert mit rund 80 Rezepten den Frühling auf den Teller.
AT Verlag, 160 Seiten, 24,90 Euro
2. Die Landhaus Kräuterküche
Löwenzahn, Petersilie und Rosmarin sind in aller Munde. Doch wie sieht es mit Vogelmiere und Ackersenf aus? Was viele nur vom Spaziergang in der Natur oder aus der Apotheke kennen, kann auch in der Küche zu köstlichen Kreationen verarbeitet werden.
Kneipp Verlag, 156 Seiten, 19,99 Euro

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