Sonntag, 17. Februar 2019

Eisen Chelat

24. November 2011
Eisen ist für unseren Körper ein essentielles Spurenelement, das heißt, dass wir es mit der Nahrung aufnehmen müssen. Im Magen-Darm-Trakt wird das Eisen resorbiert und geht von dort in die Blutbahn über. Jeden Tag gehen über den Darm, die Haut und die Nieren geringe Eisenmengen verloren, die wieder ersetzt werden müssen. Geschieht dies nicht, so leeren sich langsam die Eisenspeicher unseres Körpers und es kann sich über lange Zeit ein Eisenmangel entwickeln, der Folgen für unsere Gesundheit haben kann.


Insgesamt sind in unserem Körper etwa 3-5 g Eisen gespeichert. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen, genauer gesagt des Farbstoffs Hämoglobin. Hämoglobin wird zur Bildung neuer roter Blutkörperchen benötigt. Eisen ist ebenso ein Bestandteil des roten Muskelfarbstoffs (Myoglobin) und von Enzymen. Weiterhin ist Eisen wichtig für den Sauerstofftransport im Blut und in den Muskeln und für den Transfer von Elektronen im Energiestoffwechsel.

Immer müde?
Eisenmangel ist oft an Blässe, Müdigkeit, nachlassender Leistungsfähigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, brüchigen Fingernägeln, trockener Haut, Anfälligkeit für Infektionskrankheiten oder eingerissenen Mundwinkeln (kann auch Zink-, bzw B-Vitaminmangel sein) zu erkennen. Frauen leiden aufgrund der Menstruation häufig unter  Eisenmangel. Bei Frauen über 40 Jahren etwa ist beiHaarausfall zuerst an einen Eisenmangel zu denken. Aber auch bei Kindern kommt er oft vor. Ein Eisenmangel muss sich nicht in jedem Fall bemerkbar machen. Bei ungenügender Eisenzufuhr leeren sich die Eisenspeicher langsam, was meist keine sofortigen Auswirkungen auf unser Wohlbefinden hat. Erst wenn die Speicher erschöpft sind, und die Neubildung der roten Blutkörperchen behindert wird, kann dies unsere Gesundheit beeinträchtigen. In schlimmen Fällen kann eine Eisenmangelanämie (Blutarmut) die Folge sein, bei der die Anzahl der roten Blutkörperchen deutlich reduziert ist.

Beste Eisenquelle: Eisen-Chelat
Eisenmangel auszugleichen ist nicht ganz einfach. Das werden viele wissen, die es schon mit allemMöglichem probiert haben. Hier kann es zu Übelkeit kommen, bzw. wirken die Präparate nicht oder zu langsam. Besonders bedenklich sind herkömmliche Eisenpräparate laut Studien insbesondere für Männer, selbst wenn es sich nur um Multivitaminpräparate mit Eisen handelt. Untersuchungen haben gezeigt, dass es vermehrt zu einer Verstopfung der Carotis (Halsschlagader) kommt. Darmprobleme (Verstopfung) und schwarz gefärbter Stuhl sind genauso weitere Nebenwirkungen wie vermehrte Gefahr durch Freie Radikale und deren Zerstörungsprozesse im Körper, denn Eisen in herkömmlichen Formen ist ein „Oxidans“.

Eisen-Chelate hingegen sind nebenwirkungsfreie Verbindungen des Metalls – auch ohne oxidative Wirkung - mit idealerweise zwei Aminosäuren. Die Darmwand besitzt einen speziellen Transportmechanismus, der solche Doppelaminosäuren bevorzugt aufnimmt. Chelate sind auch besser bioverfügbar als etwa Eisensalze. Studien zeigen hiereine bis zu viermal bessere Aufnahme. Vorsicht ist allerdings bei der Qualität und Zusammensetzung des Eisen-Chelates geboten. Hier gibt es aus Preisgründen minderwertigere ‘Pseudochelate‘ auf dem Markt, die nicht mit reinen Aminosäuren sondern mit (viel zu großen) Proteinbruchstücken hergestellt werden und eine schlechte Bioverfügbarkeit aufweisen. Echte Aminosäuren-Chelate (z B.: Eisen- Bisglycinat) sind hingegen sofort verwertbar.

Besonders günstig für die Aufnahme ist die Kombination des Eisen-Chelates mit Vitamin C, vornehmlich natürlichem Vitamin C, z. B. aus der Acerola Kirsche.


Autor: Dr. Doris Ehrenberger, A-8382 Mogersdorf 159


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