Freitag, 20. September 2019

Eberesche – Gut für Darm, Leber und Galle

Ausgabe 2016.10

Welche Arten von Bäumen sind geeignet, um eine Allee entlang der Straßen oder inmitten großer grüner Erholungszonen anzulegen?


Foto: Adolf Blaim

Hier nur an Kastanien, Linden oder Birken zu denken, wäre etwas einfallslos. Ich kenne eine Variante aus dem nördlichen Nachbarland meiner Heimat, dem schönen Mähren, die durchaus überlegens- und nachahmenswert ist. Leuchtend rot grüßen dort entlang vieler Wege die Früchte des Ebereschenbaums, der auch Vogelbeerbaum genannt wird. Dieses Rosengewächs verleiht den Straßenrändern einen herrlich herbstlichen Schmuck.

Durch seine leichte und luftige Konstitution lädt mich der Baum ein, von den oft das Leben erschwerenden Sorgen den Blick nach oben zu erheben. Im Geäst der Ebereschen tummeln sich sommers wie winters viele Vögel und Insekten. Sie sind wie wir auf der Suche nach Nahrung, Schutz und Ruhe. Aber sie nehmen die Gelegenheiten wahr, die ihnen die Natur zukommen lässt, und bilden sich nicht ein, alles von Grund auf selber schaffen, konstruieren oder bewerkstelligen zu müssen. Das soll jetzt aber keine Einladung dafür sein, dem Leben gleichgültig gegenüberzustehen, frei nach dem Motto: „Gelingt es, ist es gut; gelingt es nicht, kann man auch nichts machen. Hinter mir die Sintflut!“ – Viel eher wird mein Blick durch die Eberesche auf die Weisheit gelenkt, die sich im Laufe des Lebens in mein Wesen einnistet und jedes Jahr gute Gedanken und aufrechtes Handeln hervorbringt. Nicht umsonst haben schon unsere Ahnen die Vogelbeerbäume entlang von Straßen gepflanzt, damit das tägliche Hin und Her nicht allein von der erdrückenden Leistungserwartung an uns alle bestimmt wird, sondern dass es zwischendurch die Weisheit ist, die uns den Wert der geschenkten Tage auf dieser Welt erkennen lässt.

Aber nun konkret zur Verwendung der Vogelbeerfrüchte: Voll ausgereifte Beeren der Eberesche (Sorbus aucuparia) können getrocknet und so für den Winter haltbar gemacht werden. Man kann sie auch kochen. Ihre Wirkung ist durchfallhemmend und harntreibend. So kann man bei vorübergehendem Durchfall täglich 3-mal je 10 getrocknete Vogelbeeren roh und gut gekaut zu sich nehmen.

Übrigens gibt es in diesem Zusammenhang noch einen weiteren gesundheitlichen Tipp: Als vorbeugende Maßnahme hat es sich bewährt, gleich auf nüchternen Magen in der Früh 5 bis 10 getrocknete Vogelbeeren gut durchzukauen und nach ein paar Minuten wiederum auszuspucken. Damit hält man die Leber mitsamt der Galle auf Trab und stärkt darüber hinaus den ganzen Organismus. Und an den eigentümlichen Geschmack gewöhnt man sich nach einiger Zeit.

Weitere Informationen:
Kräuterpfarrer-Zentrum
3822 Karlstein/Thaya
Tel.: 02844/70 70-11 oder -31
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.kraeuterpfarrer.at

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