Sonntag, 19. Mai 2019

Der gesunde Paradeiser

Ausgabe 07-08/2013

GESÜNDER LEBEN stellt Monat für Monat ein Gemüse, Obst oder Fleisch vor. Unser

Tipp: Setzen Sie auf Bioqualität! Die tut unserer Gesundheit und unserer Umwelt gut!


Foto: Simone Hainz - pixelio.de

Ob man die rote Frucht nun Tomate oder Paradeiser nennt, die Österreicher lieben sie! Pro Kopf und Jahr werden davon rund 23,8 Kilogramm gegessen. Kräftiges Rot, pralle Form – es ist kein Zufall, dass der Paradeiser auch gerne „Liebesapfel“ genannt wird. Und: Es sind vorwiegend seine Inhaltsstoffe, die das prächtige Nachtschattengewächs für den Menschen so wertvoll machen. Vor allem der rote Farbstoff Lykopin hat es den Forschern angetan. Studien bestätigen, dass Lykopin tatsächlich vor Krebs schützen kann.

Paradeiser in Zahlen

Inhaltsstoffe pro 100 g

Energie              17 kcal
Eiweiß                 1,0 g
Kohlenhydrate    2,6 g
Fett                        0,2 g
Ballaststoffe        1,3 g
Carotin                  0,6 mg

Quelle: www.nutritional-software.at

Allgemeines
Das Ursprungsgebiet der bei uns so beliebten Paradeiser ist Mittel- und Südamerika, wobei die Wildformen von Nordchile bis Venezuela verbreitet und beheimatet sind. Heute kennt man rund 6.000 verschiedene (großteils gezüchtete) Paradeisersorten. Das Sortiment reicht von dem kirschgroßen Cocktail- bis hin zum riesigen Fleischparadeiser. Es gibt Sorten, die so süß sind, dass man Marmelade daraus zubereiten kann. Im Handel bekommt man hauptsächlich runde Paradeiser, Baum- oder Strauchparadeiser. Der Cocktailparadeiser ist dem Ur-Paradeiser am ähnlichsten. Er zeichnet sich durch ein intensives Aroma aus. Die kräftigen Baum- oder Strauchparadeiser verdrängen immer mehr den althergebrachten runden Paradeiser.

Einkauf
Beim Einkauf sollten Sie darauf achten, dass die Paradeiser prall und fest sind und keine dunklen Flecken oder Dellen aufweisen. Ob Paradeiser frisch sind, erkennen Sie auch am typischen Geruch. Reife Paradeiser müssen nicht immer rot sein. Es gibt auch Sorten, die bei einer gelben und dunkelorangen Farbe schon ausgereift sind. Je reifer die Früchte, desto druckempfindlicher sind sie. Beim Transport ist deshalb Vorsicht geboten. Tipp: Greifen Sie zu heimischen Paradeisern. Denn prinzipiell gilt: Je länger die Paradeiser am Strauch reifen können, umso mehr Aroma und Vitamine entwickeln sie. Werden die Paradeiser grün geerntet, können sie zwar optisch nachreifen und ebenfalls rot werden, doch der Geschmack lässt zu wünschen übrig. Heimischer Anbau garantiert eine voll ausgereifte Frucht, kurze Transportwege und ein kräftiges Aroma.

Lagerung
Da der Paradeiser ein Nachtschattengewächs ist, sollte er auf jeden Fall nach dem Kauf an einem dunklen Ort gelagert werden. Achtung! Paradeiser nicht gemeinsam mit Salatgurken oder Früchten aufbewahren! Paradeiser setzen Ethylen frei, ein natürliches Reifegas, das viele Früchte weich werden und verderben lässt. Paradeiser sind sehr kälteempfindlich, bei Kühlschranktemperaturen werden sie hart und verlieren ihr Aroma. Auch zum Einfrieren sind Paradeiser nicht geeignet, da sie beim Auftauen matschig werden. Gut tiefkühlen lassen sich Paradeiser allerdings als Suppen oder Soßenbasis.

Küchentipp
Vor der Verwendung von Paradeisern sollten diese gründlich gewaschen werden. So kann man schädliche Substanzen, die sich möglicherweise an der Oberfläche befinden und der Gesundheit Schaden zufügen können, entfernen. Die Haut nicht abziehen, denn darin befinden sich viele der wichtigen sekundären Pflanzenstoffe. Diese Pflanzenstoffe bleiben bei der weiteren Verarbeitung in der Regel erhalten. So vielfältig wie die Sorten sind auch die Zubereitungsmöglichkeiten. Während sich die kleinen Kirsch- bzw. Cocktailparadeiser sehr gut im Salat oder als Dekoration machen, eignen sich die ein wenig dickfleischigeren und kernarmen Oval-Paradeiser optimal für Caprese (ein italienischer Vorspeisensalat mit Mozzarella, Basilikum und Olivenöl) oder auch zum Einlegen.

Körper und Gesundheit
Die rote Farbe des Paradeisers ist auf die enthaltenen Carotinoide zurückzuführen – in erster Linie auf das Lykopin, eines der wichtigsten Antioxidantien aus der Gruppe der Carotinoide. Antioxidantien schützen vor den sogenannten freien Radikalen, sie stärken die Immunkraft und spielen außerdem in der Prävention von koronaren Herz- und Krebserkrankungen eine bedeutende Rolle. Lykopin wird vor allem in der Haut gelagert und schützt die Zellen vor der schädlichen Wirkung von UV-Strahlen. Außerdem helfen Paradeiser gegen Gicht und Arthritis: Rheumakranke sollten deshalb jeden Tag ein Glas frischen Paradeissaft trinken. Die roten Früchte beruhigen zudem die Nerven und regen den Appetit an.

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