Freitag, 20. September 2019

Das Gute wächst so nah

Ausgabe 04/2011
Sie sind ab jetzt verfügbar: die ersten, erntefrischen Vitaminspender 2011. Greifen Sie gleich zu: Denn wer saisonal und regional isst, genießt doppelt.

Foto: istockphoto.com - Blackie
Immer mehr Menschen bevorzugen Gemüse und Obst, das im Jahreszyklus und in nächster Nähe reift. Denn das garantiert nicht nur den entscheidenden Frische- und Qualitäts-Bonus, sondern auch authentisches und intensives Aroma. Die bei weitem günstigere Klimabilanz ist noch „das Tüpfelchen auf dem i“. Echter und gesunder Genuss ist also beileibe kein Luxus. Unsere Rezepte für natürliches und saisonales Kochen stammen aus dem neuen und sehr anregenden Prachtband „Der echte Geschmack“ (siehe Buchtipp unten), in dem sich u.a. auch ein Ernte-Fahrplan für Früchte aller Art findet.

Frische Vitaminlieferanten
Kaum hat sich der Winter verabschiedet, sprießen die ersten Freilandgemüsesorten. Einer der im Jahreskreis die Nase ganz weit vorne hat, ist der Spinat. Seine kalorienarmen Blätter enthalten reichlich Vitamin A und Eisen, sind aber auch gute Vitamin-C- und Calzium-Quellen. Je nach Witterungsverlauf können im März und April auch schon Frühlingszwiebel und Freilandsalate geerntet und genossen werden. Auch die ersten, zarten Löwenzahn- und Bärlauchblätter harren bereits ihres Einsatzes in der leichten Frühlingsküche. In der Übergangszeit empfehlen sich auch Sprossen, Keimlinge oder Küchenkräuter, auf sonnigen Fensterbänken gezogen, als optimale Vitamin- und Ballaststoff spender. So weisen z.B. Weizenkeime sechsmal mehr Folsäure, siebenmal mehr Vitamin K und sogar achtmal mehr Vitamin B2 auf als Weizenkörner. Ergänzend zu den pflückfrischen Feldfrüchten lässt sich die Vitamin-, Nährstoff- und Mineralzufuhr sehr gut durch reichlich verfügbares, heimisches Wintergemüse mit wertvollen Inhaltsstoffen wie z.B. Rotkohl, Schwarzwurzeln oder Kraut auffetten. Bis in späte Frühjahr hinein ist auch noch knackiges Obst der Ernte 2010 verfügbar, wie Lageräpfel.

Essen auf Weltreise
Trauben aus Chile, Äpfel und Birnen aus Südafrika: Auch wenn die Früchte aus exotischen Gefilden jetzt noch so verlockend aussehen: Bitte nicht! Ihr Geschmack und ihre Nähstoffe sind auf der langen Flug- oder Schiffsreise sprichwörtlich auf der Strecke geblieben, ihre Ökobilanz ist verheerend.
Wer angenommen ein Viertelkilo Erdbeeren aus dem gar nicht so weit entfernten Spanien kauft, verursacht indirekt die Produktion von fast sieben Deka des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxyd, CO2. Bei solchen aus dem Burgenland sind das gerade einmal 1,7 Gramm. Nicht nur im Falle der roten Früchte lohnt sich das Warten auf die heimische Ernte. Erdbeeren reif vom Feld betören mit natürlicher Süße, satter Farbe und Wohlgeschmack. Wie unschwer zu erraten ist, weisen biologische Lebensmittel aus dem Genussland Österreich besonders vorteilhafte Klimaschutzwerte auf. Diesbezüglich beinahe unschlagbar: die Frühlings-Delikatesse Bio-Spargel.

Gut kaufen oder selbst ernten
Sie wollen nicht gänzlich auf Exoten wie Bananen oder Zitronen verzichten? Durchaus verständlich, aber dann sollten Sie zumindest darauf achten, dass diese Fairtrade sind und/oder aus Biolandbau stammen. Wer seine Ernährung am natürlichen Zyklus ausrichten will, jedoch in der Stadt wohnt oder keine eigene Grünfläche zur Verfügung hat, dem stehen mehrere Optionen zur Auswahl. So bietet fast jede Supermarktkette Nahrungsmittel in Bio-Qualität mit Herkunftsgarantie an. Sich am nächsten Markt, im Bioladen oder Ab Hof mit saisonaler Frischware einzudecken, ist eine weitere Möglichkeit. Die bequemste ist sicher der Hauszustellungs-Service von den sogenannten Biokistln.

Wenn Sie aber unbedingt Ihr eigenes Gemüse, Kräuter und Beeren ziehen möchten: Werden Sie Kleinstbauer auf einer angemieteten Gartenparzelle zur Selbsternte! Diese werden mittlerweile flächendeckend im gesamten Bundesgebiet angeboten. Ursprünglicher, saisonaler und freudvoller geht es nun wirklich nicht!

Biokistln & Selbsternteparzellen
Auf www.umweltberatung.at (Pfad: KonsumentInnen – Ernährung) finden Sie Listen verschiedener Anbieter für Biokistln sowie österreichweite Selbsternteparzellen.



COVER, Echte, GeschmackBUCHTIPP:
Der echte Geschmack – natürlich & saisonal kochen,
von Kille Enna und Georg Schweisfurth,
192 Seiten mit 200 Farbfotos,
Christian Verlag, ca. € 25,70

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