Der frische Apfel

Ausgabe 09/2013

GESÜNDER LEBEN stellt Monat für Monat ein Gemüse, Obst oder Fleisch vor. Unser Tipp: Setzen Sie auf Bioqualität! Die tut unserer Gesundheit und unserer Umwelt gut!


Foto: Bettina Kopps - pixelio.de

Ob süß oder sauer, knackig grün oder saftig rot, Äpfel sind wahre Vitaminbomben. Die Wissenschaft findet immer mehr Gründe dafür, warum der Apfel zu den Superstars gehört: Das Zusammenspiel seiner wertvollen Inhaltsstoffe schützt vor Krebs und Herzinfarkt, regt die Verdauung an, senkt den Cholesterinspiegel und sorgt für starke Nerven. Aber nicht nur das: Der Apfel wirkt sogar als Doping für das Gehirn und verringert das Risiko, an Alzheimer oder Demenz zu erkranken.

 

Allgemeines

Der Apfel zählt zur Familie der Rosengewächse. Er stand schon vor rund 6.000 Jahren auf dem Speiseplan, und wer täglich einen isst, erspart sich laut einem Sprichwort den Gang zum Doktor. Der Apfel ist zudem das beliebteste Obst der Österreicher. Pro Jahr werden mehr als 63.000 Tonnen Äpfel in Österreich verkauft. Die größte Käufergruppe sind laut Agrarmarkt Austria Familien mit Kindern. Und: 5,2 Prozent der Äpfel wurden im vergangenen Jahr in Bioqualität gekauft. In Österreich stehen rund 6.000 Hektar (ha) Fläche für den Apfelanbau zur Verfügung – auf ihnen wachsen 220.000 Tonnen des Obsts. Mit 4.800 ha ist die Steiermark Anbaugebiet Nummer eins. In Niederösterreich gedeihen Äpfel auf 503 ha, Burgenland hat 364 ha Anbaufläche und Oberösterreich rund 225 ha. Zu den beliebtesten Apfelsorten zählen der Golden Delicious, Jonagold, Gala und Idared.

Einkauf

Qualitativ hochwertige Äpfel sind prall, haben eine glatte Schale und keine Druckstellen oder Anzeichen von Fäulnis. Ein weiteres Indiz für gute Qualität bei Äpfeln ist der Blütenansatz: Ist dieser eingesunken, dann wurde der Apfel reif geerntet. Tipp: Kaufen Sie Bioäpfel am besten aus der nächstgelegenen Anbauregion und sparen Sie so unnötige Transportkilometer. Außerdem haben kleinere Biobetriebe oftmals noch alte, standortangepasste Sorten im Programm, die man im Supermarkt vergeblich sucht.

Lagerung

Nach der Ernte reifen Äpfel weiter, ihr Aroma wird zunehmend intensiver und die Süße nimmt zu. Bis sie geschmacklich ausgereift sind, können ein paar Wochen vergehen. Es lohnt sich daher, Äpfel einige Zeit zu lagern. Damit die Äpfel ihre Saftigkeit und Frische lange behalten und nicht vorzeitig mürbe werden, hier ein paar Tipps: Da Äpfel bei der Lagerung das natürliche Reifegas Ethylen abgeben, sollten sie keinesfalls mit anderem Obst oder Gemüse wie beispielsweise Birnen, Paradeisern oder Brokkoli gelagert werden. Am besten lose nebeneinander legen, damit sich die Früchte nicht berühren. Lagern Sie die Äpfel kühl und lichtgeschützt (beispielsweise im Keller oder frostgeschützt in der Garage).

Küchentipp

Ob süß oder pikant, die Verwendung der Äpfel reicht von Kuchen über Aufläufe bis hin zu Kompott, Mus oder Saft. Aber Apfel ist nicht gleich Apfel: Für Kompott eignen sich solche Sorten, die beim Garen ihre Form behalten, wie etwa Jonagold oder Elstar. Für Kuchen verwendet man am besten Äpfel, die weder zerfallen noch zu saftig sind, so zum Beispiel Boskop, Cox Orange oder Jonagold. Tipp: Ein wenig Zitronensaft über den Apfel geträufelt schützt vor braunen Verfärbungen des Fruchtfleischs.

Körper und Gesundheit

Der Apfel ist ein wahres Kraftpaket. Er enthält rund 30 verschiedene Vitamine und Spurenelemente, zu erwähnen ist vor allem Kalium, das den Wasserhaushalt reguliert, und Eisen. Außerdem kurbelt der Apfel durch seine vielen Ballaststoffe die Verdauung an, die sekundären Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem und wirken sogar krebsvorbeugend. Aufgrund der vielen Fruchtsäuren des Apfels gilt er als „biologische Zahnbürste". Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Apfelesser seltener an Bronchial- und Lungenkrankheiten leiden. Das wird auf die sekundären Pflanzenstoffe im Apfel, die Katechine, zurückgeführt. Wichtig ist, dass die Äpfel vor dem Rohverzehr auf jeden Fall gut gewaschen werden, denn viele sind gespritzt. Dennoch bleibt die Schale besser am Apfel, denn hier sitzen bis zu 70 Prozent der gesunden Vitamine. Schon seit jeher hat sich der Apfel auch als Hausmittel bewährt. Wer nervös ist, sollte sich Apfeltee zubereiten: einen ungeschälten Apfel in Scheiben schneiden, mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und zwei Stunden ziehen lassen. Und auch einen Schönheitstipp haben wir für Sie. Für eine zarte Haut sollte man eine Apfelmaske probieren: Einen geschälten Apfel reiben und mit etwas Honig verrühren, die Mischung bis zu 20 Minuten einwirken lassen und vorsichtig abwaschen.

 

Der Apfel in Zahlen

Inhaltsstoffe pro 100 g

Quelle: www.nutritional-software.at

© Gesünder Leben Verlags GsmbH.