Sonntag, 15. September 2019

Bio-Rindfleisch

Ausgabe 2013/05

GESÜNDER LEBEN stellt Monat für Monat ein Gemüse, Obst oder Fleisch vor. Unser Tipp: Setzen Sie auf Bioqualität! Die tut unserer Gesundheit und unserer Umwelt gut!


Foto: w.r.wagner - pixelio.de

Nicht umsonst genießt Österreich den Ruf, in puncto Bio-Landwirtschaft Vorreiter zu sein. Mittlerweile wirtschaften rund ein Zehntel unserer Landwirte – also zirka 20.000 – nach biologischen Kriterien. Eine Langzeitstudie bestätigt, dass Fleisch von Bio-Rindern doppelt so viele gesunde Omega-3-Fettsäuren enthält wie das von konventionell gehaltenen Tieren. Bio-Rinder leben und fressen artgerechter, was sich wiederum positiv auf die Qualität des Fleischs auswirkt.

Allgemeines
Schon seit vielen Tausend Jahren begleitet das Rind den Menschen, vorwiegend als Zug- und Arbeitstier. Rindfleisch als Nahrungsmittel stammte ursprünglich meist von alten Tieren –  die Muskelkraft der jungen Stämmigen war zu wertvoll. Mit Beginn des Industriezeitalters verlor das Rind seine Bedeutung als Arbeitstier. Ökologisch produziertes Rindfleisch kommt von kontrollierten, zertifizierten und umweltfreundlich arbeitenden Landwirtschaftsbetrieben. In diesen Betrieben ist die Massentierhaltung absolut verboten. Die Tiere verfügen über genügend Platz im Stall, bekommen Auslauf oder Weidegang. Bio-Rinder bekommen vorwiegend Raufutter (Gras, Heu, Silage). Tiermehl, Blut- und Knochenmehl dürfen im ökologischen Landbau nicht verfüttert werden. Die Tiere werden in der Regel in derselben Region gehalten und geschlachtet – die Transportwege sind daher möglichst kurz.
 
Einkauf
Strenge Auflagen und Kontrollen vom Landwirt bis ins Kühlregal sichern und garantieren die Qualität des Bio-Rindfleischs. Achten Sie beim Einkauf, dass das Bio-Rindfleisch eine dunkelrote Farbe aufweist. Das Fleisch riecht angenehm und die Schnittflächen wirken feucht und glänzend. Feine Fettäderchen, die das Muskelfleisch durchwachsen, schmelzen bei der Zubereitung und verleihen dem Fleisch Saftigkeit und Geschmack.  

Lagerung
Die Qualität ist umso besser, je kürzer das Fleisch aufbewahrt wird. Der Transportweg vom Geschäft nach Hause sollte möglichst kurz gehalten und die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Empfehlenswert sind Isoliertaschen, die in der warmen Jahreszeit zusätzlich Kühlelemente enthalten. Das Fleisch lässt sich bis zu drei Tagen in einem Behälter mit Deckel im Kühlschrank lagern. Es kann auch luftfrei verpackt und tiefgekühlt werden. Um die Qualität des Fleisches zu erhalten, sollte dieses möglichst langsam – am besten im Kühlschrank – aufgetaut werden.


Küchentipp
Ein Fleischstück besteht aus vielen einzelnen Fleischfasern – ähnlich wie ein fester Stoff, der aus vielen Stofffäden gewebt ist. Wenn man das Bio-Rindfleisch in kleinere Stücke portioniert, sollte man auf jeden Fall ein großes, scharfes Messer verwenden. Stumpfe Messer trennen die Fasern nicht glatt durch, diese werden dabei gequetscht und zerrissen. Das Resultat: Der kostbare Fleischsaft rinnt aus und das Bio-Rindfleisch trocknet beim Braten aus. Fettränder am Fleisch mit einem scharfen Messer öfter einschneiden, damit sich dieses beim Braten nicht aufwölbt.

Körper und Gesundheit
Fleisch schadet der Gesundheit nicht. Es kommt aber auf die Menge, Art und Häufigkeit des Verzehrs an. Ein Erwachsener sollte pro Woche 300 bis 600 g Fleisch und Wurst konsumieren, so lautet die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Fleisch enthält wertvolles Eiweiß, Eisen und B-Vitamine. Eiweiß ist als Baustoff für Muskeln, Organe, Haut, Haare und Nägel unentbehrlich. Auch für unsere geistige Leistungsfähigkeit hat es große Bedeutung. So dienen Eiweiße als Botenstoffe für die Informations- und Signalübermittlung zwischen den Gehirnzellen. B-Vitamine sind vor allem für die Energiegewinnung und für die Nervenfunktionen notwendig. Sie stärken Konzentration, Gedächtnis, Nerven und unsere körperliche Kondition. Vorsicht! Aufgrund des Eiweißgehalts liefert Fleisch aber auch jede Menge Purine. Das sind Eiweißbegleitstoffe, die im Körper zu Harnsäure abgebaut und über den Urin ausgeschieden werden. Bei Menschen, die einen gestörten Harnsäure-Stoffwechsel haben, kann eine purinreiche Ernährung zu Gicht führen.

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