Sonntag, 17. Februar 2019

Der schlanke Porree

Ausgabe 2014.02

GESÜNDER LEBEN stellt Monat für Monat ein Gemüse, Obst oder Fleisch vor. Unser Tipp: Setzen Sie auf Bioqualität! Die tut unserer Gesundheit und unserer Umwelt gut!


Foto: w.r.wagner - pixelio.de

Porree: Viele sagen auch Lauch zu ihm. Herb und würzig wie eine Zwiebel, aber auch sanft und zart wie Spargel. Mit diesem bekömmlichen Gemüse können Sie Ihren Speiseplan sehr abwechslungsreich und gesund gestalten. Köstlich schmeckt Porree sowohl roh geschnitten auf einem Butterbrot, aber auch in einer Cremesuppe oder als Salat.

Allgemeines
Einst hieß der Porree „Spargel des armen Mannes“ und er stammt wahrscheinlich aus dem Mittelmeerraum. Man vermutet, dass er sich aus dem wild wachsenden Acker- und Sommerknoblauch entwickelt hat. Er ist, was den Standort betrifft, nicht sehr anspruchsvoll und wird in vielen Ländern Europas angepflanzt. Porree gab es schon um 2.000 vor Christus und wurde vom sumerischen Herrscher Urnammu in den Gärten der Stadt Ur angebaut. Den Sklaven soll er als Nahrung bei der Errichtung der Pyramiden gedient haben. Im Mittelalter galt es hingegen als Sünde, das Gemüse roh zu essen, da man fälschlicherweise behauptete, es würde Krankheiten begünstigen. Porree gibt es das ganze Jahr über zu kaufen. Je nach Erntezeit unterscheidet man zwischen Sommer-, Herbst- und Winterporree. Sorten, die im Sommer geerntet werden, haben durchwegs einen längeren Schaft und die Blätter sind hellgrün. Herbst- und Winterporree weisen hingegen einen kurzen dicken Schaft und dunkelgrüne Blätter auf. Wegen der Kälte gedeihen diese langsamer und schmeckt so intensiver.

Einkauf
Porree gibt es zumeist in hervorragender Qualität und ist in Supermärkten, beim Biobauern oder in Biofachgeschäften erhältlich. Beim Einkauf achten Sie darauf, dass der Porree eine feste Wurzel und frische grüne Blattspitzen hat. Wenn sich die Blätter schon lösen und der Porree Risse oder Verfärbungen aufweist, sollten Sie ihn lieber nicht kaufen. Der Geschmack des Porrees erinnert an den einer Zwiebel – allerdings ist er nicht so scharf. Haben Sie es lieber milder, dann greifen Sie auf die Sommersorten zurück. Diese sind nicht so würzig und kräftig wie die Herbst- und Wintersorten.

Lagerung
Im Eiskasten im Gemüsefach oder im kühlen Keller bleibt der junge Porree bis zu fünf Tage frisch, Herbst- und Winterporree sogar um einige Tage länger. Porree sollte auf jeden Fall von anderen aromaempfindlichen Lebensmitteln getrennt gelagert werden – damit diese nicht den intensiven Porreegeschmack aufnehmen. Auch mag der Porree keine Äpfel oder Paradeiser neben sich, da sie ihn rascher welken lassen. Falls Sie Porree einfrieren, unbedingt vorher waschen, in Ringe schneiden und kurz in Salzwasser blanchieren. So hält sich dieser bis zu acht Monate im Tiefkühlfach.

Küchentipp
Porree ist ganz einfach zuzubereiten. Die äußeren Blätter sowie der Wurzelansatz werden entfernt. Anschließend die Porreestange der Länge nach bis knapp über das Schaftende halbieren und unter kaltem fließendem Wasser mit den Blattenden nach unten gut abwaschen. Wichtig: Reinigen Sie den Strunk besonders gründlich, da sich dort gerne Erde ansammelt. Porree sollte je nach Dicke 15 bis 20 Minuten gegart werden. Das würzige Gemüse bietet viele Zubereitungsmöglichkeiten. Es kann gedämpft, gekocht, gedünstet oder gratiniert werden. Sehr gut schmeckt Porree beispielsweise in Quiches, Eintöpfen und Aufläufen. Aber auch als Beilage zu Fisch und Fleisch ist er bestens geeignet. Gemüsesuppen verleiht er ein raffiniert-würziges Aroma. Für Rohkostgerichte eignet sich vor allem im Sommer geernteter Porree. Er ist schön zart und verträgt auch deftigere Salatsaucen auf Mayonnaisebasis hervorragend.

Körper und Gesundheit
Porree gilt wegen seines Vitamin- und Mineralstoffgehalts als echtes Kraftgemüse. Neben ätherischen Ölen versorgt er den Organismus mit Kalium, Betacarotin, Folsäure, Kalzium, Eisen, Magnesium und Vitaminen sowie bioaktiven Substanzen wie Allizin und Senfölen. Diese wirken entgiftend und krebsvorbeugend. Die im Porree enthaltenen Bioflavonoide hemmen ebenfalls die Entstehung von Tumorzellen. Wie es sich für ein Zwiebelgewächs gehört, enthält Porree viele sekundäre Pflanzenstoffe, die für den typischen Geschmack und Geruch verantwortlich sind. Porree regt die Nierenfunktion an, hilft bei der Entschlackung und kann das Risiko, an Nierensteinen zu erkranken, reduzieren. Auch die Verdauung wird durch Porree günstig beeinflusst. Außerdem hilft er bei Bronchialerkrankungen.

 

Porree (roh) in Zahlen
Inhaltsstoffe pro 100 g
Energie 25,0 kcal
Eiweiß 2,1 g
Kohlenhydrate 3,3 g
Ballaststoffe 2,2 g
Folsäure 103 µg
Kalium 279 mg
Vitamin C 24,0 mg
Quelle: www.nutritional-software.at

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