Dienstag, 17. September 2019

Die süße Erdbeere

Ausgabe 06.2014

gesünder leben stellt Monat für Monat ein Gemüse, Obst oder Fleisch vor. Unser Tipp: Setzen Sie auf Bioqualität! Die tut unserer Gesundheit und unserer Umwelt gut!


Foto: Tim Reckmann - pixelio.de

Die Erdbeere hat eine jahrtausendealte Geschichte hinter sich: Schon in der Steinzeit war sie ein begehrtes Nahrungsmittel. Und noch heute gilt: Erdbeeren sind nicht nur eine erfrischende Sommerfrucht, sie werden auch in Kuchen, Marmeladen, Shakes und in Süßspeisen verwendet.

Allgemeines. Erdbeeren gehören botanisch gesehen zur Familie der Rosengewächse. Die kleinen Verwandten, die Walderdbeeren, spielten schon in der Steinzeit eine bedeutende Rolle. Die uns bekannte Gartenerdbeere ist vor mehr als 200 Jahren wohl durch einen Zufall aus einer Kreuzung der amerikanischen Scharlacherdbeere mit der Chile-Erdbeere entstanden. Inzwischen gibt es mehr als tausend Sorten und sie gedeihen in fast allen Klimazonen und in nahezu allen Gartenböden. Die Walderdbeere ist in Europa und Nordasien zu finden – entlang von Waldrändern und in lichten Nadel- und Laubwäldern. Die ersten Erdbeeren werden in der Regel Anfang Juni geerntet. Wegen ihres süßen Aromas sind Erdbeeren besonders in Österreich sehr beliebt. Durchschnittlich nascht jeder Österreicher rund drei Kilogramm von dieser köstlichen Frucht. Je nach Sorte gibt es die Erdbeere von hell- bis dunkelrot, von rundlich, spitz bis oval. Wichtig: Die rote Farbe der Erdbeere ist kein Garant für ihr typisches Aroma. Mittlerweile gibt es auch schon Sorten mit weißem Fruchtfleisch und tiefroten „Nüsschen“.

Erdbeere (roh)

Inhaltsstoffe pro 100 g

  • Energie 32,0 kcal
  • Kohlenhydrate 5,5 g
  • Ballaststoffe 2,0 g
  • Kalzium 19,0 mg
  • Magnesium 13,0 mg
  • Kalium 164,0 mg
  • Eisen 0,6 mg
  • Vitamin C 57,0 mg
  • Wasser 89,8 g

 

Quelle: www.nutritional-software.at

Einkauf. Erdbeeren sind sehr druckempfindlich und daher leicht verderblich. Beim Kauf achten Sie unbedingt auf Druckstellen. Apropos Druckstellen: Nehmen Sie die Erdbeeren, die sich im Gefäß oben befinden, kurz weg und schauen Sie nach, ob sich verdorbene darunter versteckt haben. Die Stiele und Kelchblätter sollten nicht vertrocknet, sondern saftig grün sein. Essen Sie die Erdbeeren gleich nach dem Kauf, da sind sie klarerweise am frischesten. Wenn Sie die roten Früchte selbst pflücken, dann tun Sie dies am besten zeitig in der Früh, wenn es noch kühl ist. Steigt die Temperatur, erwärmt sich die Erdbeere und sie wird weicher und druckempfindlicher. Die Beeren immer mit dem Kelch abpflücken, sonst verderben sie rascher. Drücken Sie die Früchte nicht zu fest und geben Sie sie am besten in ein Körbchen oder Schälchen.

Lagerung. Erdbeeren verlieren rasch ihr Aroma, deshalb sollten sie gleich nach dem Kauf gegessen werden. Im Kühlschrank lagern Sie diese maximal ein bis zwei Tage, am besten ungewaschen und abgedeckt. Sie können Erdbeeren aber auch einfrieren. Tipp zum Einfrieren: Die gewaschenen Erdbeeren nebeneinander liegend vorfrieren, dann bleibt selbst im Gefrierbeutel ihre Form erhalten. Im gefrorenen Zustand halten sie von sechs Monaten bis zu einem Jahr.

Küchentipp. Zum Waschen tauchen Sie die ganzen Beeren kurz in kaltes Wasser und tupfen sie behutsam mit einem Küchenpapier trocken. Erst nach dem Waschen entfernt man Stiele und Blätter, sonst wird das Aroma verwässert. Die frischen Erdbeeren genießt man am besten roh – eventuell mit ein wenig Schlagobers verfeinert. Erdbeeren eignen sich zu Milchprodukten und passen auch wunderbar zu Desserts, Marmeladen und Fruchtsuppen. Auch in herzhaften Salaten und in Kombination mit Fleisch schmecken sie köstlich. Außerdem sind sie ein gesunder Helfer bei kalorienreduzierter Ernährung.  

Körper und Gesundheit. Erdbeeren enthalten mehr abwehrstärkendes Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Die aromatische Frucht ist mit etwa 32 Kilokalorien pro 100 Gramm ein hervorragender Schlankmacher. Die Sommerfrucht hilft gegen Blutarmut, da sie über einen hohen Anteil an blut- und zellbildender Folsäure sowie Eisen verfügt. Der hohe Kalziumgehalt schützt die Knochen vor Osteoporose, Kalium und Magnesium beugen Herzerkrankungen vor. Die in Erdbeeren enthaltene Salizylsäure ist ein natürliches Schmerzmittel, die Beschwerden von Gicht, Kopfschmerzen und Rheuma lindern kann. Sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Phenolsäuren schützen vor Krebs und wirken gegen Arteriosklerose. Aber nicht nur wertvolle Vitamine und Mineralstoffe stecken in der Erdbeere, sondern auch Gerb- und Schleimstoffe sowie Säure und ätherische Öle. Sie alle zusammen wirken wie ein Antibiotikum und helfen gegen Entzündungen. Achtung! Manche Personen – vor allem Säuglinge oder Kleinkinder – reagieren auf Erdbeeren mit Hautausschlägen. Fälschlicherweise wird diese Reaktion oft als „Erdbeerallergie“ bezeichnet. Dabei handelt es sich aber um eine pseudoallergische Reaktion. Es wird angenommen, dass bestimmte Inhaltsstoffe zu einer vermehrten Histaminfreisetzung im Körper führen und so eine allergische Reaktion vortäuschen. Empfindliche Personen sollten daher Erdbeeren meiden.

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