Donnerstag, 29. Oktober 2020

Die 7 besten Frühjahrskräuter - weitere

Ausgabe 2016.03
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BrennnesselFoto: © Can Stock Photo Inc. - remainsDie Brennnessel
Als Kinder haben wir uns wohl mehrmals an einer Brennnessel verbrannt und sie daraufhin gemieden. Dabei sollte man gerade jetzt im Frühjahr auf die gesunden Eigenschaften der bekannten Wildpflanze setzen, schließlich eignet sie sich unter anderem sehr gut zum Entwässern – vorausgesetzt, sie wird zuerst ordentlich bearbeitet, ansonsten zeigen die herzförmig gezackten Blätter ihre brennende Wirkung, wie Kräuterexpertin Bregar erklärt: „Die kleinen Brennhaare auf den Blättern brechen bei Berührung auf und die darin enthaltenen Stoffe reizen die Haut. Daher sollte man die Brennnessel vorab mit einem Küchentuch abdecken und mit dem Nudelwalker oder einer Flasche bearbeiten.“ Im Anschluss kann die Urtica urens entweder als Tee oder als Gemüse, verarbeitet etwa wie Spinat, Einzug in die Küche halten.

GierschFoto: Andrea BregarDer Giersch
Der Giersch, auch Dreiblatt bzw. wissenschaftlich Aegopodium podagraria genannt, zählt zu den Doldenblütlern und ist sehr intensiv im Geschmack. Er eignet sich daher hervorragend als Würzmittel, zum Beispiel in einem Salat oder einer Suppe. „Der Giersch fördert den Stoffwechsel und wirkt reinigend. Als Tee genossen, wird er oft bei Gelenksproblemen bzw. rheumatischen Erkrankungen eingesetzt“, so Bregar.

LoewenzahnFoto: © Can Stock Photo Inc. - ElenathewiseDer Löwenzahn
Die gute alte Pusteblume ist nicht nur bei Kindern beliebt, sondern mittlerweile auch in der Küche und im Apothekerkasten (wieder) gern gesehen. Der weiße, nicht giftige Milchsaft des Taraxacum officinale ist reich an Mineralstoffen, Vitamin C, Eisen und Kieselsäure. Gerb- und Bitterstoffen regen die Verdauung an. Die Blätter dienen roh als Salatbasis und ergeben in Kombination mit Erdäpfeln oder Eiern eine schmackhafte Mahlzeit. Man kann sie außerdem dünsten und als Gemüsebeilage servieren. „Je zarter und gelber die Blätter sind, umso besser schmecken sie. Am besten man sticht den Löwenzahn aus Maulwurfshügeln aus, denn die von Erde bedeckten hellen Blätter sind die schmackhaftesten“, rät die Kräuterpädagogin.

ScharbockskrautFoto: © Can Stock Photo Inc. - jopelkaDas Scharbockskraut
Wie ein grüner Teppich überzieht das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) als eine der ersten Pflanzen des Jahres die Erde. Die herz- bis nierenförmigen Blätter machen sowohl Butterbrot als auch Salat zu einer kulinarischen und vor allem Vitamin-C-reichen Köstlichkeit. Tipp: Ersetzen Sie beim nächsten Insalata caprese aus Pardeisern und Mozzarella Basilikum durch Scharbockskraut.
Doch aufgepasst: Verwenden Sie ausschließlich Blätter von Pflanzen, die noch nicht geblüht haben, denn, so Bregar: „Bereits blühende oder verblühte Pflanzen entwickeln toxische Stoffe, die nicht in größeren Mengen eingenommen werden sollen. Auf einem Scharbockskrautteppich befinden sich immer Pflanzen unterschiedlicher Vegetationsstadien. Man sollte daher genau schauen, dass man nicht zu viele der schon blühenden oder verblühten Pflanzen erwischt.“

Übersicht zu diesem Artikel:
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