Sonntag, 17. Februar 2019

Die süße Weintraube

Ausgabe 2013/10

GESÜNDER LEBEN stellt Monat für Monat ein Gemüse, Obst oder Fleisch vor. Unser Tipp: Setzen Sie auf Bioqualität! Die tut unserer Gesundheit und unserer Umwelt gut!


Foto: birgitH - pixelio.de

Ein Glas Wein, ein hochqualitativer Käse und frische, knackige Weintrauben – ein Traum von einem schmackhaften Dessert. Weintrauben sind mit ihrem süßlichen Geschmack und dem hohen Wassergehalt eine perfekte Erfrischung und sorgen für köstliche Abwechslung. Und: Schon zu Zeiten der großen Mediziner Hippokrates und Galen galten Weintrauben als Heilmittel.

Allgemeines
Die Weintrauben zählen zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Historiker und Botaniker gehen davon aus, dass die Trauben ursprünglich von Mittelasien aus ihren Weg nach Europa antraten. Angepflanzt wurde die Rebe bereits vor 5.000 Jahren im alten Ägypten. Sie diente hauptsächlich der Weinherstellung. Griechen und Römer führten den Anbau fort, sie wussten schon um den gesundheitlichen Wert dieser Frucht. Heute werden Weintrauben in allen gemäßigten, aber auch in subtropischen Zonen der Erde kultiviert. In der Rangliste der Obstsorten nehmen sie knapp nach den Zitrusfrüchten und noch vor den Bananen und Äpfeln den zweiten Platz ein. Die jährliche Ernte beträgt weltweit zwischen 50 und 60 Millionen Tonnen. Der Löwenanteil (85 Prozent) geht in die Wein- und Sektproduktion, zehn Prozent sind Tafeltrauben, die verbleibenden fünf Prozent werden getrocknet und als Rosinen verwendet. Weintrauben wachsen an rankenartigen Sträuchern mit handgroßen Blättern. Die Schale ist knackig, glatt und äußerst dünn. Es gibt grüne und dunkle (rote) Früchte. Im Inneren befindet sich das Fruchtfleisch, je nach Sorte mit oder ohne Kernen.

Einkauf
Im Handel werden Weintrauben nach EU-Qualitätsnormen eingeteilt: Extra, I und II sind am häufigsten zu finden. Die Güteklassen beziehen sich auf äußere Merkmale und sagen nichts über die innere Qualität des Obsts aus. Beim Kauf achten Sie darauf, dass die Beeren nicht beschädigt sind. Trauben, die bereits am Stielansatz braun werden, sind in der Regel überreif. Sind die Weintrauben dagegen wie mit Raureif überzogen, ist das ein Qualitätsmerkmal. Es handelt sich um einen natürlichen Duftfilm. Trauben reifen einmal geerntet nicht nach. Hat man beim Einkauf saure Früchte erwischt, werden sie selbst bei optimaler Lagerung zu Hause nicht mehr süß. In der Regel sollten Sie Weintrauben aus biologischem Anbau oder aus der näheren Umgebung bevorzugen. Denn gerade bei Weintrauben kommt es immer wieder zu hohen Konzentrationen an Pflanzenschutzmitteln. Besonders bei solchen, die aus weiter Ferne unseren Handel erreichen. Gerade in Österreich gibt es hervorragende Tafeltrauben!

Lagerung
Am besten genießen Sie die Trauben frisch. Ansonsten kann man sie auch ungewaschen in einem Plastiksackerl im Eiskasten aufbewahren. So halten diese bis zu einer Woche. Allerdings entfalten Weintrauben ihr Aroma sehr gut bei Raumtemperatur. Nehmen Sie daher die Trauben rechtzeitig aus dem Kühlschrank und lassen Sie diese einige Minuten ihr Aroma entfalten. Tipp für Genießer: Trauben lassen sich besonders lange im Rumtopf aufbewahren und schmecken sogar noch besser.

Küchentipp
Trauben aus biologischem Anbau braucht man nur kurz unter kaltem Wasser abzubrausen. Importware hingegen unbedingt gründlich mit warmem Wasser waschen. Die saftigen Beeren schmecken pur, im Obstsalat, auf Kuchen und Torten oder zum Dessert. Sie überzeugen aber auch in pikanten Speisen, beispielsweise in Kombination mit Sauerkraut, als Beilage zu Wildgeflügel, in würzigen Saucen, zu Fleischgerichten oder in frischen Salaten. Auch zur Saftproduktion sind sie bestens geeignet. Bei der Herstellung von Kompott oder Marmelade spielen sie hingegen kaum eine Rolle.

Körper und Gesundheit
Die süßen Beeren sind gut für die Verdauung. Zudem lindern sie Beschwerden bei Rheuma, Gicht sowie bei Blasen- und Nierenerkrankungen, da sie die Harnsäureausscheidung unterstützen. Beinahe alle B-Vitamine sind enthalten, die für das Nervenkostüm und den Stoffwechsel wichtige Funktionen übernehmen. Der Blutzuckerspiegel kann durch den in Trauben enthaltenen Fruchtzucker reguliert werden. Das gegen Arteriosklerose vorbeugende Antioxidans Resveratrol ist in den Kernen und der Haut, vor allem aber in blauen Weintrauben, rotem Traubensaft und Rotwein enthalten. Ein Glas Rotwein täglich soll einem Herzinfarkt vorbeugen. Außerdem fanden Forscher an der Universität von Rochester heraus, dass die in Weintrauben enthaltenen Stoffe die Bakterien im Mund bekämpfen. Und zwar jene, die auch Karies und Zahnbelag verursachen. Laut den Forschungsergebnissen bilden die Bakterien 85 Prozent weniger Zahnbelag.

Die Traube in Zahlen

Inhaltsstoffe pro 100 g


Energie        70 kcal
Eiweiß        0,7 g
Kohlenhydrate    15,2 g
Fett        0,3 g
Ballaststoffe     1,6 g
Folsäure     43 µg
Kalium        198 mg


Quelle: www.nutritional-software.at

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