Samstag, 23. Februar 2019

Der gesunde „Plutzer“

Ausgabe 2013/10

Die neue GESÜNDER LEBEN-Kochexpertin Anna Walcher kocht jeden Monat ein köstliches Rezept, das schnell und einfach zuzubereiten ist. Unser spezielles Extra: Mit den Gutscheinen bekommen Sie viele Zutaten bei Zielpunkt besonders günstig!


Foto: Can Stock Photo Inc. -hayball

Jedes Jahr im Herbst hat der Kürbis Hochsaison. Vollkommen zu Recht! Denn er schmeckt gut und er tut gut. Ob als Suppe, Gemüse oder Kuchen, der Kürbis überzeugt im Geschmack und ist außerdem ein kalorienarmer Nährstofflieferant.

Kürbis – gut zu wissen. Mehr als 800 Arten tummeln sich in der Familie der Kürbisgewächse, darunter auch Gurken, Melonen und Zucchini – und eben der Kürbis selbst. Die bekanntesten Speisekürbisse sind der Hokkaido und der Muskat. Der Geschmack vom Hokkaido ist kräftig-nussig, das Fruchtfleisch fest und die Schale, die nicht geschält werden muss, ist weich. Der Muskatkürbis ist sehr groß, mit orangen farbenem Fruchtfleisch und dunkelgrüner bis hellbrauner Schale. Köstlich schmeckt er roh oder gegart. Klar ist: Der Kürbis bekommt immer mehr Anhänger und hat längst einen Platz in der Gourmetküche gefunden. Er lässt sich braten, grillen, dünsten, überbacken, kochen, einlegen und pürieren. Man kann ihn süß oder pikant zubereiten, als Suppe, Salat, Soße oder Dessert. Auch die Samen geröstet – als Snack zwischendurch – erfreuen sich großer Beliebtheit.

Gesund. Der Kürbis enthält nur 25 Kilokalorien auf 100 Gramm. Kein Wunder, denn er besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Er versorgt den Körper mit Vitaminen, Kalium, Kalzium und Zink. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kieselsäure ist gut für das Bindegewebe, die Haut und für die Nägel. Wegen des hohen Wassergehalts und des geringen Natriumanteils wird Kürbis bei der Behandlung von Bluthochdruck sowie Blasen- und Nierenleiden vielfach als Basis für Diätspeisen eingesetzt.

Kürbiskernöl. Neben dem bekömmlichen Fruchtfleisch steckt im Kürbis noch ein wahrer Schatz: die Kürbiskerne. Aus ihnen wird das Kürbiskernöl produziert. Dieses schmeckt intensiv-nussig und ist sehr gesund. Studien belegen, dass vor allem das Vitamin E und die Linolsäure im Kürbiskernöl kostbar sind. Sie können einen zu hohen Cholesterinspiegel senken und beugen gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Damit alle wertvollen Inhaltsstoffe wirken, sollte Kürbiskernöl keinesfalls erhitzt werden.

 

Gut zu wissen – Qualität erkennen

ZiegenfrischkaeseFoto: w.r.wagner - pixelio.de

Ziegenkäse
Ziegenkäse ist vermutlich der älteste Käse der Welt. Ziegenkäse kann aus roher oder pasteurisierter Ziegenmilch produziert werden. Häufig sind Kuh- oder Schafsmilch beigemischt. Erhältlich ist der Käse als Frischkäse, Weich- oder Hartkäse sowie als Schimmelkäse. Der Geschmack ist in der Regel eher säuerlich. Generell gilt: Je länger ein Ziegenkäse reift, umso intensiver ist sein Aroma. Ebenso ändert sich die Konsistenz des Käses im Laufe des Reifeprozesses. Zu Beginn lässt sich Ziegenkäse leicht verstreichen – ideale Voraussetzung für den Ziegenfrischkäse. Es folgen die cremigen Weichkäsesorten, am Ende der Reifung die Hartkäsevarianten. Ziegen produzieren weniger Milch als beispielsweise Kühe. Zweieinhalb Liter sind für Ziegen eine normale Tagesration, Kühe hingegen können bis zu 30 Liter liefern.

honigFoto: birgitH - pixelio.de

Honig
Honig gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln. In einem Kilogramm Honig steckt sehr viel Arbeit. Drei bis fünf Millionen Blüten müssen die Bienen dafür besuchen. Dabei legen sie mehr als 100.000 Flugkilometer zurück. Bedeutend für die Qualität des Honigs: Er darf bei der Gewinnung und Verarbeitung nicht über 40 Grad erhitzt werden, um alle Wirkstoffe zu erhalten. Honig unterscheidet sich in der Farbe als auch im Geschmack. In der Regel ist der hellere Honig mild, während dunklere Sorten eher einen malzig-kräftigen Geschmack haben. Bienenhonig ist frei von Fett und Cholesterin. Bei Wunden äußerlich angewendet, hilft frischer Honig häufig besser als so manche Salbe. Auch als Schlaftrunk hat ein Glas Milch mit Honig seine Berechtigung. Bienenhonig lagert man am besten kühl, trocken und dunkel. Honig ist nicht bzw. kaum verderblich.  

feigenfoto: knipseline - pixelio.de

Feigen
Feigen stecken voller wertvoller Nährstoffe. Neben reichlich Fruchtzucker und Ballaststoffen bringen sie auch Eisen, Kalium und Kalzium sowie viele Vitamine mit. Sie gelten als blutreinigend und verdauungsfördernd. Bei getrockneten Feigen ist die Konzentration der Inhaltsstoffe sehr viel höher als bei frischen. Je dunkler Feigen sind, desto reifer und geschmackvoller sind sie. Überreife Früchte sind matschig. Feigen sollen immer nebeneinander gelagert werden. Reife Feigen lassen sich einen Tag bei Zimmertemperatur und maximal zwei Tage im Eiskasten aufbewahren. Feigen eignen sich roh für süße Speisen, herzhafte Salate, zu rohem Schinken, Salami oder Käse. Getrocknete Feigen werden häufig zum Backen verwendet und verfeinern so das Früchtebrot.

 

Getränkeempfehlung
Wir empfehlen zum Herbstsalat mit gebratenem Kürbis, Feigen und Ziegenfrischkäse einen Federspiel Riesling 0,75 l aus der Domäne Wachau.

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